Diplomarbeit, 2006
59 Seiten, Note: 1,3
1 Ein Basismodell für sequenziellen Wettbewerb mit unendlichem Horizont
2 Mengenwettbewerb
2.1 Simultaner und einfach sequenzieller Mengenwettbewerb
2.2 Dynamischer Mengenwettbewerb
2.3 Dynamischer Mengenwettbewerb mit Anpassungskosten
2.4 Konvergenz von endlichem und unendlichem Spiel
3 Preiswettbewerb
3.1 Simultaner und einfach sequenzieller Preiswettbewerb
3.2 Dynamischer Preiswettbewerb
4 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht die Dynamisierung von oligopolistischen Marktmodellen unter Verwendung des Konzepts der Markov-perfekten Gleichgewichte. Ziel ist es, die ökonomischen und mathematischen Zusammenhänge in Modellen des sequenziellen Mengen- und Preiswettbewerbs detailliert nachzuvollziehen, deren Stabilität zu analysieren und kritisch zu bewerten.
2.2 Dynamischer Mengenwettbewerb
Ziel dieses Abschnitts ist die Herleitung der Reaktionsfunktionen im Markov-perfekten Gleichgewicht bei dynamischem Mengenwettbewerb. Anschließend werden die Ergebnisse des klassischen Cournot-Wettbewerbs mit den Ergebnissen der dynamischen Variante verglichen.
Ausgangspunkt der Überlegungen ist das Basismodell aus Abschnitt 1 sowie der in Abschnitt 2.1 vorgestellte Analyserahmen. Die strategische Variable h_i aus Abschnitt 1 ist im Folgenden als Produktionsmenge des i-ten Unternehmens zu interpretieren. Die gesuchte Markov-perfekte Strategie besteht, wegen der in Abschnitt 2.1 verwendeten quadratischen Gewinnfunktionen bzw. der dadurch implizierten linearen Ableitungen, aus Reaktionsfunktionen der Form R_i(q_j) = a - bq_j.
Zunächst wird die Steigung der Reaktionsfunktionen bestimmt. Im Anschluss daran lässt sich leicht der Achsenabschnitt ermitteln.
1 Ein Basismodell für sequenziellen Wettbewerb mit unendlichem Horizont: Dieses Kapitel entwickelt ein grundlegendes Modell für Duopole mit sequenzieller Struktur, in dem Unternehmen intertemporale Gewinne maximieren und Markov-Strategien anwenden.
2 Mengenwettbewerb: Hier wird der dynamische Mengenwettbewerb analysiert, wobei gezeigt wird, wie Unternehmen ihre Produktionsmengen als Markov-perfekte Strategien festlegen und welche Auswirkungen Anpassungskosten haben.
3 Preiswettbewerb: Dieses Kapitel überträgt die Analyse auf heterogene Gütermärkte, in denen Unternehmen über Preise konkurrieren und strategische Komplementaritäten bestehen.
4 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Der abschließende Teil reflektiert die Ergebnisse, stellt die Bedeutung der Markov-Annahmen heraus und diskutiert die methodischen Stärken und Schwächen der betrachteten Modellansätze.
Markov-perfektes Gleichgewicht, Mengenwettbewerb, Preiswettbewerb, Stackelberg-Modell, Cournot-Duopol, dynamische Spiele, Anpassungskosten, Reaktionsfunktion, Diskontierungsfaktor, Oligopol, strategische Substitute, strategische Komplemente, Marktgröße, Gewinnmaximierung.
Die Arbeit analysiert dynamische Marktmodelle von Unternehmen, die in sequenzieller Form miteinander im Wettbewerb stehen, unter Berücksichtigung unendlicher Zeithorizonte.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Mengen- und Preiswettbewerb in Oligopolen sowie der Dynamisierung dieser klassischen Marktmodelle mittels Markov-Strategien.
Das Ziel ist die ökonomische und mathematische Nachvollziehbarkeit der Beiträge von Maskin/Tirole sowie Baye/Ueng und die kritische Würdigung dieser dynamischen Ansätze.
Es werden spieltheoretische Ansätze, insbesondere die Markov-perfekte Gleichgewichtsanalyse und die Lösung von Differenzengleichungen, angewandt.
Im Hauptteil werden sukzessive das Basismodell, der dynamische Mengenwettbewerb (mit und ohne Anpassungskosten) und der Preiswettbewerb abgeleitet und modelliert.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Markov-perfektes Gleichgewicht, dynamische Oligopole, Stackelberg-Wettbewerb und intertemporale Gewinnmaximierung geprägt.
Da sich die Unternehmen in ihrer strategischen Rolle als Leader und Follower in jeder Zugperiode abwechseln und der Spielhorizont zu jedem Zeitpunkt gleich lang ist, gleicht sich die strategische Position der Konkurrenten an.
Hohe Anpassungskosten führen dazu, dass Unternehmen träger auf Wettbewerbsveränderungen reagieren, was den scharfen Wettbewerb dämpft und zu höheren Unternehmensgewinnen führt.
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