Diplomarbeit, 2005
148 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Ausgangssituation
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Die Entscheidung „Make or Buy“
2.1 0Geeignete Standardwarenwirtschaftssysteme
2.1.1 Festlegung der Kriterien für die Auswahl
2.1.2 Betrachtung der Marktanalyse bezüglich der Kriterien
2.1.3 Analyse
2.2 Standardsoftware versus Eigenentwicklung
2.2.1 Vor- und Nachteile des Erwerbs von Standardsoftware
2.2.2 Vor- und Nachteile der Eigenentwicklung
2.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
3. Grundlagen zu Warenwirtschaftssystemen
3.1 Einleitung
3.2 Begriffsabgrenzungen
3.2.1 Der Begriff des Warenwirtschaftssystems
3.2.2 Der Begriff des Referenzmodells
3.3 Das Handels-H-Modell
3.4 Das Prinzip „Vereinfachung durch Vereinheitlichung“ nach Hertel
3.4.1 Die Grundidee
3.4.2 Das Konstrukt der operativen Einheiten
3.4.3 Offenheit des Systems durch strikte Orientierung an Normen
3.4.4 Das Zwei-Ebenen-Konzept
3.4.5 Das Baukastenkonzept
4. Modularisierung und Software-Architekturen
4.1 Begriffsabgrenzungen
4.1.1 Der Begriff Modul
4.1.2 Der Begriff Software-Architektur
4.2 Prinzipien der Modulbildung
4.2.1 Geheimnisprinzip (Information Hiding)
4.2.2 Balance zwischen Kopplung und Kohäsion
4.2.3 Beziehungen zwischen Modulen
4.3 Der Modul Guide
4.3.1 Der graphische Modul Guide
4.3.2 Der Modul Guide als Tabelle
5. Weitere Konzepte zur Vereinheitlichung
5.1 Einführende Überlegungen
5.2 Erweiterung des Konzeptes der operativen Einheiten nach Hertel um externe Marktpartner
5.2.1 Vor- und Nachteile der Erweiterung
5.2.2 Unterschiede zwischen internen und externen operativen Einheiten
5.2.3 Beziehungen operativer Einheiten zu Prozessen
5.2.4 Gemeinsamkeiten aller Arten operativer Einheiten
5.2.5 Das Konstrukt der operativen Einheiten im Überblick
5.3 Vergleich des Beschaffungsprozesses mit dem Distributionsprozess
5.3.1 Der Beschaffungsprozess
5.3.2 Der Distributionsprozess
5.3.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Beschaffungs- und Distributionsprozess
5.3.4 Schlussfolgerung
5.4 Mandantenfähigkeit der Funktionsbereiche der operativen Einheiten
5.4.1 Der Begriff der Mandantenfähigkeit
5.4.2 Mandantenabwicklung in den Funktionsbereichen der operativen Einheiten
5.4.3 Mandantenfähige Prozesse
5.4.4 Bedeutung der Mandantenfähigkeit für die Datenhaltung
6. Auswahl der Vorgehensweise für den Entwurf
6.1 Abgrenzung des Vorgehensmodells von gängigen Vorgehensmodellen
6.2 Die Grundlage für den Entwurf
6.3 Modulare Entwurfsmethoden
6.3.1 Top-Down-Entwurf
6.3.2 Bottom-Up-Entwurf
6.3.3 Top-Down-Entwurf versus Bottom-Up-Entwurf
6.3.4 Die geeignete Entwurfsmethode für das Warenwirtschaftssystem
6.4 Mögliche Ansätze für das Vorgehensmodell
6.4.1 Einstieg über das Konzept „Das Konstrukt der operativen Einheiten“
6.4.2 Einstieg über das Konzept „Vergleich des Beschaffungsprozesses mit dem Distributionsprozess“
6.4.3 Bewertung der beiden Vorgehensweisen
7. Das Vorgehensmodell für den Entwurf des Warenwirtschaftssystems
7.1 Einleitung
7.2 Teil 1 – Erstellung der Teilentwürfe
7.2.1 Schritt 1: Anwendung des Konzeptes „Vergleich des Beschaffungsprozesses mit dem Distributionsprozess“
7.2.2 Schritt 2: Anwendung des Konzeptes „Das Konstrukt der operativen Einheiten“
7.2.3 Schritt 3: Anwendung des Konzeptes „Mandantenfähigkeit der Funktionsbereiche der operativen Einheiten“
7.2.4 Schritt 4: Anwendung des Konzeptes „Das Zwei-Ebenen-Konzept“
7.2.5 Schritt 5: Erstellung des graphischen Modul Guide zu beiden Teilsystemen
