Magisterarbeit, 2006
119 Seiten, Note: Ausgezeichnet
EINFÜHRUNG
1 Kurzfassung / Abstract
2 Schlüsselworte / Keywords
3 Vorwort / Idee zur Arbeit
4 Fragestellung der Arbeit
A THEORETISCHER TEIL
1 Eine Geschichte am Anfang – Das Bäumlein
2 Definition und Anwendung
2.1 Storytelling
2.2 Narration
2.3 Narratologie
2.4 Implizites Wissen
2.5 Bildung
2.6 Logotherapie und Existenzanalyse
2.7 Begriffssystematisierung
3 Das Storytelling
3.1 Historischer Rückblick
3.2 Erzählschemata
3.2.1 Romanze
3.2.2 Die Tragödie
3.2.3 Die klassische Komödie
3.2.4 Die Satire
3.3 Literaturgattungen
3.3.2 Die Fabel
3.3.3 Metapher
3.3.4 Das Symbol
3.4 Die Prozedur der Narration
4 Die therapeutische Geschichte
4.1 Definition und Anwendung
4.2 Entstehung und Entwicklungsgeschichte
4.2.1 Schlussfolgerung
4.3 Beziehungsstrukturen im Prozess der therapeutischen Geschichte
4.3.1 Basale Beziehungsprozeduren
4.3.1.1 Spiegeln
4.3.1.2 Urvertrauen / Geborgenheit / Sicherheit
4.3.1.3 Die soziale „Rolle“
4.3.1.4 Identifikation
4.4 Anwendungsbereiche von therapeutischen Geschichten
4.5 Ziel/Funktion der therapeutischen Geschichte
5 Logotherapie und Existenzanalyse
5.1 Allgemeines
5.2 Begriffserklärung im Speziellen
5.3 Methoden der Logotherapie und Existenzanalyse
5.3.1 Die Dereflexion
5.3.2 Paradoxe Intention
5.3.3 Einstellungsänderung/Einstellungsmodulation
5.3.4 Die Existenzielle Bilanz
5.3.5 Das Sinnwahrnehmungstraining
5.3.6 Der Sokratischer Dialog
5.3.7 Der phantastische Dialog
5.4 Literaturrecherche zum Thema
5.4.1 Bibliotherapie
5.4.2 Fallgeschichten
5.4.3 Narrative Logotherapie
5.4.4 Werteimagination nach Böschemeier
B PRAKTISCHER TEIL
1 Definition
2 Kriterien einer sinnvollen Geschichte
3 Auswirkungen
4 Der Prozess
4.1 Eingangsphase /Arbeitsschritte
4.1.1 Das Sammeln von Informationen
4.2 Kreative Phase
4.2.1 Das Imaginieren der Geschichte
4.2.2 Wahl des Erzählmodells
4.2.3 Wahl des Gestaltungsmodells
4.2.3.1 Die Geschlossene Geschichte
4.2.3.2 Das offene Ende
4.2.3.3 Die offene Geschichte
4.2.3.4 Die interaktive Geschichte
4.2.3.5 Die spontane Geschichte
4.3 Therapeutische Phase
4.3.1 Der Prozess des Schreibens
4.3.2 Das Vortragen /Das Erzählen
4.3.3 Das Aufarbeiten
5 Geschichten als Beispiele
5.1 Die geschlossene Geschichte
5.2 Offenes Ende
5.3 Die Offene Geschichte
5.4 Die Interaktive Geschichte
5.5 Die spontane Geschichte
6 Fallgeschichte
6.1 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der klassischen Tragödie
6.2 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen des Strukturphasenmodells
6.3 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der epischen Form
6.4 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der Drei-Ebenen- Kommunikation
6.5 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der Logotherapie
6.6 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der logotherapeutischen Geschichte
6.6.1 Eingangsphase
6.6.2 Kreative Phase und therapeutische Phase
6.7 Herausarbeiten von Ähnlichkeiten und Elementen der logotherapeutischen Philosophie
6.8 Exploration/Anamnese/Verlauf
6.9 Ergebnis
ZUSAMMENFASSUNG UND ABSCHLUSS
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Storytellings als Interventionstechnik innerhalb der Logotherapie und Existenzanalyse. Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie durch gezieltes Erzählen therapeutischer Geschichten Einstellungsveränderungen und Neuorientierungen bei Klienten gefördert werden können.
