Magisterarbeit, 2006
297 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen und Begriffsklärung
2.1 Unternehmenskommunikation
2.1.1 Ziele der Unternehmenskommunikation
2.1.2 Kommunikationsinstrumente
2.1.3 Der Geschäftsbericht als Instrument der Unternehmenskommunikation
2.2 Der Aktionärsbrief
2.3 Zusammenfassung
3 Das Analysemodell: House´s Translation Assessment Model
3.1 Unterschiedliche Formen von Übersetzung: Overt versus Covert
3.2 Kultureller Filter
3.3 Zusammenfassung
4 Das Projekt K4 Covert Translation - Verdecktes Übersetzen
4.1 Bisherige Untersuchungsergebnisse
4.1.1 Subjektivität und Adressatenorientierung
4.1.2 Textarten ‚Beschreiben‘, ‚Berichten‘ und ‚Erzählen‘
4.2 Zusammenfassung
5 Empirische Untersuchung: Metaanalysen der Aktionärsbriefe des Sprachenpaars Englisch-Spanisch
5.1 Fragestellung
5.2 Das Korpus
5.3 Analysevorgehen
5.4 Metaanalyse exemplarischer spanischer Originalaktionärsbriefe 1997-2000
5.5 Metaanalyse exemplarischer spanischer Originalaktionärsbriefe 2001-2004
5.6 Zusammenfassung: Metaanalysen der spanischen Originalaktionärsbriefe beider Zeitfenster
5.7 Kontrastive Metaanalyse exemplarischer englischer Originalaktionärsbriefe und ihrer spanischen Übersetzungen 1997-2000
5.8 Kontrastive Metaanalyse exemplarischer englischer Originalaktionärsbriefe und ihrer spanischen Übersetzungen 2001-2004
5.9 Zusammenfassung: Kontrastive Metaanalysen der englischen Originalaktionärsbriefe und ihrer spanischen Übersetzungen beider Zeitfenster
5.10 Auswertung
6 Schlussbemerkung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die diachron-kontrastive Entwicklung von Aktionärsbriefen im Sprachenpaar Englisch-Spanisch, um festzustellen, ob eine Annäherung an angloamerikanische Textnormen in verdeckten Übersetzungen stattfindet. Ziel ist es, den Einfluss der englischen Sprache als Lingua franca sowie externer Faktoren wie Bilanzierungsrichtlinien und veränderte Adressatenstrukturen auf die sprachliche Strategie und Textgestaltung zu analysieren.
3.1 Unterschiedliche Formen von Übersetzung: Overt versus Covert
House (1997: 66-78) unterscheidet zwischen zwei Übersetzungstypen, und zwar zwischen dem offenen (overt) und dem verdeckten (covert) Übersetzungstyp, in denen die funktionale Äquivalenzrelation verschieden ist. In der offenen Übersetzung wird die Diskurswelt des Ausgangstextes koaktiviert, was bei denjenigen Texten der Fall ist, die eng mit ihren ausgangssprachlichen/-kulturellen Bedingungen verbunden sind. Während eine Äquivalenz auf den Ebenen von Sprache, Register und Genre hergestellt wird, die die Koaktivierung des Frames und der Diskurswelt des Ausgangstextes ermöglichen, kann keine Funktionsäquivalenz der individuellen Textfunktion erreicht werden. Für den Übersetzungstext kann nur eine sog. Second Level Function angestrebt werden, d.h. eine Art ‚aktualisierte Funktion‘ der ursprünglichen Funktion des Ausgangstextes.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, des Projekts Covert Translation und der methodischen Vorgehensweise zur Analyse von Aktionärsbriefen.
2 Grundlagen und Begriffsklärung: Definition zentraler Begriffe der Unternehmenskommunikation sowie Erläuterung der Rolle des Geschäftsberichts und des Aktionärsbriefs.
3 Das Analysemodell: House´s Translation Assessment Model: Beschreibung des angewandten Modells auf Basis der systemisch-funktionalen Linguistik für den Vergleich von Original und Übersetzung.
4 Das Projekt K4 Covert Translation - Verdecktes Übersetzen: Darstellung der Projekthypothese bezüglich des Einflusses des Englischen auf europäische Textnormen und Vorstellung der relevanten Textarten.
5 Empirische Untersuchung: Metaanalysen der Aktionärsbriefe des Sprachenpaars Englisch-Spanisch: Detaillierte diachrone Analyse und Auswertung des Korpus der Aktionärsbriefe aus den Jahren 1997-2004.
6 Schlussbemerkung und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse der diachronen Analyse sowie ein Ausblick auf notwendige weitere Forschungsschritte.
Unternehmenskommunikation, Aktionärsbrief, Geschäftsbericht, Verdeckte Übersetzung, House Translation Assessment Model, Linguistische Analyse, Wirtschaftskommunikation, Textsorte, Adressatenorientierung, Subjektivität, Diskursanalyse, Sprachwandel, Anglophon, Textkonventionen, Interpersonalität.
Die Arbeit untersucht, wie sich die sprachliche Gestaltung und die funktionale Ausrichtung von Aktionärsbriefen bei der Übersetzung vom Englischen ins Spanische verändern und ob hierbei eine Angleichung an angloamerikanische Kommunikationsstandards zu beobachten ist.
Zentrale Themen sind die Unternehmenskommunikation, das Genre des Geschäftsberichts, die diachrone Entwicklung von Textnormen in der Wirtschaftskommunikation sowie der Einfluss des Englischen als globale Lingua franca.
Das primäre Ziel ist es, anhand einer diachron-kontrastiven Analyse von Fallstudien zu prüfen, ob die in den englischen Originalaktionärsbriefen typischen Textformen in den spanischen Zieltexten und Paralleltexten übernommen werden.
Die Autorin nutzt das "Translation Assessment Model" von Juliane House, welches auf der systemisch-funktionalen Theorie Hallidays basiert und eine Textanalyse auf den Ebenen von Sprache, Register und Genre vorsieht.
Im Hauptteil erfolgen metaanalytische Untersuchungen der Aktionärsbriefe ausgewählter Unternehmen (ADM, Cisco, Inditex, Repsol YPF, Telefónica) aus zwei Zeitfenstern (1997-2000 und 2001-2004), um sprachliche Strategien wie Subjektivität und Adressatenorientierung zu identifizieren.
Wichtige Begriffe sind u.a. Verdecktes Übersetzen (Covert Translation), Unternehmenskommunikation, Adressatenorientierung, Subjektivität, Interpersonalität und der Kulturelle Filter.
Diese Ereignisse fungieren als außersprachliche Kontextfaktoren, die den Vertrauensgrad zwischen Unternehmen und Aktionären maßgeblich beeinflussten und somit die Textsortenwahl und sprachliche Ausgestaltung der Aktionärsbriefe in den verschiedenen Zeiträumen entscheidend mitprägten.
Der Aktionärsbrief stellt ein hoch personalisiertes Element des Geschäftsberichts dar, das sich direkt an die Aktionäre richtet und damit besonders geeignet ist, die Kommunikationsstrategie und das Identifikationsangebot des Unternehmens zu untersuchen.
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