Diplomarbeit, 2006
95 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 ALLGEMEINE HINLEITUNG ZUM THEMA
1.2 PROBLEMSTELLUNG
1.3 ZIEL DER ARBEIT
1.4 AUFBAU DER ARBEIT
2. Das Familienunternehmen als KMU
2.1 KLEIN- UND MITTELBETRIEBE
2.1.1 Quantitative Merkmale
2.1.2 Qualitative Merkmale
2.2 FAMILIENUNTERNEHMEN
2.2.1 Wechselwirkung der Familie
2.2.2 Berücksichtigung der Personenbezogenheit bei Familienbetrieben
2.2.4 Personalkosten
2.3 UNTERNEHMENSNACHFOLGE
2.3.1 Familieninterne und -externe Nachfolge
2.3.2 Barverkauf
2.3.3 Management Buy-Out
2.3.4 Management Buy-In
3. Grundlagen der Unternehmensbewertung
3.1 EINLEITUNG
3.2 ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSBEWERTUNG
3.3 BEWERTUNGSZWECK
3.4 BEWERTUNGSVERFAHREN
3.4.1 Allgemein
3.4.2 Einzelbewertungsmethoden
3.4.2.1 Substanzwertmethode
3.4.2.2 Liquidationswertverfahren
3.4.3 Gesamtbewertungsmethoden
3.4.3.1 Ertragswertmethode
3.4.3.2 Discounted Cash-Flow Verfahren
3.4.3.2.1 Bruttoverfahren („Entity-Approach“)
3.4.3.2.2 Nettoverfahren („Equity-Approach“)
3.4.3.2.3 Konzept der angepassten Barwerte (Adjusted Present Value)
3.4.4 Mischverfahren
3.4.4.1 Mittelwertverfahren
3.4.4.2 Übergewinnverfahren
3.4.4.3 Stuttgarter Verfahren
3.4.5 Heuristische Bewertungsmethoden
3.4.5.1 Vergleichverfahren
3.4.5.2 Comparative Company Approach
3.4.5.3 Multiplikatormethode
3.4.6 Kritische Würdigung der Bewertungsmethoden
4. Earn-Out Methode
4.1 EINFÜHRUNG
4.2 GRUNDIDEE
4.3 MODELLANALYSE
4.4 WERTERMITTLUNGEN
4.4.1 Basispreis
4.4.2 Zusatzpreis
4.4.3 Zahlungsmethoden
4.4.3.1 Ausgangslage des Beispiels
4.4.3.2 Beurteilung des Beispiels
4.5 VORTEILE UND PROBLEME DER EARN-OUT METHODE
5. Erfolgspotenzialanalyse
5.1 EINFÜHRUNG
5.2 OPERATIVE UNTERNEHMENSANALYSE
5.2.1 Vergangenheitsanalyse
5.2.2 Due-Diligence
5.3 STRATEGISCHE UNTERNEHMENSANALYSE
5.3.1 Analysetechniken
5.3.1.1 SWOT-Analyse
5.3.1.2 Portfolioanalyse
5.3.2 Umweltanalyse
5.3.3 Branchenanalyse
5.3.4 Unternehmensanalyse
5.3.4.1 Analyse der Beschaffung
5.3.4.2 Analyse der Produktion
5.3.4.3 Analyse der Verkaufsorganisation, Kundenstruktur und Werbung
5.3.4.4 Analyse der Forschung und Entwicklung
5.3.4.5 Analyse der Finanzlage
5.3.4.6 Analyse des Personals
6. Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Eignung moderner Unternehmensbewertungsmodelle, insbesondere des Discounted Cash-Flow Verfahrens, für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Familienbetriebe. Ziel ist es, die Problematik dieser Verfahren bei der Übergabe aufzuzeigen und die Earn-Out Methode als praktikable, risiko-minimierende Alternative für eine faire Preisfindung und gelungene Unternehmensnachfolge zu etablieren.
4.4.2 Zusatzpreis
Der Zusatzpreis als variabler Teil der Berechnung nach der Earn-Out Methode, ergibt sich letztlich aus den in der Zukunft erzielten Erfolgen. Der Zusatzpreis entschädigt den Verkäufer für den von ihm geschaffenen Goodwill des Unternehmens, der im Basispreis nicht oder nur teilweise berücksichtigt ist. Denn zieht man den Ertragswert als Grundlage für die Bestimmung der Höhe des Basispreises heran, so ist der Goodwill bereits zum Teil abgegolten. Der Zusatzpreis entspricht in diesem Fall einer Korrektur an Hand tatsächlich eingetretenen Entwicklungen. Die genaue Definition der Messgröße und die Dauer der Earn-Out Zahlungen sind bei der Verhandlung genau zu bestimmen, um zukünftige Differenzen auszuschalten. Die typische Dauer einer Earn-Out Zahlung liegt zwischen zwei und sieben Jahren.
