Bachelorarbeit, 2006
43 Seiten, Note: 1,7
1.Einleitung
1.1.Ziele und Vorgehen der Arbeit
1.2.Das Problem
1.3.Arbeitshypothese
2.Basiselemente und Grundstruktur von ITIL
2.1.Kurzer Überblick und kleine Einführung in ITIL
a)Service Delivery
b)Service Support
c)CMDB (Configuration-Management-Database)
2.2.Theoretische Grundlagen und wichtige Begriffe
a)Was ist ein Prozess?
b)Was sind Key Performance Indicators (KPIs)?
c)Was ist ein Service?
d)Was sind Rollen?
e)Was sind „Best practices“?
2.3.Vor- und Nachteile von ITIL
3.ITIL: ICT Infrastructure Management (ICTIM)
3.1.Ziel und Definition von ICTIM
3.2.Outsourcing oder Insourcing?
3.3.ICT-Design and Planning Process
3.4.ICT-Deployment Process
3.5.ICT-Operations Process
3.6.ICT-Technical Support Process
3.7.Operative Funktionen
3.8.Integration Layer
3.9.Beispielszenario
3.10.ITIL / ICTIM: Die Lösung für KMUs?
4.ITIL: Availability Management
4.1.Grundlagen der Hochverfügbarkeit
a)Verfügbarkeit und Hochverfügbarkeit
b)Fehlertoleranz und Vermeidung von SPOFs
c)Redundante Komponenten
4.2.Availability Management Process
4.3.Berechnung der Verfügbarkeit (mit MTBF und MTTR)
4.4.Sinnvolles Verhältnis zwischen Verfügbarkeit und TCO für KMUs
4.5.Verfügbarkeitssteigernde Maßnahmen für KMUs
4.6.Failover für KMUs am Beispiel: Heartbeat und DRBD
4.7.Monitoring für KMUs am Beispiel: Nagios
5.Ausblick: Virtualisierte Server-Infrastruktur
6.Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) trotz begrenzter Budgets eine stabile und ausfallsichere IT-Server-Infrastruktur realisieren können, indem sie bewährte ITIL-Prozesse und wirtschaftlich sinnvolle Verfügbarkeitsmaßnahmen implementieren.
3.9. Beispielszenario
Am besten verdeutlichen sich die Zusammenhänge zwischen IT-Service-Management und ICT-Infrastructure-Management anhand eines kleinen Beispielszenarios, indem es um die Erkennung und Behebung einer Störung geht.
Die Störung eines Systems, z.B. der Ausfall eines Systemdienstes, wird vom Monitoring durch einen Agenten (z.B. Nagios) erkannt und eine Nachricht (Event) über den Event-Manager an das Incident-Management weitergeleitet. Dort erscheint die Störung als Incident-Eintrag in der Service-Desk-Software. Der Bearbeiter stellt nun fest, dass die Störung bereits mehrfach aufgetreten ist und gibt den Incident als Problem weiter an das Problem-Management. Dieses recherchiert zur Diagnose im Management-Data-Warehouse und in der CMDB über das betroffene System. Um das Problem nachhaltig zu lösen entscheidet das Problem-Management einen Change-Request auf allen Systemen gleichen Typs vorzunehmen. In diesem Fall geht es darum, einen Patch für das Betriebssystem einzuspielen.
Das Change-Management prüft die Änderung auf ihre Machbarkeit hin. Aus den Daten der CMDB lässt sich feststellen, dass bereits einige Systeme mit dem Patch versorgt wurden. Zudem wird erkannt, dass es auf einem System eine Unverträglichkeit einer Anwendung mit dem geplanten Patch gibt, dieses System aber bislang nicht von dem Problem betroffen war. Der Change wird nun nur für die restlichen kompatiblen Systeme durch einen Eintrag der geplanten Änderung in der CMDB veranlasst. Nachdem das Deployment die Änderung vorgenommen hat, wird die neue Systemkonfiguration vom Discovery gescannt und in der CMDB abgespeichert. Das Configuration-Management verifiziert den Soll- und Ist-Stand und meldet dem Change-Management den Vollzug der Änderung. Der Change wird geschlossen und damit kann auch der Incident geschlossen werden. Die Störung bzw. das Problem ist damit behoben.
1.Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage dar, wie KMUs mit ITIL eine kostengünstige und stabile Server-Infrastruktur aufbauen können, und umreißt die methodische Vorgehensweise.
2.Basiselemente und Grundstruktur von ITIL: Dieses Kapitel führt in die ITIL-Grundlagen, wichtige Fachbegriffe, den Aufbau von Prozessen und die Vor- sowie Nachteile der ITIL-Methodik ein.
3.ITIL: ICT Infrastructure Management (ICTIM): Hier werden die Prozesse zur Planung, Bereitstellung und Unterstützung der IT-Infrastruktur sowie das Zusammenspiel zwischen administrativen und operativen Funktionen detailliert erläutert.
4.ITIL: Availability Management: Dieses Kapitel fokussiert auf Strategien zur Hochverfügbarkeit, die Berechnung von Ausfallkosten und konkrete technische Implementierungen wie Failover-Lösungen und Monitoring.
5.Ausblick: Virtualisierte Server-Infrastruktur: Ein Ausblick auf den Trend der Virtualisierung und Server-Konsolidierung zur Effizienzsteigerung.
6.Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ITIL und gezielte Verfügbarkeitsmaßnahmen auch KMUs signifikante Kostenvorteile und eine höhere Stabilität ermöglichen.
ITIL, ICTIM, Availability Management, KMU, Server-Infrastruktur, Hochverfügbarkeit, Prozessmanagement, Redundanz, TCO, CMDB, Virtualisierung, Monitoring, Nagios, IT-Service-Management, Ausfallzeiten.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Server-Infrastrukturen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) durch den Einsatz standardisierter ITIL-Prozesse und technischer Verfügbarkeitsmaßnahmen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem IT-Service-Management (ITSM), der Konzeption einer stabilen Infrastruktur, Verfügbarkeitsmanagement sowie der Kosten-Nutzen-Abwägung.
Ziel ist es, KMUs einen Leitfaden zu bieten, um trotz begrenzter Budgets eine möglichst ausfallsichere und effiziente IT-Umgebung zu schaffen.
Es erfolgt eine theoretische Analyse und Einführung in ITIL, kombiniert mit einer Kosten-Nutzen-Analyse und der Vorstellung technischer Umsetzungsbeispiele.
Der Hauptteil analysiert ITIL-Module wie das ICT Infrastructure Management und Availability Management sowie praktische Maßnahmen zur Redundanz und Systemüberwachung.
Zentrale Begriffe sind ITIL, Verfügbarkeit, KMU, Infrastruktur, Redundanz, TCO und Virtualisierung.
Der Autor nutzt die Kennzahlen MTBF und MTTR sowie eine Break-Even-Analyse, um zu bestimmen, welcher Grad an Verfügbarkeit für ein KMU wirtschaftlich sinnvoll ist.
Die CMDB dient als zentrale Datenbank für Konfigurationsdaten, die essenziell für die Zusammenarbeit von Change-, Configuration- und Release-Management sowie für eine schnelle Ursachenanalyse bei Störungen ist.
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