Diplomarbeit, 2006
211 Seiten, Note: 1,7
EINFÜHRUNG
Einleitung
Erkenntnisinteresse und Ziel der Arbeit
Aufbau der Arbeit
Methodisches Vorgehen
Literatur- und Internetrecherche
Medienanalyse
Experteninterviews
Unternehmensbefragung
Qualitative und quantitative Kartierung
A. Theorie
1. MIGRANTENÖKONOMIE ZWISCHEN NISCHE UND MARKT
1.1. Bedeutungsgewinn der Migrantenökonomie
1.2. strukturelle Merkmale und Besonderheiten
1.3. Definition und Begriffsabgrenzung
1.4. Entstehungstheorien und Erklärungsansätze
1.5. Bewertung der Entstehungstheorien und Erklärungsansätze
2. QUARTIERSENTWICKLUNG
2.1. Das Quartier als „gesellschaftlicher Raum“
2.2. Das Quartier als Ort von „Milieus“
2.2.1. Das Milieu in der Ökonomie
2.3. Quartiersentwicklung durch Segregation
2.3.1. Mechanismen der Segregation
2.4. Prozesse der Quartiersentwicklung
2.4.1. Gentrifizierung
2.4.2. Marginalisierung
2.4.3. Die Entstehung „Ethnischer Kolonien“
2.5. Die Stadt als Ort der Integration?
2.6. Resümee
3. STADTTEIL- UND QUARTIERSBETRIEBE
3.1. Das Konzept der städtischen Teilökonomien
3.2. Arbeitswelten der Stadtteil- und Quartiersbetriebe: „Gemeinschaften, Gesellschaften, Partnerschaften“
3.2.1. Bedeutung des Quartiers für Stadtteilbetriebe
3.2.2. Beschäftigungswirkung der Stadtteil- und Quartiersbetriebe
3.3. Stadtteil und Quartiersbetriebe in marginalisierten Stadtquartieren
3.4. Stadtteil- und Quartiersbetriebe in der Strategie der „Lokale Ökonomie“
3.5. Stadtteil- und Quartiersbetriebe als „Lokal eingebettete Ökonomie“
3.6. Potenziale der Stadtteilökonomie für die Quartiersentwicklung
4. MIGRANTENÖKONOMIEN ALS STADTTEIL- UND QUARTIERSBETRIEBE
4.1. Charakteristika der Migrantenökonomie
4.1.1. Ethnizität
4.1.2. soziales Kapital und Informalisierung
4.2. Potenziale und Funktionen der Migrantenökonomie
4.2.1. Wirtschaft und Arbeit
4.2.2. Integration
4.2.3. Quartiersentwicklung
4.3. Zusammenfassung: Potenziale und Funktionen migrantischer Stadtteil- und Quartiersbetriebe
5. RESÜMEE
B. Empirie
6. EINFÜHRUNG IN DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
6.1. Auswahl der Untersuchungsräume
6.2. Aufbau der empirischen Untersuchung
7. SCHANZENVIERTEL – MIGRANTENÖKONOMIE IM PROZESS DER GENTRIFIZIERUNG
7.1. Entstehung und Industrialisierung (1682-1939)
7.1.1. Baulich-räumliche Entwicklung
7.1.2. Sozialstruktur und Migranten
7.1.3. Gewerbestruktur
7.1.4. Image
7.2. Marginalisierung (1960-1985)
7.2.1. Baulich-räumliche Entwicklung
7.2.2. Sozialstruktur und Migranten
7.2.3. Gewerbestruktur
7.2.4. Image
7.3. Deindustrialisierung, „Neue Medien“ und Gentrifizierung (1985 bis heute)
7.3.1. Baulich-räumliche Entwicklung
7.3.2. Sozialstruktur und Migranten
7.3.3. Gewerbestruktur
7.3.4. Image
7.4. Zusammenfassung der Entwicklungen
7.5. Migrantenökonomie
7.5.1. Unternehmerportraits
7.6. Auswertung der Wechselwirkungen von Quartiersentwicklung und Migrantenökonomie
7.6.1. Quartiersentwicklung mit Migrantenökonomie – Potenziale und Funktionen der Migrantenökonomie
7.6.2. Die Entwicklung von Migrantenökonomie im Schanzenviertel
8. REIHERSTIEGVIERTEL – MIGRANTENÖKONOMIE IM PROZESS DER MARGINSALISIERUNG
8.1. Industrialisierung (1875-1962)
8.1.1. Baulich-räumliche Entwicklung
8.1.2. Sozialstruktur und Migranten
8.1.3. Gewerbestruktur
8.1.4. Image
8.2. Marginalisierung (1962-1980)
8.2.1. Baulich-räumliche Entwicklung
8.2.2. Sozialstruktur und Migranten
8.2.3. Gewerbestruktur
8.2.4. Image
8.3. Deindustrialisierung und Aufwertungsversuche (1980 bis heute)
8.3.1. Baulich-räumliche Entwicklung
8.3.2. Sozialstruktur und Migranten
8.3.3. Gewerbestruktur
8.3.4. Image
8.4. Aktuelle Planungen
8.4.1. Imagewandel?
8.5. Zusammenfassung der Entwicklungen
8.6. Migrantenökonomie
8.6.1. Unternehmerportraits
