Diplomarbeit, 2006
121 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Ausgangslage der Mittelstandsfinanzierung
2.1 Charakterisierung des Mittelstands
2.2 Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen
2.3 Aktuelle Finanzierungsstruktur des Mittelstandes
2.4 Ursachen für die Dominanz der Kreditfinanzierung
2.4.1 Steuerliche Rahmenbedingungen
2.4.2 Personenbezogene Ursachen
2.4.3 Bankenorientiertes Finanzsystem
2.4.4 Wettbewerb im Bankensektor
2.5 Finanzierung von Wachstum
2.5.1 Notwendigkeit von Wachstum
2.5.2 Wachstumsstrategien
2.5.3 Bestimmung des Finanzierungsbedarfs
2.5.4 Determinanten der Kreditfinanzierung
2.5.4.1 Verschuldungskapazität
2.5.4.2 Besicherungspotenzial
2.5.4.3 Rating
2.6 Wirkung der Finanzierungsstruktur auf die Wachstumsfähigkeit
2.7 Zwischenfazit
3 Wesen des Mezzanine-Kapitals
3.1 Definition
3.2 Vergütungsstrukturen
3.2.1 Equity Kicker
3.2.2 Non-Equity Kicker
3.3 Voraussetzungen für eine Finanzierung mittels Mezzanine-Kapital
3.4 Vor- und Nachteile des Einsatzes von Mezzanine-Kapital für KMU
3.5 Anbieter von Mezzanine-Kapital
3.6 Einsatzmöglichkeiten von Mezzanine-Kapital für KMU
3.6.1 Leveraged Buy-outs
3.6.2 Bridge Loan
3.6.3 Rekapitalisierung
3.6.4 Wachstumsfinanzierung
4 Erscheinungsformen des Mezzanine-Kapitals
4.1 Nachrangdarlehen
4.1.1 Rechtliche Grundlagen
4.1.2 Bilanzierung nach HGB und steuerliche Behandlung
4.1.3 Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigenkapital
4.1.4 Sonderform: Seller´s Note
4.2 Partiarisches Darlehen
4.2.1 Rechtliche Grundlagen
4.2.2 Bilanzierung nach HGB und steuerliche Behandlung
4.2.3 Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigenkapital
4.3 Genussrechtskapital
4.3.1 Rechtliche Grundlagen
4.3.2 Bilanzierung nach HGB und steuerliche Behandlung
4.3.3 Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigenkapital
4.4 Stille Gesellschaft
4.4.1 Rechtliche Grundlagen
4.4.2 Bilanzierung nach HGB und steuerliche Behandlung
4.4.3 Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigenkapital
5 Mezzanine-Kapital im Mittelstand am Beispiel der ECO Schulte GmbH & Co. KG
5.1 Strategische Ausgangslage
5.2 Strategische Zielsetzung
5.3 Strukturierung der Mezzanine-Finanzierung
5.3.1 Gewählte Erscheinungsform
5.3.2 Bilanzierung nach HGB
5.3.3 Steuerliche Behandlung
5.3.4 Zuordnung zum wirtschaftlichen Eigenkapital
5.4 Wirkung auf die Kapitalstruktur
5.5 Auswirkung des Genussrechtskapitals auf das Finanzierungspotenzial
6 Fazit
Die Arbeit untersucht Mezzanine-Kapital als innovative Finanzierungsform für wachstumsorientierte mittelständische Unternehmen, um deren Abhängigkeit von klassischen Bankkrediten zu reduzieren und das langfristige Finanzierungspotenzial zu stärken. Dabei wird analysiert, welche Erscheinungsformen von Mezzanine-Kapital sich am besten eignen, um unternehmerische Wachstumsziele ohne Mitspracheverlust für die Eigentümer zu finanzieren.
1.1 Ausgangslage
Aktuell scheint sich die Finanzierungssituation des deutschen Mittelstandes nach langer Zeit restriktiver Kreditvergabepolitik allmählich wieder zu entspannen. Die Banken entdecken den Mittelstand wieder und das klassische Finanzierungsinstrument deutscher Mittelständler, der Bankkredit, wird tendenziell wieder leichter gewährt. Das wiedererwachte Interesse am Mittelstand hat einen Grund; das Tal scheint durchschritten und die deutsche Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf.
