Diplomarbeit, 2005
96 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Beitrittsstaaten: Zwischen Mauerfall und EU-Beitritt
2.1 Der Weg zur EU-Osterweiterung – die „Rückkehr nach Europa“
2.2 Die neuen EU-Staaten – ein kompakter ökonomischer Überblick
3 Geringqualifizierte und der deutsche Arbeitsmarkt
3.1 Die (Problem-)Gruppe der Geringqualifizierten
3.1.1 Die formale Qualifikation als Abgrenzungskriterium
3.1.2 Arbeitsangebot, Arbeitsnachfrage und Beschäftigungssituation
3.2 Arbeitsmarktinstitutionen in Deutschland
3.2.1 Das deutsche Lohnverhandlungssystem
3.2.2 Anspruchslohn und Arbeitslosengeld II
3.3 Zusammenfassung
4 Arbeitsmarkteffekte der Binnenmarktintegration
4.1 Effekte der Güter- und Kapitalmarktintegration
4.1.1 Theoretische Grundlagen
4.1.2 Entwicklung und Effekte der Gütermarktintegration
4.1.2.1 Außenhandelsentwicklung im Vorfeld des Beitritts
4.1.2.2 Zukünftige Entwicklung des Handels
4.1.2.3 Arbeitsmarkteffekte des Güterhandels
4.1.3 Entwicklung und Effekte der Kapitalmarktintegration
4.1.3.1 Direktinvestitionsentwicklung im Vorfeld des Beitritts
4.1.3.2 Deutsche Direktinvestitionen nach dem EU-Beitritt
4.1.3.3 Arbeitsmarkteffekte der Kapitalmarktintegration
4.2 Migration nach Deutschland – Chance oder Bedrohung?
4.2.1 Theorie: Ursachen und Wirkungen von Migration
4.2.1.1 Theoretische Erklärungsansätze zur Migration
4.2.1.2 Theoretische Effekte der Migration
4.2.2 Bisherige Immigrationserfahrungen
4.2.3 Empirische Schätzung des Ost-West-Migrationspotentials
4.2.3.1 Schätzungen mittels ökonometrischer Verfahren
4.2.3.2 Ergebnisse persönlicher Befragungen
4.2.4 Arbeitsmarkteffekte der Zuwanderung
4.2.4.1 Wirkungen auf die Einkommenssituation
4.2.4.2 Wirkungen auf die Beschäftigungssituation
4.2.4.3 Negative Effekte der Freizügigkeitsbeschränkung
4.3 Sonderrolle Ostdeutschland?
4.4 Zusammenfassung und Zwischenfazit
5 Wirtschaftspolitische Handlungsmöglichkeiten
6 Schlussbemerkungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf die Arbeitsmarktchancen von Geringqualifizierten in Deutschland, wobei insbesondere die ökonomischen Folgen der Güter-, Kapital- und Arbeitsmarktintegration analysiert werden.
3.1.1 Die formale Qualifikation als Abgrenzungskriterium
Die Abgrenzung der Gruppe der Geringqualifizierten erfolgt nicht immer ganz einheitlich. So definiert beispielsweise der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) Personen ohne Schulabschluss bzw. Personen mit Haupt- oder Realschulabschluss aber ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung als gering qualifiziert. Demgegenüber wird insbesondere in der englischsprachigen Literatur häufig lediglich zwischen Arbeitern (blue collar) und Angestellten (white collar) unterschieden, ohne im Einzelnen auf die formale Qualifikation einzugehen. Eine genaue Differenzierung aller Erwerbspersonen nach ihrer aktuellen formalen Qualifikation ist für eine Analyse ihrer jeweiligen Einkommens- und Beschäftigungssituation indes sehr hilfreich. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass auch eine solche Differenzierung nur eine Unterscheidung auf sehr kleinem Nenner darstellt. Zweifellos steigern neben der Berufsausbildung einschlägige Berufserfahrung, Weiterbildungen und sonstige Schlüsselqualifikationen (soft skills) den individuellen Wert des Humankapitals.
1 Einleitung: Darstellung des Anlasses und der Zielsetzung der Arbeit vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung und der Skepsis der deutschen Bevölkerung.
2 Die Beitrittsstaaten: Zwischen Mauerfall und EU-Beitritt: Überblick über die ökonomische Entwicklung und den Transformationsprozess der mittel- und osteuropäischen Staaten auf ihrem Weg in die EU.
3 Geringqualifizierte und der deutsche Arbeitsmarkt: Analyse der Problemgruppe der Geringqualifizierten sowie der institutionellen Rahmenbedingungen wie Lohnverhandlungen und Transfersysteme.
4 Arbeitsmarkteffekte der Binnenmarktintegration: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Güter-, Kapital- und Arbeitsmarktintegration auf die Beschäftigungschancen Geringqualifizierter unter Einbeziehung theoretischer Modelle und empirischer Befunde.
5 Wirtschaftspolitische Handlungsmöglichkeiten: Diskussion von Strategien wie Qualifizierungsmaßnahmen, Flexibilisierung der Tarifverträge und Reformen der Sozialsysteme zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen.
6 Schlussbemerkungen: Zusammenfassendes Fazit zur Auswirkung der EU-Osterweiterung und Ausblick auf die Notwendigkeit flexiblerer Arbeitsmarktstrukturen.
EU-Osterweiterung, Geringqualifizierte, Arbeitsmarktchancen, Binnenmarktintegration, Gütermarkt, Kapitalmarktintegration, Migration, Lohnflexibilität, Arbeitslosigkeit, Transformation, Tarifautonomie, Humankapital, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Beschäftigung, Strukturwandel
Die Arbeit analysiert die spezifischen Auswirkungen der EU-Osterweiterung im Mai 2004 auf die Beschäftigungschancen von Geringqualifizierten in Deutschland.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Handelsintegration (Güter- und Kapitalverkehr), die Auswirkungen potenzieller Migration sowie die Rolle deutscher Arbeitsmarktinstitutionen.
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie die Integration der neuen EU-Staaten die Arbeitsmarktlage der inländischen Gruppe der Geringqualifizierten beeinflusst.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung auf Basis neoklassischer Außenhandelstheorien und Arbeitsmarktmodelle, ergänzt durch die Analyse aktueller empirischer Studien und statistischer Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Problemgruppe der Geringqualifizierten, die Wirkungsweise der Binnenmarktintegration und die ökonomischen Aspekte von Migrationspotenzialen.
Wesentliche Begriffe sind Lohnrigiditäten, Anspruchslohn, intra-industrieller Handel, Faktorpreisangleichung und die Wirksamkeit von Arbeitsmarktinstitutionen.
Inflexible Flächentarifverträge schränken die Lohnflexibilität nach unten ein, was bei einem sinkenden Bedarf an Geringqualifizierten häufiger zu Arbeitslosigkeit statt zu Lohnanpassungen führt.
Die Arbeit diskutiert unter anderem Qualifizierungsmaßnahmen, eine Flexibilisierung des Tarifvertragsrechts und aktivierende Sozialhilfekonzepte wie "Workfare".
Aufgrund struktureller Besonderheiten und einer anderen Wirtschaftsstruktur ist der Anpassungsdruck in Ostdeutschland höher, was zu einer verstärkten Gefährdung von Arbeitsplätzen führt.
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