8.7. Auswertung der Wechselwirkung von Quartiersentwicklung und Migrantenökonomie
8.8. Quartiersentwicklung mit Migrantenökonomie – Potenziale und Funktionen der Migrantenökonomie
8.9. Die Entwicklung von Migrantenökonomie im Reiherstiegviertel
C. Expertise
9. QUARTIERSENTWICKLUNG MIT MIGRANTENÖKONOMIE
9.1. Funktionen und Potenziale der Migrantenökonomie für die Quartiersentwicklung
9.1.1. Wirtschaft und Arbeit
9.1.2. Integration
9.1.3. Quartiersentwicklung
9.2. Entwicklungspfade der Quartiersentwicklung
9.2.1. Migrantenökonomie als Faktor der Gentrifizierung?
9.2.2. Migrantenökonomie als Beitrag zur Marginalisierung?
9.3. Gegenüberstellung und Ergebnisse
10. DIE ENTWICKLUNG VON MIGRANTENÖKONOMIE IM QUARTIER
10.1. Die diametrale Wirkung des Quartiers
10.2. Unternehmerisches Denken und Handeln im Quartierskontext
10.3. Entwicklungsstufen der Migrantenökonomie
11. HANDLUNGSANSÄTZE UND –PERSPEKTIVEN
11.1. Qualifizierung von Migrantenbetrieben
11.2. Das Existenzgründerprojekt auf der „Veddel“
11.3. Übertragung des Konzeptes auf das Reiherstiegviertel
12. ERKENNTNISSE, REFLEXIONEN UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis zwischen der Entwicklung von städtischen Quartieren und der dort lokal eingebetteten Migrantenökonomie. Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit migrantische Betriebe als Akteure in Gentrifizierungs- oder Marginalisierungsprozessen agieren und wie sich das spezifische Quartiersmilieu sowie externe wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf das unternehmerische Denken und Handeln dieser migrantischen Unternehmer auswirken.
Methodisches Vorgehen
Um die Wechselwirkung von migrantischen Stadtteil- und Quartiersbetrieben und der Quartiersentwicklung zu analysieren, wurde der Stand der wissenschaftlichen Forschung zu den Themen „Migrantenökonomie“ und „Stadtteil- und Quartiersbetriebe“ über eine Literatur- und Internetrecherche in Kenntnis gebracht. Aus der bestehenden wissenschaftlichen Diskussion wurden sowohl für die Stadtteil- und Quartiersbetriebe als auch für die Migrantenökonomien Funktionen und Potenziale für die Quartiersentwicklung abgeleitet. Die Funktionen und Potenziale wurden anhand der empirischen Untersuchung hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Entfaltung untersucht.
Das gleiche Vorgehen wurde zum Thema „Quartiersentwicklung“ gewählt. Es konnte herausgestellt werden, dass die beiden aktuellen und diametralen Prozesse, welche die heutige Quartiersentwicklung bestimmen, die Gentrifizierung und Marginalisierung darstellen. Anhand dieser Erkenntnis wurden zwei Untersuchungsräume ausgewählt, die einerseits einem Gentrifizierungs- und andererseits einem Marginalisierungsprozess unterworfen sind.
In der empirischen Untersuchung wurde zu beiden Quartieren eine Sekundäranalyse qualitativer und quantitativer Daten sowie eine Expertenbefragung vorgenommen, um die bauliche, soziale und ökonomische Entwicklung des Quartiers sowie die Entstehung und Verbreitung der Migrantenökonomie vor Ort analysieren zu können. Um einen Einblick in das unternehmerische Denken und Handeln der Migranten zu erhalten, wurden Unternehmensbefragungen in beiden Untersuchungsgebieten durchgeführt und zur Analyse der heutigen Qualität und Verbreitung der Migrantenökonomie in den Untersuchungsräumen wurde eine qualitative und quantitative Kartierung vorgenommen. Mittels dieser Vorgehensweise können die aus der Theorie abgeleiteten Funktionen und Potenziale überprüft und so die Bedeutung der Migrationsökonomie für die Quartiersentwicklung herausgestellt sowie Aussagen über die Entwicklung von Migrantenökonomie im Quartier getroffen werden.
EINFÜHRUNG: Einordnung des Forschungsgegenstands, Darstellung des methodischen Vorgehens und Aufbau der Untersuchung.