Gemäß untenstehenden Formeln kann man die Höhe des Zusatzpreises bestimmen:
Pv = Σ EOZ
Pv = Zusatzpreis
EOZ = Earn-Out Zahlungen
Die Earn-Out Zahlungen können als eine Funktion von der prozentualen Maßgröße und der Anzahl Jahre dar, während welcher die Leistungen erfolgen:
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Familienunternehmen, benennt das Problem bei der Unternehmensnachfolge aufgrund fehlender Marktpreise und definiert das Ziel der Arbeit, die Earn-Out Methode als Alternative zu präsentieren.
2. Das Familienunternehmen als KMU: Es werden die quantitativen und qualitativen Merkmale von KMU definiert sowie die Besonderheiten von Familienunternehmen, deren Spannungsfelder bei der Nachfolge und die verschiedenen Nachfolgevarianten erörtert.
3. Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen und modernen Ansätze der Unternehmensbewertung, inklusive der verschiedenen Bewertungsverfahren, wobei die kritische Würdigung insbesondere auf die Schwächen des DCF-Verfahrens bei KMU eingeht.
4. Earn-Out Methode: Hier wird die Earn-Out Methode als Alternative vorgestellt, ihre Grundidee und Modellanalyse erläutert, die Wertermittlung (Basispreis, Zusatzpreis) beschrieben sowie deren Vor- und Nachteile kritisch diskutiert.
5. Erfolgspotenzialanalyse: Das Kapitel widmet sich den notwendigen operativen und strategischen Analysen (inkl. Due-Diligence), die für eine fundierte Unternehmensbewertung und erfolgreiche Preisfindung unerlässlich sind.
6. Resümee und Ausblick: Es wird resümiert, dass Standard-Bewertungsmethoden für KMU oft ungeeignet sind und die Earn-Out Methode aufgrund ihrer Risikoteilungs- und Finanzierungsfunktion eine wertvolle Lösung für Unternehmensübergaben darstellt.
Unternehmensbewertung, Familienunternehmen, KMU, Unternehmensnachfolge, Earn-Out Methode, Discounted Cash-Flow, Preisfindung, Goodwill, Due-Diligence, Erfolgspotenzialanalyse, Risikomanagement, Betriebswirtschaft, Übergabeprozess, Strategische Unternehmensanalyse, Bewertungsmethoden.
Die Arbeit befasst sich mit der Bewertung von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) sowie Familienunternehmen im Rahmen einer Unternehmensübergabe, um eine faire Preisfindung zu ermöglichen.
Zentrale Themen sind die Unternehmensnachfolge, die Grenzen gängiger Bewertungsverfahren wie des DCF-Ansatzes bei nicht börsennotierten Betrieben und die Anwendung der Earn-Out Methode zur Risikominimierung.
Das Ziel ist es kritisch aufzuzeigen, warum moderne Bewertungsmodelle wie das DCF-Verfahren für KMU nur bedingt geeignet sind, und die Earn-Out Methode als passende Alternative zur Bewertung und Preisgestaltung zu erläutern.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse sowie die kritische Prüfung bestehender betriebswirtschaftlicher Bewertungsmodelle und deren Anwendbarkeit in der Praxis bei KMU.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen der Unternehmensbewertung, eine detaillierte Erläuterung der Earn-Out Methode mit Beispielrechnungen sowie eine umfassende Erfolgspotenzialanalyse (inkl. Due-Diligence).
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Familienunternehmen, KMU, Unternehmensnachfolge, Earn-Out Methode, DCF-Verfahren und Erfolgspotenzialanalyse.
Der Autor argumentiert, dass das DCF-Verfahren für börsennotierte Unternehmen aus dem angelsächsischen Raum konzipiert wurde und die starke Personenabhängigkeit sowie die oft unvollständige Informationslage bei KMU nicht ausreichend berücksichtigt.
Sie ermöglicht eine Risikoteilung, da der Kaufpreis ex-post an den tatsächlichen Erfolg gekoppelt ist, und unterstützt gleichzeitig die sukzessive Integration des Nachfolgers während der Senior noch im Betrieb verbleibt.
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