Masterarbeit, 2006
133 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
Motivation
Zielsetzung
Inhalte
2 Workflow-Management
Geschichte
Workflow-Management
Workflow-Management-Systeme
3 JavaSpaces
Einführung
JavaSpaces-Technologie
Anwendungsentwicklung mit JavaSpaces
Vorteile der JavaSpaces-Technologie
4 Space-DrivenBean Container
JavaSpaces und J2EE
Space Driven Beans
Laufzeitumgebung für Space-Driven Beans
Aufbau des SDB-Containers
Implementierung der Use-Cases
Beispiel einer Space-Driven Bean: SpaceLoggerSDB
Alternative Implementierung des SDBContainers
5 Activity//Spaces WfMS
Einführung
Use-Cases
Aufbau
Implementierung
Regelbasierte Workflows
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und prototypische Entwicklung eines verteilten Workflow-Management-Systems (WfMS) auf Basis einer neuen Architektur, welche die Vorteile von JavaSpaces und J2EE kombiniert, um eine flexible und performante Umgebung für die regelbasierte Prozessausführung zu schaffen.
JavaSpaces-Technologie
Wie in der Infobox „Java Intelligent Network Infrastructure“ beschrieben, ist JavaSpaces Teil der Jini-Architektur. JavaSpaces wird in ihr zur Kommunikation verteilter Prozesse und als verteilter Persistenzmechanismus genutzt. Damit stellt JavaSpaces einen der Kernbestandteile der Jini-Architektur dar. Allerdings kann JavaSpaces auch unabhängig von Jini genutzt werden, um verteilte Prozesse zu einer Anwendung zu kombinieren. Dabei bietet JavaSpaces einen fundamental unterschiedlichen Ansatz der Kommunikation zwischen diesen Prozessen zu herkömmlichen RPC-basierten Implementierungen. Im Gegensatz zu entfernten Methodenaufrufen beruht die Kommunikation in space-basierten Architekturen auf dem Austausch von Objekten zwischen den Kommunikationspartnern mit Hilfe eines oder mehrerer spaces.
Ein space ist ein Speicher, in den beteiligte Prozesse Objekte, die als Einträge oder entries bezeichnet werden, schreiben und auch wieder aus diesem lesen können. Die einzelnen Prozesse können dabei auf verschiedenen Rechnern im Netz existieren, ohne daß sie von ihrer gegenseitigen Existenz wissen müssen. Die Kommunikation zwischen zwei Prozessen erfolgt durch die Plazierung eines Objekts in den space, das der Kommunikationspartner diesem wieder entnehmen kann.
1 Einführung: Die Arbeit motiviert die Entwicklung eines eigenen WfMS und definiert das Ziel, verteilte Anwendungen mittels JavaSpaces und J2EE zu realisieren.
2 Workflow-Management: Dieses Kapitel erläutert die Geschichte, Ziele und Anforderungen an Workflow-Management-Systeme sowie die Standardisierung durch Notationen und Sprachen wie XPDL.
3 JavaSpaces: Es werden die Grundlagen und das Konzept der JavaSpaces-API als Mechanismus für die Kommunikation und Persistenz in verteilten Systemen vorgestellt.
4 Space-DrivenBean Container: Hier wird der SDB-Container beschrieben, der als Brücke zwischen Enterprise JavaBeans und JavaSpaces fungiert, um die Stärken beider Technologien zu vereinen.
5 Activity//Spaces WfMS: Dieser Abschnitt beschreibt die Anwendung der SDB-Konzepte auf ein konkretes Workflow-Management-System inklusive Erweiterungsmöglichkeiten für regelbasierte Workflows.
Workflow-Management, JavaSpaces, J2EE, Enterprise JavaBeans, Space-Driven Beans, Verteilte Systeme, SDB-Container, XPDL, Prozessmodellierung, Middleware, Service Oriented Architecture, Regelbasierte Workflows, Persistenz, Skalierbarkeit, Asynchrone Kommunikation
Die Arbeit befasst sich mit dem Entwurf und der prototypischen Implementierung eines verteilten Workflow-Management-Systems, das innovative Technologien für die Prozesssteuerung nutzt.
Das System basiert im Wesentlichen auf der Kombination von JavaSpaces für die Kommunikation und der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) für die Ausführung der Business-Logik.
Das Ziel ist die Realisierung eines verteilten WfMS durch die Kombination von J2EE und JavaSpaces, um eine stabile und performante Basis für moderne Workflow-Architekturen zu schaffen.
Es wurde eine theoretische Analyse bestehender Workflow-Architekturen durchgeführt, gefolgt von einer prototypischen Implementierung, die in der Entwicklung des "SDB-Containers" gipfelte.
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Architektur des SDB-Containers, der Integration von Resource Adaptern in die EJB-Umgebung und der Verwaltung von Space-Driven Beans.
Die zentralen Schlagworte sind Workflow-Management, JavaSpaces, J2EE, Space-Driven Beans und Verteilte Systeme.
Eine Space-Driven Bean (SDB) ist eine von der Enterprise-JavaBean-Architektur inspirierte Komponente, die asynchron auf Ereignisse in einem JavaSpace reagiert, statt auf JMS-Nachrichten.
Diese Architektur eliminiert den Flaschenhals eines zentralen Schedulers, erhöht die Skalierbarkeit und verbessert die Fehlertoleranz, da der Ausfall einer einzelnen Komponente nur einen Teil des Workflows beeinträchtigt.
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