1. MIGRANTENÖKONOMIE ZWISCHEN NISCHE UND MARKT: Diskussion des aktuellen Forschungsstands, Definition der Begrifflichkeiten und Vorstellung der gängigen Entstehungstheorien.
2. QUARTIERSENTWICKLUNG: Theoretische Grundlagen zur Quartiersentwicklung, insbesondere im Kontext von Segregations-, Gentrifizierungs- und Marginalisierungsprozessen.
3. STADTTEIL- UND QUARTIERSBETRIEBE: Analyse der städtischen Teilökonomie und deren Bedeutung für die Entwicklung städtischer Quartiere.
4. MIGRANTENÖKONOMIEN ALS STADTTEIL- UND QUARTIERSBETRIEBE: Untersuchung der spezifischen Merkmale der Migrantenökonomie wie Ethnizität und Informalisierung sowie deren Potenziale.
5. RESÜMEE: Synthese der theoretischen Erkenntnisse als Vorbereitung für den empirischen Teil.
6. EINFÜHRUNG IN DIE EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Vorstellung der Auswahlkriterien für die Untersuchungsräume und Aufbau der empirischen Analyse.
7. SCHANZENVIERTEL – MIGRANTENÖKONOMIE IM PROZESS DER GENTRIFIZIERUNG: Detaillierte Fallstudie zur Entwicklung des Schanzenviertels und der Rolle der Migrantenökonomie darin.
8. REIHERSTIEGVIERTEL – MIGRANTENÖKONOMIE IM PROZESS DER MARGINSALISIERUNG: Fallstudie zur Entwicklung des Reiherstiegviertels im Kontrast zum Schanzenviertel.
9. QUARTIERSENTWICKLUNG MIT MIGRANTENÖKONOMIE: Synthese und Gegenüberstellung der gewonnenen Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Quartiersentwicklung und Migrantenökonomie.
10. DIE ENTWICKLUNG VON MIGRANTENÖKONOMIE IM QUARTIER: Analyse der diametralen Wirkungen des Quartiers auf die Entwicklungsperspektiven von Unternehmen.
11. HANDLUNGSANSÄTZE UND –PERSPEKTIVEN: Erörterung praktischer Strategien zur Qualifizierung und Ansiedlung von Betrieben.
12. ERKENNTNISSE, REFLEXIONEN UND AUSBLICK: Zusammenfassende Schlussfolgerungen und Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Stadtentwicklung.
Migrantenökonomie, Quartiersentwicklung, Gentrifizierung, Marginalisierung, Stadtteilbetriebe, Soziale Segregation, Lokale Ökonomie, Migrantenmilieus, Existenzgründung, Stadtplanung, Unternehmensbefragung, Ethnische Ökonomie, Hamburg, Schanzenviertel, Reiherstiegviertel.
Die Arbeit untersucht das wechselseitige Verhältnis zwischen der Entwicklung städtischer Quartiere und der dort ansässigen Migrantenökonomie, insbesondere unter dem Einfluss von Gentrifizierungs- und Marginalisierungsprozessen.
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung und Entwicklung von Migrantenökonomien, die Prozesse der Quartiersentwicklung, das Konzept der lokalen Ökonomie sowie die soziale Integration von Migranten durch unternehmerisches Handeln.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie sich die baulichen, sozialen und ökonomischen Strukturen verschiedener Quartiere auf die Migrantenökonomie auswirken und inwieweit diese wiederum zur Quartiersentwicklung beitragen.
Die Autorin kombiniert theoretische Analysen (Literatur- und Internetrecherche) mit einer empirischen Untersuchung, bestehend aus Experteninterviews, einer Unternehmensbefragung und einer qualitativen wie quantitativen Kartierung der Gewerbestruktur.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen, eine empirische Analyse zweier Hamburger Stadtquartiere (Schanzenviertel und Reiherstiegviertel) sowie eine abschließende Expertise zu Handlungsperspektiven der Stadtentwicklung.
Die wichtigsten Begriffe sind Migrantenökonomie, Quartiersentwicklung, Gentrifizierung, Marginalisierung, lokale Ökonomie und Segregation.
Das Schanzenviertel dient als Beispiel für ein innenstadtnahes, gründerzeitliches Quartier, das durch einen ausgeprägten Gentrifizierungsprozess gekennzeichnet ist.
Die Veddel dient als Fallbeispiel für ein Existenzgründerprojekt, das unter Beteiligung von Wohnungsbaugesellschaften und Stadtteilmanagements gezielt versucht hat, Versorgungsdefizite durch eine gesteuerte Ansiedlung von Betrieben abzumildern.
Sie identifiziert Migrantenbetriebe als wichtige Akteure für die Nahversorgung, betont aber, dass sie oft in prekären Arbeitsverhältnissen operieren und durch die räumliche Isolation in „Armutsökonomien“ oder „ethnischen Nischen“ gefangen bleiben können.
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