7.3 Teil 2 – Erstellung des Gesamtentwurfs
7.3.1 Schritt 1: Erstellung des tabellarischen Modul Guide für das Gesamtsystem
7.3.2 Schritt 2: Entwurf der anderen Geschäftsprozesse
7.3.3 Schritt 3: Bestimmung der Modulschnittstellen
7.3.4 Schritt 4: Ergänzung der Beziehungstypen im graphischen Modul Guide
7.3.5 Schritt 5: Erstellung der ER-Modelle
8. Anwendung des Vorgehensmodells
8.1 Einleitung
8.2 Teil 1: Erstellung der Teilentwürfe
8.2.1 Schritt 1: Anwendung des Konzeptes „Vergleich des Beschaffungsprozesses mit dem Distributionsprozess“
8.2.2 Schritt 2: Anwendung des Konzeptes „Das Konstrukt der operativen Einheiten“
8.2.3 Schritt 3: Anwendung des Konzeptes „Mandantenfähigkeit der Funktionsbereiche der operativen Einheiten“
8.2.4 Schritt 4: Anwendung des Konzeptes „Das Zwei-Ebenen-Konzept“
8.2.5 Schritt 5: Erstellung des graphischen Modul Guide zu beiden Teilsystemen
8.3 Teil 2: Erstellung des Gesamtentwurfs
8.3.1 Schritt 1: Erstellung des tabellarischen Modul Guide für das Gesamtsystem
8.3.2 Schritt 2: Entwurf der anderen Geschäftsprozesse
8.3.3 Schritt 3: Bestimmung der Modulschnittstellen
8.3.4 Schritt 4: Ergänzung der Beziehungstypen im graphischen Modul Guide
8.3.5 Schritt 5: Erstellung der ER-Modelle
9. Zusammenfassung der Ergebnisse
9.1 Die Ergebnisse des Vorgehensmodells
9.1.1 Umsetzung der vorgestellten Konzepte
9.1.2 Erreichung höherer Flexibilität und geringerer Komplexität durch das Vorgehensmodell
9.1.3 Erfüllung allgemeiner Forderungen an Vorgehensmodelle
9.2 Gegenüberstellung der Eigenentwicklung nach dem Vorgehensmodell und dem Erwerb von Standardsoftware
9.2.1 Nachteile der Eigenentwicklung nach dem Vorgehensmodell gegenüber dem Erwerb von Standardsoftware
9.2.2 Vorteile der Eigenentwicklung nach dem Vorgehensmodell gegenüber dem Erwerb von Standardsoftware
9.2.3 Fazit
9.3 Kostenersparnis durch das Vorgehensmodell
10. Ausblick
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, ein systematisches Vorgehensmodell für die Neukonzeption von Warenwirtschaftssystemen zu erarbeiten, um die hohe Komplexität heutiger, historisch gewachsener IT-Landschaften in Handelsunternehmen zu reduzieren und die Flexibilität für künftige Anforderungen zu erhöhen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch den modularen Aufbau und einheitliche Konzepte, basierend auf dem Prinzip „Vereinfachung durch Vereinheitlichung“, eine effizientere Software-Architektur geschaffen werden kann.
2.1.1 Festlegung der Kriterien für die Auswahl
Als erstes Systemmerkmal führen die Autoren die Systemart und den Funktionsumfang an. Darunter sind insbesondere folgende Kriterien zu verstehen:
• Handelsstufe,
• Branchenfokus und
• Abdeckung weiterer Funktionsbereiche2
Da für die von Schütte/Vering angeführten weiteren abgedeckten Funktionsbereiche, wie z.B. Finanzbuchhaltung, Personalwirtschaft, Personaleinsatzplanung und Zeiterfassung, im eingangs vorgestellten Unternehmen bereits Softwaresysteme im Einsatz sind, die nicht abgelöst werden sollen, wird auf den Aspekt „Abgedeckte weitere Funktionsbereiche“3 nicht weiter eingegangen. Somit findet die erste Auswahl nach den Kriterien Handelsstufe und Branchenfokus statt.
Das vorgestellte Unternehmen ist im Großhandel und im Einzelhandel tätig. Da in beiden Bereichen teilweise dieselben Sortimente geführt werden, ist es nicht sinnvoll, für Groß- und Einzelhandel getrennte Warenwirtschaftssysteme zu erwerben. Das Warenwirtschaftssystem muss demzufolge diese beiden Handelsstufen abdecken.
