Examensarbeit, 2006
104 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 John Ronald Reuel Tolkien
3 Die Völker und Sprachen Mittelerdes
3.1 Tolkiens Sprachen
3.2 Ab wann ist eine Sprache eine Sprache?
3.3 Was ist eine Kunstsprache?
3.4 Die Sprachen in Mittelerde
3.5 Die Elben
3.6 Elbisch – Eine Eingrenzung
3.7 Quenya – Die alte Sprache
3.7.1 Externe Geschichte des Quenya
3.7.2 Interne Geschichte des Quenya
3.7.3 Quenya in Tolkiens Werk
4 Quenya – Deutsch
4.1 Laut und Lautstruktur
4.2 Die Schrift
4.3 Wortarten
4.3.1 Das Verb
4.3.2 Das Substantiv
4.3.3 Das Adjektiv
4.3.4 Der Artikel
4.3.5 Die Pronomen
4.3.6 Das Adverb
4.3.7 Die Partikeln
4.3.8 Die Präposition
4.3.9 Die Konjunktion
4.4 Wortbildung Quenya – Deutsch
4.5 Syntax Quenya – Deutsch
5 Quenya im Gebrauch
6 Zusammenfassung
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
8.1 Abkürzungen
8.2 Die Tengwar
8.3 Konjugationstabellen
8.4 Deklinationstabellen
8.5 Numerale
8.6 Personalpronomen
8.7 Possessivpronomen
8.8 Konsonanten im Quenya
8.9 Weitere Quenya-Texte in „Der Herr der Ringe“
8.10 Gesprochenes Quenya in den „Herr der Ringe“-Filmen
Die vorliegende Arbeit untersucht Tolkiens „Elbisch“, insbesondere die Sprache „Quenya“, um deren Eignung als Kunstsprache zu evaluieren und einen kontrastiven Vergleich mit der deutschen Sprache zu ermöglichen. Dabei wird analysiert, inwiefern die Strukturen von Quenya als geplantes System mit dem Deutschen vergleichbar sind.
3.7.1 Externe Geschichte des Quenya
Quenya, das von Tolkien ursprünglich „Qenya“ genannt wurde, geht, wie anfangs schon erwähnt wurde, auf das Jahr 1915 zurück. In dieser Zeit erstellte der junge Tolkien sein „Qenya Lexicon“ und damit eine der ersten Auflistungen elbischer Wörter. Das Qenya unterscheidet sich allerdings in vielen Dingen deutlich vom „ausgereiften“ Quenya, das sich im „Herr der Ringe“ finden lässt. Wiederholtes Überarbeiten sowohl der Grammatik als auch des Vokabulars haben dafür gesorgt, dass außer dem phonetischen Stil das Qenya mit dem Quenya nicht mehr viel gemein hat.
Als beinahe ausgereift kann man das Quenya der Dreißiger Jahre bezeichnen, auch wenn Tolkien während des Schreibens des „Herr der Ringe“ noch geringfügige Änderungen vornahm und z.B. das Genitivmorphem von „-n“ zu „-o“ änderte. Selbst in der zweiten Auflage des „Herr der Ringe“ waren noch kleine Änderungen vorgenommen worden, so dass in dem Gedicht „Namárië“ das Wort „vánier“ zu „avánier“ („sind vergangen/verflossen“) wurde. Diese Überarbeitungen, sei es auch nur im Kleinen, setzte Tolkien sein ganzes Leben lang fort, weil für ihn das Quenya eine Sprache war, wie Sprache seiner Meinung nach sein sollte.
1 Einleitung: Darstellung der Relevanz von Tolkiens Sprachen für sein literarisches Werk und Festlegung des Zieles der Arbeit.
2 John Ronald Reuel Tolkien: Detaillierter Lebenslauf mit Fokus auf die linguistische und literarische Entwicklung Tolkiens.
3 Die Völker und Sprachen Mittelerdes: Überblick über die verschiedenen erdachten Sprachen und Sprachgemeinschaften innerhalb der Mythologie.
4 Quenya – Deutsch: Hauptteil mit systematischer grammatikalischer Gegenüberstellung der beiden Sprachen.
5 Quenya im Gebrauch: Analyse der tatsächlichen Anwendung von Quenya in Übersetzungen und Filmmusik.
6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung des Kunstsprachen-Status von Quenya.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.
8 Anhang: Bereitstellung ergänzender Tabellen und Details zur Sprachstruktur.
J.R.R. Tolkien, Quenya, Elbisch, Kunstsprache, Sprachvergleich, Grammatik, Linguistik, Mittelerde, Morphologie, Syntax, Phonetik, Sprachwissenschaft, Plansprache, Wortbildung, Sindarin
Die Arbeit analysiert Tolkiens Elbensprache Quenya und führt einen strukturierten Vergleich mit der deutschen Sprache durch.
Der Fokus liegt auf der Grammatik, der Wortbildung und dem Vergleich der sprachlichen Systeme von Quenya und Deutsch.
Ziel ist es zu zeigen, wie beide Sprachen kontrastiv verglichen werden können und ob Tolkiens Elbisch als Kunstsprache klassifiziert werden kann.
Die Untersuchung basiert auf einer kontrastiven linguistischen Analyse, die sich strukturell an der Duden-Grammatik orientiert.
Der Hauptteil widmet sich detailliert Phonetik, Schrift, Wortarten, Wortbildung und Syntax von Quenya im Vergleich zum Deutschen.
Zentrale Begriffe sind Tolkien, Quenya, Kunstsprache, Grammatik, Sprachvergleich und Mittelerde.
Quenya ist die am weitesten entwickelte und am besten dokumentierte Elbensprache Tolkiens, was einen fundierten Vergleich ermöglicht.
Die Arbeit zeigt, dass die Tengwar eine Lautschrift darstellen, die im Gegensatz zum Alphabet Vokale primär als diakritische Zeichen behandelt.
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