Diplomarbeit, 2005
71 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Kulturwirtschaft und Kulturgüter
2.1 Abgrenzung und Definition der Kulturwirtschaft
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung der Kulturwirtschaft
2.3 Eigenschaften von Kulturgütern
2.4 Eigenschaften digitaler Güter
2.5 Rechtliche Grundlagen
2.6 Digital Rights Management (DRM)
3 Vergleichende Analyse ausgewählter Branchen der Kulturwirtschaft
3.1 Methodik
3.2 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Musikindustrie
3.2.1 Veränderungen der Wertschöpfungskette
3.2.2 Veränderungen der Wettbewerbsstruktur
3.2.3 Stand der Digitalisierung und zukünftige Entwicklungen
3.3 Auswirkungen der Digitalisierung auf die Filmindustrie
3.3.1 Veränderungen der Wertschöpfungskette
3.3.2 Veränderungen der Wettbewerbsstruktur
3.3.3 Stand der Digitalisierung und zukünftige Entwicklungen
3.4 Auswirkungen der Digitalisierung auf den Literaturmarkt
3.4.1 Veränderungen der Wertschöpfungskette
3.4.2 Veränderungen der Wettbewerbsstruktur
3.4.3 Stand der Digitalisierung und zukünftige Entwicklung
4 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf die ökonomischen Strukturen der Kulturwirtschaft. Dabei wird analysiert, wie sich Wertschöpfungsketten und Wettbewerbsverhältnisse in den Branchen Musik, Film und Literatur verändern und welche strategischen Konsequenzen sich daraus ergeben.
3.2.1 Veränderungen der Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette der Musikindustrie dient der Überführung von künstlerischen Kompositionen in marktfähige, konsumierbare Produkte. Sie ist durch eine hohe Anzahl an Kettengliedern geprägt. Aus Sicht des Endkunden wird im Normalfall aber nur die erste Stufe der Wertschöpfungskette bewusst wahrgenommen. Für den Konsumenten stellt lediglich der Künstler selbst eine „Marke“ dar und ist somit das einzig vermarktbare Wiedererkennungsmerkmal. Alle anderen Wertschöpfungsstufen sind für den Konsumenten verborgen und daher im Prinzip beliebig austauschbar.
Vereinfacht kann die traditionelle Wertschöpfungskette der Musikindustrie in vier Hauptstufen unterteilt werden. Auf der ersten Stufe der Wertschöpfungskette stehen die Künstler und Komponisten von Musikstücken. In manchen Fällen schreiben Musiker und Bands ihre Musikstücke selbst, in den meisten Fällen werden die Musikstücke aber von Composern für die Künstler geschrieben.
Die Künstler bieten ihre Musikstücke den Labels an, die auf der zweiten Stufe der Wertschöpfungskette stehen. Labels sind Tonträgerfirmen, deren Hauptaufgabe die Selektion von Künstlern und die Suche nach Talenten ist. Das Label gewährt erfolgsversprechenden Künstlern einen Vorschuss zur Finanzierung der Produktion und übernimmt das Marketing für den Künstler. Liegen die Aufnahmen des Künstlers beim Label vor, übernimmt dieses im Normalfall auch die Zusammenstellung verschiedener Titel zu einer CD. Die Labels tragen im Wertschöpfungsprozess der Musikindustrie das Hauptrisiko, da sie als eine Art Venture Capital Gesellschaft vielversprechende Talente vorfinanzieren. Die Tatsache, dass 80% aller veröffentlichten Tonträger aufgrund einer zu geringen Auflage nie in die Gewinnzone kommen, veranschaulicht das hohe Risiko sehr deutlich.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der digitalen Transformation der Kulturwirtschaft ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Kulturwirtschaft und Kulturgüter: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Abgrenzung der Kulturwirtschaft und erläutert die ökonomischen Besonderheiten von Kultur- und digitalen Gütern sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
3 Vergleichende Analyse ausgewählter Branchen der Kulturwirtschaft: In diesem Hauptteil wird mittels der Methoden von Porter eine detaillierte Untersuchung der Musik-, Film- und Buchindustrie hinsichtlich ihrer Wertschöpfungs- und Wettbewerbsstrukturen durchgeführt.
4 Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet die unterschiedlichen Auswirkungen der Digitalisierung auf die untersuchten Teilmärkte.
Kulturwirtschaft, Digitalisierung, Musikindustrie, Filmindustrie, Literaturmarkt, Wertschöpfungskette, Wettbewerbsstruktur, Porter, Internet, E-Books, DRM, Tauschbörsen, Disintermediation, Kulturgüter, Marktmacht.
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen, die die Digitalisierung auf drei zentrale Branchen der Kulturwirtschaft (Musik, Film, Literatur) ausübt.
Im Fokus stehen die Transformation von Wertschöpfungsketten, die Veränderung von Wettbewerbsstrukturen sowie die strategischen Herausforderungen, denen sich Unternehmen in diesen Sektoren gegenübersehen.
Das Ziel ist es, Parallelen und Unterschiede zwischen der Musik-, Film- und Buchbranche in Bezug auf die Digitalisierung aufzuzeigen, um die zukünftige Entwicklung dieser Märkte besser einschätzen zu können.
Die Arbeit basiert primär auf den betriebswirtschaftlichen Konzepten von Michael E. Porter, insbesondere der Wertschöpfungskettenanalyse und der Branchenstrukturanalyse (Five Forces).
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte, die jeweils die Disintermediation, die Veränderungen der Wettbewerbsintensität und den Stand der Digitalisierung für die Musik-, Film- und Literaturbranche detailliert beleuchten.
Die Keywords spiegeln die methodische Ausrichtung (Porter, Wettbewerb), die untersuchten Branchen (Musik, Film, Buch) und die technologischen Treiber (Digitalisierung, Internet, DRM) wider.
Die Musikindustrie war als erste Branche massiv von der Digitalisierung betroffen und hat durch den frühen Zusammenbruch traditioneller Strukturen (File Sharing) und den späteren Lernprozess eine Vorreiterrolle für Film- und Buchwirtschaft eingenommen.
Die Filmindustrie ist aufgrund ihres zweiten Standbeins (Merchandising) und ihrer komplexeren Verwertungsstrategien (Windowing) sowie höherer Produktionskosten weniger stark durch die Disintermediation bedroht als die Musikindustrie.
Der Autor führt dies auf die technologische Überlegenheit von Papier in Bezug auf Nutzungskomfort und Displayqualität sowie auf mangelnde Standards in der E-Book-Hardware zurück.
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