Darüber hinaus benötigt das Unternehmen eine Softwarelösung, die den Branchenfokus auf folgende Branchen hat:
• Lebensmittel / Frische
• Baumärkte
• Baustoffe / Fliesen
• Elektro
• Sanitär / Heizung
• Unterhaltungselektronik
• Holz
• KFZ-Teile
• Lacke & Farben
• Reifen
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik historisch gewachsener, komplexer Warenwirtschaftssysteme und definiert das Ziel, ein Vorgehensmodell zur Vereinfachung durch Vereinheitlichung zu entwickeln.
2 Die Entscheidung „Make or Buy“: In diesem Kapitel werden die Vor- und Nachteile von Standardsoftware gegenüber einer Eigenentwicklung abgewogen, wobei aufgrund der spezifischen Unternehmensanforderungen die Eigenentwicklung bevorzugt wird.
3 Grundlagen zu Warenwirtschaftssystemen: Es werden zentrale Begriffsabgrenzungen sowie das als Referenz dienende Handels-H-Modell und Konzepte von Hertel zur Systemvereinheitlichung vorgestellt.
4 Modularisierung und Software-Architekturen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Modularisierung, einschließlich Prinzipien wie Geheimnisprinzip und die Balance zwischen Kopplung und Kohäsion.
5 Weitere Konzepte zur Vereinheitlichung: Hier werden Konzepte wie operative Einheiten auf externe Marktpartner erweitert und der Beschaffungsprozess mit dem Distributionsprozess verglichen, um weitere Vereinfachungspotenziale zu identifizieren.
6 Auswahl der Vorgehensweise für den Entwurf: Es wird eine Vorgehensweise für den Systementwurf abgeleitet, wobei die Vor- und Nachteile verschiedener Ansätze bewertet und eine kombinierte Vorgehensweise gewählt wird.
7 Das Vorgehensmodell für den Entwurf des Warenwirtschaftssystems: Dieses Kapitel beschreibt das konkrete, zweistufige Vorgehensmodell für den Entwurf von Teilsystemen und deren Integration in ein Gesamtsystem.
8 Anwendung des Vorgehensmodells: Anhand praktischer Beispiele wird die Anwendung der einzelnen Schritte des Vorgehensmodells demonstriert, wobei insbesondere Knackpunkte bei der Implementierung adressiert werden.
9 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, die Kosten der Eigenentwicklung kalkuliert und die Erreichung der Ziele (Flexibilität, geringere Komplexität) bestätigt.
10 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Anforderungen wie Berechtigungskonzepte, unternehmensübergreifende Kommunikation und Trends zur Zentralisierung von Warenwirtschaftssystemen.
Warenwirtschaftssystem, WWS, Modularisierung, Software-Architektur, operative Einheiten, Handels-H-Modell, Make-or-Buy, Vorgehensmodell, Mandantenfähigkeit, Systemvereinheitlichung, Datenmodellierung, Geschäftsprozesse, Information Hiding, Kopplung und Kohäsion, Modul Guide.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Vorgehensmodells für den modularen Aufbau von Warenwirtschaftssystemen, um die Komplexität in Handelsunternehmen mit mehreren Standorten zu verringern.
Die zentralen Themen sind Modularisierung, Software-Architektur-Design, Geschäftsprozessanalyse im Handel sowie die Abwägung zwischen Standardsoftware und Eigenentwicklung.
Das Ziel ist die Erstellung eines Vorgehensmodells, das auf dem Prinzip „Vereinfachung durch Vereinheitlichung“ basiert, um Software-Wartung und Entwicklung effizienter zu gestalten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte (z.B. Handels-H-Modell, Parnas-Prinzipien) und überträgt diese in ein praktisches, schrittweises Vorgehensmodell für Software-Entwicklungsprojekte.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Modularisierung, die Evaluierung der „Make or Buy“-Entscheidung und die detaillierte Beschreibung sowie Anwendung eines Vorgehensmodells zur Systemgestaltung.
Warenwirtschaftssystem, Modularisierung, Software-Architektur, operative Einheiten und Systemvereinheitlichung sind die prägenden Begriffe.
Die Arbeit definiert operative Einheiten als netzwerkartige Strukturen (z.B. Filialen, Zentrallager), die durch ein einheitliches IT-Konzept gesteuert werden, wobei die Differenzierung über ihre Art und Prozessberechtigung erfolgt.
Weil Beschaffungs- und Distributionsprozesse inhaltlich stark spiegelbildlich aufgebaut sind, ermöglicht diese Analogie die Verwendung identischer Module für beide Prozessseiten, was die Systemkomplexität massiv reduziert.
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