Examensarbeit, 2006
117 Seiten, Note: 1,3
Vorwort
I. Theorie
1. Entdeckungszusammenhang
1.1 Motto: Die Welt zu Gast bei Freunden
1.2 Erwartungen an die WM
1.2.1 Wirtschaftliche Faktoren
1.2.2 Gesellschaftspolitische Faktoren
1.3 Forschungsinteresse
2. Begründungszusammenhang
2.1 Theorien zur Entstehung von Gewalt
2.1.1 Der trieb- bzw. instinkttheoretische Ansatz
2.1.2 Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
2.1.3 Der lerntheoretische Ansatz
2.2 Abgrenzung anlassbezogenen Gewaltformen
2.3 Hooliganismus
2.3.1 Soziale Faktoren
2.3.2 Persönliche Faktoren
2.3.3 Situative Faktoren
2.3.4 Einordnung, Organisation
2.3.5 Einschätzungen des Konfliktpotenzials bezüglich der WM 2006
2.4 Sicherheitsaspekte
3. Untersuchungszusammenhang
3.1 Die Funktion der Presse in der Gesellschaft
3.2 Nutzung und Verbreitung von Zeitungen
3.3 Zum Stand der Medienwirkungsforschung
3.3.1 Effekte von Gewaltdarstellungen in den Printmedien
3.3.2 Möglichkeiten der Darstellung
3.3.2.1 Fotos
3.4 Auswahl des Untersuchungsmaterials
3.4.1 Frankfurter Allgemeine Zeitung
3.4.2 Süddeutsche Zeitung
3.4.3 Bildzeitung
3.4.4 Westfälische Nachrichten
3.5 Hypothesenbildung
II. Empirie
4. Methodik
4.1 Theorie der quantitativen Analyse
4.2 Theorie der qualitativen Analyse
4.3 Operationalisierung und Indikatoren
5. Die quantitative Analyse
5.1 Quantitative Analyse – FAZ
5.2 Quantitative Analyse – SZ
5.3 Quantitative Analyse – Bildzeitung
5.4 Quantitative Analyse – WN
6. Die qualitative Analyse
6.1 Qualitative Analyse – FAZ
6.2 Qualitative Analyse – SZ
6.3 Qualitative Analyse – Bildzeitung
6.4 Qualitative Analyse – WN
6.5 Ergebnis
6.5.1 Verifizierung/Falsifizierung der Hypothesen
6.5.2 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über anlassbezogene Gewalt und Sicherheitsaspekte während der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie vier ausgewählte deutsche Printmedien diese Thematiken aufbereiten, bewerten und in einen Kontext setzen, um Rückschlüsse auf deren Einfluss auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit zu ziehen.
2.1 Theorien zur Entstehung von Gewalt
Der Drang zur Aggression scheint, betrachtet man die Menschheitsgeschichte, der menschlichen Natur inhärent zu sein. Aggression und Gewalt begleiten uns seit je her. Waren früher Gewaltausbrüche normal und als legitimes Mittel zur Erreichung von Zielen akzeptiert, sind sie heute in ihrem Vorkommen außerhalb der monopolistischen Kontrolle der Nationalstaaten geächtet und erschrecken uns in ihrer Gestalt archaisch anmutender Rückfälle in längst vergangene Zeiten.
Warum werden Menschen gewalttätig? Die moderne Wissenschaft unternimmt seit langem Anstrengungen zur Beantwortung dieser Frage in Form von verschiedenen Forschungsprojekten und Studien. Eine Fülle von Aggressionstheorien ist auf dem „wissenschaftlichen Markt“, PILZ gibt schon 1976 einen Überblick, auf den sich zumindest im deutschsprachigen Raum viele Veröffentlichungen zu diesem Thema beziehen. Er unterscheidet bei Aggressionstheorien zwischen
a) dem trieb- bzw. instinkttheoretischen Ansatz
b) der Frustrations-Aggressions-Hypothese und
c) dem lerntheoretischen Ansatz
Im Folgenden sollen diese Modelle kurz vorstellt werden.
1. Entdeckungszusammenhang: Dieses Kapitel erläutert die enorme Bedeutung der WM als globales Ereignis und begründet den Anlass der Studie durch die Notwendigkeit, mediale Berichterstattung über Gewalt zu untersuchen.
2. Begründungszusammenhang: Hier werden theoretische Modelle der Aggressionsforschung sowie Sicherheitskonzepte und Hooliganismus-Definitionen vorgestellt, die das Fundament für die anschließende empirische Untersuchung bilden.
3. Untersuchungszusammenhang: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle der Presse in der Gesellschaft, führt in die Medienwirkungsforschung ein und stellt die Auswahl der untersuchten Printmedien (FAZ, SZ, Bildzeitung, WN) dar.
4. Methodik: Es werden die quantitativen und qualitativen Ansätze der Inhaltsanalyse erläutert, auf denen die empirische Untersuchung der Artikel beruht.
5. Die quantitative Analyse: In diesem Kapitel werden die gesammelten Artikel nach Häufigkeit, Textsorten und Gewichtung ausgewertet, wobei der Fokus auf der standardisierten Quantifizierung liegt.
6. Die qualitative Analyse: Der abschließende Teil untersucht die linguistischen Aspekte und inhaltlichen Färbungen der Berichterstattung, verifiziert die aufgestellten Hypothesen und fasst die Ergebnisse zusammen.
Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Gewalt, Sicherheit, Hooliganismus, Inhaltsanalyse, Medienwirkung, Printmedien, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Bildzeitung, Westfälische Nachrichten, Sicherheitskonzept, Presseberichterstattung, Aggressionsforschung, Empirische Studie
Die Hausarbeit analysiert die Darstellung von Gewalt und Sicherheitsaspekten während der FIFA-WM 2006 durch vier verschiedene deutsche Printmedien.
Die zentralen Felder sind die Rolle des Hooliganismus, Sicherheitsmaßnahmen der Polizei, die Funktion der Presse bei Großereignissen sowie die Theorie der Gewaltentstehung.
Das Ziel ist die Erforschung, inwieweit die Medien Gewalt und Sicherheitsfragen während der WM in Deutschland artikulieren und ob sich Unterschiede in der Berichterstattung zwischen Boulevard- und Qualitätszeitungen zeigen.
Es wird eine kombinierte Methode der quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse angewandt, um sowohl statistische Verteilungen als auch sprachliche Nuancen zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Aggressionsforschung, eine Untersuchung des Medienumfelds und eine detaillierte empirische Auswertung der Artikel der FAZ, SZ, Bildzeitung und WN.
Die Arbeit lässt sich primär über die Schlagworte Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Gewalt, Sicherheit, Medienwirkung und Inhaltsanalyse definieren.
Die Bildzeitung agiert reißerischer und setzt auf plakative Bilder sowie Einzelbeispiele, während die FAZ eine eher nüchterne, zurückhaltende und analytische Berichterstattung pflegt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Medien durch eine zurückhaltende Berichterstattung zur stabilisierenden Wirkung des gesellschaftlichen Suprasystems beigetragen haben und die WM insgesamt als Erfolg unter Sicherheitsaspekten verbuchen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

