Forschungsarbeit, 2006
66 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Der Stadtumbau
2.1. Warum ist Stadtumbau erforderlich
2.2. Zielsetzung des Stadtumbaus
2.3. Programmstellung und beteiligte Institutionen
2.4. Unterteilung des Stadtgebietes nach Priorität für den Stadtumbau
2.5. Stadtumbau am Fallbeispiel Halle-Neustadt
2.6. Zwischenbilanz des Stadtumbaus
2.7. Theoretische Betrachtung und Hypothesenbildung
3. Die Bürgerumfrage
3.1. Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
3.1.1. Arbeitsschritte im Vorfeld einer Untersuchung
3.1.2. Formulierung des Forschungsproblems
3.2. Planung und Vorbereitung einer Untersuchung
3.2.1. Konzeptspezifikation und Operationalisierung
3.2.2. Festlegung des Forschungsdesigns
3.2.3. Postalische Befragung und die Bürgerumfrage in Halle
3.2.4. Design und Konstruktion des Fragebogens
3.2.5. Pretest
3.2.6. Erhebungsart, Stichprobenziehung und Auswahlverfahren
3.3. Durchführung der Datenerbung
3.3.1. Die Feldphase der Erhebung und das Anschreiben
3.3.2. Die Feldphase der Erhebung und die Erinnerungsschreiben
3.4. Datenaufbereitung
3.4.1. Datenübertragung und Kodierung
3.4.2. Fehlerkontrolle und Datenauswertung
4. Datenauswertung
4.1. Bewertung des Stadtumbaus allgemein
4.2. Bewertung des Stadtumbaus nach Verbundenheit mit der Stadt
4.3. Umzugsneigung der Befragten im Zeitverlauf
4.4. Zufriedenheitsgrad an der Wohnung und Wohnumgebung als Indikator für eine Umzugsneigung
4.5. Bewertung des Stadtumbaus in Abhängigkeit von dem Zufriedenheitsgrad mit der Wohnung und Wohnumgebung
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Bewertung des Stadtumbaus in Halle durch die Bevölkerung im Jahr 2005. Der Fokus liegt dabei auf der Forschungsfrage, inwieweit die Zufriedenheit mit der persönlichen Wohnsituation und dem Wohnumfeld die allgemeine Bewertung städtebaulicher Maßnahmen sowie die individuelle Umzugsneigung der Bürger beeinflusst.
2.1. Warum ist Stadtumbau erforderlich
Halle bildet einen Brennpunkt des strukturellen Wohnungsleerstandes in den neuen Bundesländern. (Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle-Leipzig e.V. – isw 2000a: 1) Zunächst führte der wirtschaftliche Strukturwandel zu starken Abwanderungserscheinungen nach der Wende und bedingten somit den Wohnungsleerstand.
Seit 1994 ist der zunehmende Wohnungsleerstand jedoch auf Suburbanisationserscheinungen, sowie auf den natürlichen Bevölkerungsrückgang zurückzuführen. Diese Faktoren kumulierten sich in der Folge in ihren Auswirkungen, was unweigerlich zu einem langfristigen und nicht ausgleichbaren Nachfrageeinbruch auf dem Wohnungsmarkt führte.
In den vergangenen 15 Jahren betrug das Wanderungsdefizit der Stadt 70.000 Menschen. Dabei sind einige Stadtteile vom Wohnungsleerstand mehr betroffen, andere weniger. In den betroffenen Stadtgebieten müssen daher leer stehende Wohnungen abgerissen und zeitgemäße Nutzungsangebote brachliegender Flächen aufgezeigt werden. Passiert das nicht, wird das städtische Gefüge zerfallen.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Hintergrund der kommunalen Bürgerumfrage 2005 und definiert das zentrale Forschungsziel: die Beurteilung des Stadtumbaus durch die Hallenser.
2. Der Stadtumbau: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit des Stadtumbaus aufgrund von Leerstand, diskutiert Zielsetzungen, Beteiligte und das Fallbeispiel Halle-Neustadt.
3. Die Bürgerumfrage: Hier werden die wissenschaftlichen Standards, das Design, die Durchführung und die Datenaufbereitung der Umfrage unter Anwendung der "Tailored Design Method" beschrieben.
4. Datenauswertung: Dieses Hauptkapitel analysiert die Ergebnisse der Umfrage zur Bewertung des Stadtumbaus, zur Verbundenheit mit der Stadt und zur Umzugsneigung der Befragten.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Befunde zusammen und prüft die zu Beginn aufgestellten Hypothesen.
Stadtumbau, Bürgerumfrage, Wohnungsleerstand, Hallesche Bevölkerung, Wohnzufriedenheit, Umzugsneigung, Stadtentwicklung, Tailored Design Method, Längsschnitterhebung, Soziale Segregation, Stadtidentifikation, Wohnumfeld, Kommunale Umfrage, Datenauswertung, Demographischer Wandel
Die Arbeit untersucht die Bewertung des Stadtumbaus durch die Bewohner Halles im Jahr 2005 sowie dessen Korrelation mit deren Wohnsituation und Umzugsneigung.
Die zentralen Themen umfassen den Stadtumbau als städtebauliche Notwendigkeit, das methodische Vorgehen bei Bürgerbefragungen und die Analyse von Einstellungen der Bevölkerung zur Wohnumgebung.
Das primäre Ziel ist zu klären, wie die Bürger den Stadtumbau beurteilen und ob eine Unzufriedenheit mit der Wohnung eine stärkere Umzugsneigung auslöst.
Es wurde eine postalische, standardisierte Befragung in Form einer Längsschnitterhebung (Trendstudie) unter Anwendung der "Tailored Design Method" durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung des Stadtumbaus und einen umfangreichen Analyseteil der erhobenen Umfragedaten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Stadtumbau, Bürgerumfrage, Wohnzufriedenheit, Umzugsneigung und Demographischer Wandel charakterisieren.
Das Wohnumfeld beeinflusst die individuelle Bewertung städtischer Maßnahmen und ist ein wesentlicher Indikator für die zukünftige Wanderungsbereitschaft in einer schrumpfenden Stadt.
Die Einhaltung wissenschaftlicher Standards durch Pretests, ein strukturiertes Auswahlverfahren und eine systematische Fehlerkontrolle der Daten gewährleisten die Validität.
Ja, die Studie zeigt, dass Bürger mit einer starken Identifikation zu Halle den Stadtumbau deutlich positiver bewerten als jene mit geringer Verbundenheit.
Die Untersuchung verdeutlicht eine anhaltend hohe Umzugsbereitschaft, wobei eine wahrgenommene Unzufriedenheit mit der Wohnung oder dem Wohnumfeld als verstärkender Faktor fungiert.
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