Doktorarbeit / Dissertation, 2006
298 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Zielsetzungen der Untersuchung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen der Untersuchung
2.1 Bestandsaufnahme
2.1.1 Ausgewählte Literatur zur Arbeitszufriedenheit
2.1.1.1 Zum Begriff der Arbeitszufriedenheit
2.1.2 Ausgewählte Literatur zur Arbeitsemotionen
2.1.2.1 Emotionen und ihre Komponenten
2.1.2.2 Beziehungen der Arbeitsemotionen zur Arbeitszufriedenheit
2.1.2.3 Mögliche Funktionen von Arbeitsemotionen
2.1.2.4 Ausgewählte theoretische Emotions-Ansätze
2.1.2.5 Umgang mit Emotionen in der Arbeit
2.1.2.6 Emotionale Kompetenz und Intelligenz
2.1.3 Arbeitsfreude: Tätigkeitsbezogene Begeisterung
2.1.3.1 Lust und Freude
2.1.3.2 Lust und Freude bei der Arbeit
2.1.4 Ausgewählte Literatur zu ganzheitlichen Managementsystemen
2.1.5 Ausgewählte Literatur zu den Auswirkungen der Arbeitszufriedenheit
3 Theoretische Bezugspunkte der Untersuchung
3.1 Verhaltenswissenschaftliche Ansätze
3.1.1 Humanistisch orientierte Ansätze
3.1.2 Kognitiv orientierte Ansätze
3.1.3 Ansätze zur intrinsischen Motivation
3.1.4 Extrinsische und intrinsische Motivation
3.2 Integration der verhaltenswissenschaftlichen Ansätze zur Herausbildung eines eigenen theoretischen Untersuchungsrahmens
3.3 Einbettung der verhaltenswissenschaftlichen Ansätze in ganzheitliche Managementsysteme
4 Entwicklung des Untersuchungsmodells
4.1 Entwicklung von Strukturierungskriterien im EFQM-Modell
4.2 Bewertungsansatz und Vorgehen in der Untersuchung
4.3 Bewertung des Modells der EFQM
5 Empirische Untersuchung
5.1 Grundlagen der empirischen Untersuchung
5.2 Zum konkreten Vorgehen im qualitativ empirischen Forschungsprozess
5.3 Datenerhebung und Datengrundlage
5.3.1 Technische Umsetzung
5.3.2 Determinanten der Arbeitszufriedenheit
5.3.3 Zur Motivation in ganzheitlichen Managementsystemen
5.4 Spiegelung der Untersuchungsergebnisse an einem umfassenden theoretischen Modell
5.5 Spiegelung motivationstheoretischer Anforderungen an der betrieblichen Praxis
5.6 Probleme und Grenzen der Untersuchung
5.7 Diskussion
6 Zusammenfassende Bewertung der Arbeit
6.1 Implikationen für die Unternehmenspraxis
6.2 Nachbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Entstehung von Arbeitszufriedenheit und deren Stellenwert innerhalb ganzheitlicher Managementsysteme theoretisch zu fundieren und empirisch zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Arbeitszufriedenheit in Organisationen entsteht, die nach Modellen wie dem EFQM-Modell für Excellence agieren, und inwieweit diese Ansätze tatsächlich die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen.
Integration der verhaltenswissenschaftlichen Ansätze zur Herausbildung eines eigenen theoretischen Untersuchungsrahmens
Borg (2001) fasst die unterschiedlichen theoretischen Ansätze in seinem Leistungs-Zufriedenheitsmotor zusammen, wie Abbildung 13 auf der nächsten Seite verdeutlicht. Darüber hinaus unterscheidet er verschiedene Formen der Zufriedenheit, nämlich Ergebniszufriedenheit, Systemzufriedenheit und klimatische Zufriedenheit.
Die hohe Ähnlichkeit der Begriffe zu den Kategorien des EFQM-Modells lässt sich dadurch erklären, dass die Bewerbungen sich eng, teilweise wörtlich, an die Vorgaben des Modells halten. Daher ist es um so interessanter, die tatsächlich zugehörigen Codes zu den einzelnen Kategorien zu analysieren, um so Bruchstellen aufzeigen zu können.
Bei einer Verdichtung und weiteren Zuordnung der Codenotes bildeten sich Schlüsselworte innerhalb der Kategorien, wie im Anhang B, Seite 222, dargestellt. Die Bildung von Schlüsselworten sollte in erster Linie den Codierern helfen, Textpassagen schnell zuordnen zu können und relevante Codes schneller zu erfassen. Sie könnten auch als Subkategorien gefasst werden, auf Grund der hohen Deckungsgleichheit mit den Kategorien wurde hierauf jedoch verzichtet.
