Forschungsarbeit, 2007
67 Seiten, Note: 6 (Schweiz) = ausgezeichnet
1. Einleitung
1.1. Uni-multipolare Weltordnung und Herleitung der Fragestellung
1.2. Relevanz der Forschungsfrage
1.3. Forschungsstand
2. Theorieteil
2.1. US Aussenpolitik: Macht und Einfluss
2.2. Konzeption von Macht nach Nye
2.3. Einfluss
2.4. Zusammenspiel von harter und weicher Macht
2.5. Kontextabhängigkeit (theoretische Fallauswahl)
3. Hypothesen
3.1. Hard Power-Interessen der USA
3.2. Public Diplomacy und weiche Macht
3.3. Beziehungen mit Russland
3.4. Kontrollvariable 1: Kultureller Einfluss
3.5. Kontrollvariable 2: Entwicklungsstand
3.6. AV Einfluss und öffentliche Meinung
4. Operationalisierung
4.1. AV Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses
4.2. UV Hard Power-Interessen der USA
4.3. UV Public Diplomacy
4.4. UV Beziehungen mit Russland
4.5. Kontrollvariable 1: Kultur
4.6. Kontrollvariable 2: Entwicklung
5. Indikatoren und Datengrundlage
5.1. AV Wahrnehmung des US-Amerikanischen Einflusses
5.2. UV Hard Power-Interessen der USA
5.3. UV Public Diplomacy
5.4. UV Abhängigkeit von Russland
5.5. Kontrollvariable 1: Kultur
5.6. Kontrollvariable 2: Entwicklung
6. Quantitative Analyse
6.1. Vorgehen und Modell
6.2. Bivariate Korrelationen
6.2.1. UV Hard Power-Interessen der USA
6.2.2. UV Public Diplomacy
6.2.3. UV Abhängigkeit von Russland
6.3. Kulturelle Unterschiede in den Ex-Sowjetrepubliken
6.4. Multivariate Regression und Kontrollvariablen
6.5. Multivariate Regression
7. Ausgewählte Fallstudien
7.1. Georgien
7.2. Lettland
7.3. Tadschikistan
8. Zusammenfassung/Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die eine unterschiedliche Wahrnehmung des US-amerikanischen Einflusses in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion erklären. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum der Einfluss der USA in dieser Region trotz globaler Trends teilweise positiver bewertet wird als in anderen Teilen der Welt, unter Berücksichtigung einer uni-multipolaren Machtstruktur.
2.4. Zusammenspiel von harter und weicher Macht
Wer viel harte Macht hat, jedoch über sehr wenig weiche Macht verfügt, kann mit Bedrohung, Bestrafung oder finanzieller Begünstigung Einfluss ausüben. Der Einfluss jedoch, so Josef Joffe, hört in solchen Fällen genau dort auf, wo die Reichweite der harten Macht endet (Nye 2004: 11). Weiche Macht kann jedoch auch Menschen ausserhalb der Reichweite der harten Macht erreichen und beeinflussen. Es ist zudem durchaus möglich, ohne harte Machtressourcen Einfluss zu nehmen (Nye 2004: 9). Stalin, ohne Zweifel ein Politiker, der seine Politik auf harte Macht ausrichtete, soll auf den Vorschlag des französischen Aussenministers, den Katholizismus in der Sowjetunion zu tolerieren um den Papst zu beschwichtigen, folgendermassen reagiert haben: „Der Papst? Wie viele Divisionen hat er denn?“ (Anderson/Lieb 2005: 1). Hätte Stalin das Ende der Sowjetunion miterlebt, würde er diese Aussage wahrscheinlich nicht mehr wiederholen. Gorbatschow gestand im Jahr 1992 während einer Rede ein, dass ohne die Präsenz des Papstes die Transformation in Osteuropa nicht möglich gewesen wäre (Anderson/Lieb 2005: 1). Stalin scheint die Bedeutung weicher Macht nicht richtig verstanden zu haben.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die uni-multipolare Weltordnung nach Huntington und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Wahrnehmung des US-Einflusses in den Ex-Sowjetrepubliken her.
2. Theorieteil: Hier werden die Konzepte von Macht und Einfluss nach Nye und Dahl diskutiert sowie das Zusammenspiel von harter und weicher Macht theoretisch fundiert.
3. Hypothesen: Dieses Kapitel formuliert Hypothesen über den Einfluss von Hard-Power-Interessen, Public Diplomacy, Beziehungen zu Russland sowie kulturellen Faktoren und Entwicklungsstand.
4. Operationalisierung: Die Variablen werden hier operationalisiert, um die Wahrnehmung des US-Einflusses messbar zu machen.
5. Indikatoren und Datengrundlage: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten Indikatoren, Datenquellen und die Datengrundlage für die quantitative Analyse.
6. Quantitative Analyse: In diesem Teil werden bivariaten und multivariaten Regressionen durchgeführt, um die Hypothesen statistisch zu prüfen.
7. Ausgewählte Fallstudien: Anhand der Länderbeispiele Georgien, Lettland und Tadschikistan werden die theoretischen Annahmen vertiefend geprüft und illustriert.
8. Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und reflektiert die Ergebnisse der statistischen Analyse sowie der Fallbeispiele.
USA, Sowjetunion, Ex-Sowjetrepubliken, Macht, Einfluss, Soft Power, Hard Power, Public Diplomacy, Geostrategie, Russland, Transformation, Entwicklung, Politische Meinung, Internationale Beziehungen, Machtverteilung
Die Arbeit untersucht, warum der US-amerikanische Einfluss in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion unterschiedlich wahrgenommen wird und welche Faktoren diese Bewertung beeinflussen.
Zentral sind die theoretischen Konzepte von Macht (Hard und Soft Power), die Rolle von Public Diplomacy sowie die Auswirkungen von geostrategischen Interessen und der Abhängigkeit von Russland.
Das Ziel ist es, die Faktoren zu erklären, die zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung des US-Einflusses in der Bevölkerung der ehemaligen Sowjetrepubliken führen.
Es wird ein methodischer Mix aus einer quantitativen statistischen Analyse (Regression) und drei qualitativen Fallstudien (Georgien, Lettland, Tadschikistan) angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Hypothesenbildung, Operationalisierung, die quantitative Datenauswertung und die detaillierte Analyse spezifischer Länderfälle.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie "Soft Power", "Geopolitik", "Public Diplomacy", "Transformation" und "asymmetrische Interdependenz".
Die Analyse ergab, dass der Entwicklungsstand eines Staates einen signifikanten negativen Zusammenhang zur Wahrnehmung des US-Einflusses aufweist: Je weniger entwickelt ein Staat ist, desto positiver wird der US-Einfluss bewertet.
Russland wird als Regionalmacht betrachtet, deren wirtschaftliche Abhängigkeiten (z.B. durch Erdgasimporte) als ein Faktor untersucht werden, der die Wahrnehmung des US-Einflusses beeinflussen könnte.
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