Trotz dieser für die Unternehmen positiven Entwicklung hat sich an der grundlegenden Finanzierungsstruktur des Mittelstandes nichts geändert. Die Kreditfinanzierung steht weiterhin im Fokus und die Eigenkapitalquoten im deutschen Mittelstand sind bei Werten von durchschnittlich 17 % - 22 % nach wie vor gering. Zwar verbessert sich durch die anziehende Konjunktur auch die Ertragslage der Mittelständler, aber eine Verbesserung des Ratings wird hierdurch kurzfristig nicht erzielt. Die größte Wirkung auf das Rating, und somit auf die Kreditgewährung, hat die Eigenkapitalquote eines Unternehmens. Konzentrieren sich die Unternehmen weiterhin auf die Kreditfinanzierung, führt dies nach Basel II zu einer Verschlechterung der Bonität und somit zumindest auch zu höheren Kreditzinsen, wenn nicht im schlimmsten Fall zum Verlust der Kreditwürdigkeit.
1 Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage der deutschen Mittelstandsfinanzierung und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Diplomarbeit dar.
2 Ausgangslage der Mittelstandsfinanzierung: Analysiert die aktuelle Finanzierungsstruktur des Mittelstandes, erläutert Ursachen für die Dominanz der Kreditfinanzierung und definiert die Determinanten der Kreditaufnahme sowie Wachstumsstrategien.
3 Wesen des Mezzanine-Kapitals: Definiert Mezzanine-Kapital als hybrides Finanzierungsinstrument, beschreibt dessen Vergütungsstrukturen (Equity/Non-Equity Kicker) und beleuchtet Voraussetzungen, Vor- und Nachteile sowie Einsatzmöglichkeiten für KMU.
4 Erscheinungsformen des Mezzanine-Kapitals: Untersucht im Detail die rechtlichen Grundlagen, bilanzielle Behandlung und steuerliche Zuordnung von Nachrangdarlehen, partiarischen Darlehen, Genussrechtskapital und stillen Gesellschaften.
5 Mezzanine-Kapital im Mittelstand am Beispiel der ECO Schulte GmbH & Co. KG: Illustriert den praktischen Einsatz von Genussrechtskapital im Rahmen einer Wachstumsstrategie am Fallbeispiel eines mittelständischen Unternehmens.
6 Fazit: Bewertet die Ergebnisse der Analyse und leitet Empfehlungen für den Einsatz von Mezzanine-Kapital zur Optimierung des langfristigen Finanzierungspotenzials ab.
Mittelstandsfinanzierung, Mezzanine-Kapital, Eigenkapitalquote, Kreditfinanzierung, Basel II, Rating, Wachstumsstrategie, Genussrechtskapital, Nachrangdarlehen, Stille Gesellschaft, Unternehmensfinanzierung, Cashflow, Finanzierungspotenzial
Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierung von wachstumsorientierten mittelständischen Unternehmen durch den Einsatz von Mezzanine-Kapital als Alternative zum klassischen Bankkredit.
Zu den Schwerpunkten zählen die aktuelle Finanzierungsstruktur des Mittelstandes, die Anforderungen des Ratings nach Basel II sowie die rechtliche und bilanzielle Ausgestaltung verschiedener Mezzanine-Instrumente.
Das Ziel ist es, das Management mittelständischer Unternehmen zu befähigen, geeignete Mezzanine-Finanzierungsformen auszuwählen, die das Finanzierungspotenzial und die Wachstumsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig optimieren.
Neben einer umfassenden theoretischen Literaturanalyse wird die Anwendung von Mezzanine-Kapital anhand eines praxisnahen Fallbeispiels (ECO Schulte GmbH & Co. KG) illustriert und bewertet.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Mezzanine-Kapital und dessen Erscheinungsformen (Nachrangdarlehen, partiarische Darlehen, Genussrechte, stille Beteiligungen) detailliert die Vor- und Nachteile sowie die bilanzielle und steuerliche Behandlung erläutert.
Zentrale Begriffe sind neben Mezzanine-Kapital und Mittelstandsfinanzierung vor allem Rating, Eigenkapitalquote, Debt Capacity, Cashflow und die verschiedenen Ausprägungen von Kicker-Komponenten.
Aufgrund von Basel II führt eine reine Kreditfinanzierung oft zu schlechteren Ratings und höheren Kosten. Mezzanine-Kapital bietet hier die Möglichkeit, das wirtschaftliche Eigenkapital zu stärken, ohne Stimmrechte abzugeben.
Es dient der Veranschaulichung, wie ein mittelständisches Unternehmen durch die Emission von Genussrechtskapital an private Investoren seine Kapitalstruktur verbessert und somit Raum für internationales Wachstum schafft.
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