DAS BÄUMLEIN
Das kleine Bäumlein lebt fröhlich in einem Jungwald, zusammen mit vielen anderen und entwickelt sich prächtig. Es hat starke Wurzeln, die die Nährstoffe und das Wasser aus dem weichen Humusboden aufsaugen und genug Sonnenlicht. Seine Baumkrone ist wunderbar.
Und während der ganzen Zeit scheint die Sonne und versorgt alle und alles. „Du bist aber ein schöner Baum“, ruft ein Vogelpaar entzückt, „hier bauen wir unser Nest und ziehen unsere Kinder groß. Das ist ein guter Platz zu leben!“ Das Bäumlein aber presst ganz fest die Äste zusammen, sodass die Vögel keinen Platz für ein Nest finden und schließlich weiter fliegen. Und währenddessen scheint die Sonne und versorgt alle und alles. Nun ist es zufrieden, denn das Bäumchen will keine Eindringlinge bewirten.
Einige Zeit später kommt eine Marienkäferfamilie und klettert am Stamm des Bäumleins hoch. „Du bist aber ein schöner Baum. Was für ein Glück, dass wir dich gefunden haben. Hier ist ein guter Platz zu leben!“ Die Marienkäfer freuen sich.
Das Bäumlein aber erschrickt und presst seine Rinde so fest zusammen, dass diese ganz glatt wird und die Käfer nicht hochklettern können. Schließlich geben sie auf und ziehen weiter. Und auch währenddessen scheint die ganze Zeit die Sonne und versorgt alle und alles. Der kleine Baum ist zufrieden, denn er will keine ungebetenen Gäste bewirten.
EINFÜHRUNG: Erläutert die Grundlagen des Storytellings als uraltes menschliches Ritual und stellt die Verbindung zur Logotherapie her.
A THEORETISCHER TEIL: Vermittelt die theoretischen Grundlagen von Narration, Narratologie und logotherapeutischen Konzepten wie dem "Willen zum Sinn".
B PRAKTISCHER TEIL: Definiert das "logotherapeutische Storytelling" und beschreibt den dreiphasigen Prozess von der Informationssammlung bis zur therapeutischen Nachbesprechung.
EINE FALLGESCHICHTE: Analysiert an einem konkreten Beispiel ("Das Bäumlein") die praktische Anwendung der Interventionstechnik im Erziehungsberatungskontext.
Storytelling, Logotherapie, Existenzanalyse, Interventionstechnik, Therapeutisches Märchen, Metaphern, Narratologie, Psychotherapie, Sinnfindung, Einstellungsmodulation, Dereflexion, Paradoxe Intention, Fallgeschichte, Bildsprache, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Geschichten als therapeutisches Instrumentarium und leitet ein Konzept ab, wie diese in der Logotherapie und Existenzanalyse eingesetzt werden können.
Zentral sind die Verknüpfung von narrativen Elementen (Märchen, Metaphern) mit logotherapeutischen Grundkonzepten, um Veränderungsprozesse beim Klienten anzustoßen.
Ziel ist es, das "logotherapeutische Storytelling" als fundierte Interventionstechnik für Therapeuten zur Erweiterung ihres Methodenrepertoires vorzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und der Analyse von Fallbeispielen, die phänomenologisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu narrativen Mustern und ein Praxismodell, das die Phasen Eingangs-, Kreativ- und therapeutische Phase detailliert beschreibt.
Die Arbeit verbindet klassische Begriffe der Logotherapie (wie Wille zum Sinn) mit Methoden des Storytellings und der Narratologie.
Metaphern dienen dazu, komplexe Sachverhalte in eine bildhafte, nachvollziehbare Sprache zu übertragen, die emotionalen Zugang ermöglicht und den "geistigen Freiraum" des Klienten schont.
Bei der geschlossenen Geschichte schreibt der Therapeut das Narrativ vollständig selbst vor, während andere Formen wie die interaktive Geschichte den Klienten aktiv in den Entstehungsprozess einbeziehen.
Er beschreibt die existenzielle Wende, bei der der Klient erkennt, dass nicht er dem Leben Fragen stellt, sondern das Leben ihn befragt und er darauf mit seinem Handeln antworten muss.
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