Bezüglich des Forschungsgegenstandes „Arbeitszufriedenheit in ganzheitlichen Managementsystemen“ wurde für die Erstellung des Codierleitfadens eine Bewerbung um den Ludwig-Erhard-Preis (der dem Modell der EFQM für Excellence entspricht) aus dem Jahr 1999 herangezogen. Für den Codierungsprozess wurden Bewerbungen um den European Quality Award aus dem Jahr 2003 sowie eine aus dem Jahr 2004 ausgewählt. Die Bewerbungsdokumente sind im Durchschnitt 80 Seiten lang, wobei für die Beschreibung der Erfüllung der einzelnen Kriterien durchschnittlich 5 bis 7 Seiten verwandt werden. Die Mitarbeiterorientierung fällt durchschnittlich (mit 5 Seiten) kürzer aus als die Beschreibung der mitarbeiterorientierten Ergebnisse (durchschnittlich 8 bis 10 Seiten). Die Kriterien Mitarbeiterorientierung und Mitarbeiterzufriedenheit haben damit einen Anteil von durchschnittlich 18,75 Prozent an der Gesamtbewerbung, was ungefähr auch der Gewichtung im Modell entspricht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung und definiert die Forschungsziele im Kontext der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.
2 Grundlagen der Untersuchung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zur Arbeitszufriedenheit sowie zu Arbeitsemotionen und ganzheitlichen Managementsystemen kritisch aufgearbeitet.
3 Theoretische Bezugspunkte der Untersuchung: Dieses Kapitel verknüpft verschiedene verhaltenswissenschaftliche Motivationstheorien, um eine Basis für den theoretischen Untersuchungsrahmen zu schaffen.
4 Entwicklung des Untersuchungsmodells: Der Fokus liegt auf der Operationalisierung der theoretischen Erkenntnisse in Kriterien für das EFQM-Modell.
5 Empirische Untersuchung: Dieser Hauptteil beschreibt die qualitative Inhaltsanalyse von Unternehmensbewerbungen und reflektiert die Ergebnisse am theoretischen Modell.
6 Zusammenfassende Bewertung der Arbeit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert Bruchstellen zwischen Theorie und Praxis und gibt einen Ausblick.
Arbeitszufriedenheit, ganzheitliche Managementsysteme, EFQM-Modell, Mitarbeiterorientierung, Motivation, Arbeitsemotionen, Organisationskultur, Qualitätsmanagement, Leistungs-Zufriedenheitsmotor, Prozessorientierung, Mitarbeiterzufriedenheit, Humanistische Managementansätze, Qualitative Inhaltsanalyse
Die Arbeit untersucht die Entstehung und den Stellenwert von Arbeitszufriedenheit innerhalb von Unternehmen, die ganzheitliche Managementsysteme, wie das EFQM-Modell, implementiert haben.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen von Arbeitsmotivation und -zufriedenheit, die Rolle von Emotionen in der Arbeitswelt sowie die Wirksamkeit von Managementkonzepten bei der Förderung einer zufriedenen und leistungsfähigen Belegschaft.
Das Hauptziel ist die theoretische Fundierung und empirische Überprüfung der Frage, wie Arbeitszufriedenheit in modernen Managementmodellen entsteht und welche Faktoren dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Die Untersuchung nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach der Grounded Theory, um Bewerbungsdaten von Organisationen um den European Quality Award auszuwerten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung eines Untersuchungsmodells, der Durchführung der empirischen Erhebung, der Spiegelung der Ergebnisse am theoretischen Modell sowie der kritischen Diskussion der betrieblichen Praxis.
Begriffe wie Arbeitszufriedenheit, ganzheitliche Managementsysteme, EFQM, Mitarbeiterorientierung, Motivation und Qualitätsmanagement stehen im Mittelpunkt der Arbeit.
Das EFQM-Modell dient als strukturelle Basis für die Analyse ganzheitlicher Managementsysteme, wobei untersucht wird, wie gut die Anforderungen an Mitarbeiterorientierung und -zufriedenheit in der Praxis umgesetzt werden.
Die Autorin stellt fest, dass Arbeitszufriedenheit in der betrieblichen Praxis oft als stabiler Zustand dokumentiert wird, jedoch Diskrepanzen zwischen dem theoretischen Anspruch der Managementsysteme und der tatsächlichen Umsetzung bestehen, besonders im Hinblick auf echte Mitarbeiterbeteiligung und Mitbestimmung.
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