Diplomarbeit, 2006
143 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundgedanken der Usability
2.1 Was ist Usability?
2.1.1 Web-Usability
2.1.2 Usability-Evaluation
2.1.3 Evaluationsmethoden
2.1.3.1 Expertenorientierte Evaluationsmethoden
2.1.3.2 Benutzerorientierte Evaluationsmethoden
3. Usability in der Kritik
3.1 Diskussionsperspektiven
3.1.1 Die klassischen Kontroversen
3.1.1.1 Das Nielsen-Phänomen
3.1.1.2 Design versus Usability
3.1.1.3 Der Methodenkonflikt
3.1.1.3.1 Anzahl der Testteilnehmer
3.1.1.3.2 Ziel eines Usability-Tests
3.1.1.3.3 Usability-Tests im speziellen Labor
3.1.1.3.4 Usability-Test versus Experten-Review
3.1.1.3.5 Usability-Problemlösungen
3.1.1.4 Fazit
3.1.2 Fachliche Qualifikation und Zertifizierung
3.1.2.1 Normen und Verordnungen
3.1.2.3 Akkreditierung von Prüflaboren
3.1.2.2 Zertifizierung von Usability
3.1.2.4 Zertifizierung von Usability-Experten
3.1.3 Betriebswirtschaftlicher Aspekt
3.1.4 Discount Usability Methods
3.2 Fazit
4. Der Usability-Markt im deutschsprachigen Raum
4.1 Anbieter von Usability-Dienstleistungen
4.1.1 Usability-Unternehmen im deutschsprachigen Raum
4.1.2 Analyse der Angebote
4.1.2.1 Methodik und Vorgehen
4.1.2.2 Angebotsspektrum
4.1.2.3 Auswertung der Angebote
4.1.2 Kompetenzkriterien für Anbieter
4.2 Universitäten und Fachhochschulen
4.3 Fachtagungen, Organisationen, Verbände
4.3.1 Verbände und Organisationen
4.3.2 Fachtagungen
4.3.3 Regionale Stammtische und Mailinglisten
4.4 Berufsbild und Ausbildungsmöglichkeiten
4.4.1 Berufsbild des Usability-Professionals
4.4.2 Ausbildungsmöglichkeiten
4.5 Trendfaktor Usability
4.6 Fazit
5. Indikatoren für den Erfolg der Usability- Branche
5.1 Usability als Erfolgsfaktor im e-Commerce
5.2 Usability und mobile Anwendungen
5.3 Internationale Usability-Studien
5.4 Demografische Entwicklungen
5.5 Usability weltweit
6. Schlussbetrachtung
7. Literaturverzeichnis
Die Diplomarbeit untersucht den Dienstleistungssektor Usability im deutschsprachigen Raum. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, dass sich diese junge Branche trotz kritischer Diskussionen als beständige Komponente am Markt etablieren kann. Dabei werden die Eigenschaften, Besonderheiten der Dienstleistungen sowie Bildungsaspekte beleuchtet.
3.1.1.1 Das Nielsen-Phänomen
Einer der bekanntesten, meistzitiertesten und gleichzeitig umstrittensten Experten im internationalen Usability-Bereich ist Jakob Nielsen [vgl. Abb. 1].
Will man über Usability diskutieren, gehört er eindeutig zu den beliebtesten Diskussionsthemen. Nielsen ist Autor mehrerer Standardwerke zum Thema Usability und hat sich als einer der Ersten mit dem Thema Web-Usability auseinander gesetzt. Der Ex-Software-Ingenieur bei der Firma Sun Microsystems betreibt mittlerweile ein sehr erfolgreiches Beratungsunternehmen [vgl. SCHWEIBENZ/THISSEN 2003, S. 66]. 1994 verfasste er seine erste Studie über die Nutzbarkeit von Websites der Firmen Hewlett Packard, IBM, Microsoft, Sun und Time Warners. Die Studie zeigte die große Bedeutung einer guten Usability für das damals noch recht junge WWW auf und forderte eine effektive und nutzergerechte Bedienung.
Nielsen begleitet die Entwicklung des Internets mit allen seinen neuen Techniken kritisch und publiziert 14täglich seine Alertbox (www.useit.com/alertbox), in der er Usability-Themen aufgreift und diskutiert [vgl. SCHWEIBENZ/THISSEN 2003, S. 66ff].
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Usability als praxisorientierte Thematik und definiert das Ziel der Arbeit, die Branche im deutschsprachigen Raum zu analysieren.
2. Grundgedanken der Usability: Hier werden Definitionen nach ISO-Normen sowie die theoretischen Grundlagen der Usability-Evaluation und verschiedene analytische sowie benutzerorientierte Methoden vorgestellt.
3. Usability in der Kritik: Dieses Kapitel greift klassische Kontroversen, Zertifizierungsfragen, betriebswirtschaftliche Aspekte sowie die Diskussion um Discount Usability Methods auf und beleuchtet diese kritisch.
4. Der Usability-Markt im deutschsprachigen Raum: Hier werden Anbieter, Universitäten, Fachtagungen und das Berufsbild analysiert, um einen umfassenden Blick auf die aktuelle Marktstruktur zu werfen.
5. Indikatoren für den Erfolg der Usability- Branche: Das Kapitel identifiziert fünf Trends, wie E-Commerce, mobile Anwendungen und demografische Entwicklungen, die als Indikatoren für die positive Zukunft der Branche dienen.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Usability trotz bestehender Kritik und Forschungsbedarf eine feste Dienstleistungsbranche mit sehr guten Zukunftsaussichten darstellt.
Usability, Usability-Branche, Usability-Markt, Usability-Dienstleistungen, Diskussion, Kritik, Usability Professional, Usability-Trend, User Centered Design, Usability-Evaluation, Zertifizierung, Barrierefreiheit, Web-Usability, Nutzererfahrung, Human-Computer Interaction
Die Arbeit beleuchtet den Usability-Markt im deutschsprachigen Raum unter besonderer Berücksichtigung der Spannung zwischen kommerziellem Wachstum und kritischen fachlichen Diskussionen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Evaluation von Usability, die kritische Auseinandersetzung mit Testmethoden und Zertifizierungen sowie die Analyse der aktuellen Anbieterlandschaft und Ausbildungsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass sich die Usability-Branche trotz vieler fachlicher Kontroversen erfolgreich und nachhaltig als eigenständiger Dienstleistungssektor am Markt etablieren kann.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und kombiniert diese mit einer eigenen empirischen Angebotsanalyse von Unternehmen sowie Auswertungen von Marktforschungsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine kritische Diskussion aktueller Usability-Kontroversen, eine detaillierte Marktanalyse und die Identifikation von Zukunftstrends wie etwa die Bedeutung für den E-Commerce.
Wichtige Begriffe sind Usability-Branche, User Centered Design, Zertifizierung, Usability-Evaluation, Discount Usability Methods und Usability Professional.
Das Nielsen-Phänomen beschreibt die Rolle von Jakob Nielsen als eine der umstrittensten und zugleich einflussreichsten Persönlichkeiten der Szene, dessen radikale Ansichten sowohl Anhänger als auch Kritiker hervorrufen.
Die Analyse zeigt, dass es noch an einer einheitlichen Struktur und verständlichen Begrifflichkeit bei den Leistungsangeboten mangelt, was die Orientierung für potenzielle Kunden erschwert.
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