Diplomarbeit, 2006
105 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Unterrichten und Lernumgebungen gestalten
2.1 Die kognitivistische Position
2.1.1 Allgemeine Punkte
2.1.2 Der Instruktional Design-Ansatz
2.1.3 Probleme der kognitivistischen Position
2.2 Die konstruktivistische Position
2.2.1 Allgemeine Punkte
2.2.2 Probleme der konstruktivistischen Position
2.3 Die Lernmotivation
2.3.1 Allgemeine Punkte
2.3.2 Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation
2.3.3 Empirische Studien zur Lernmotivation
3. Vorüberlegungen zur Studie
4. Konzeption der Studie
4.1 Forschungsdesign
4.2 Forschungshypothesen
4.3 Wissenschaftstheoretische Perspektive
4.4 Methodische Vorüberlegungen
4.5 Erhebungsverfahren
4.6 Auswertungsverfahren
4.7 Untersuchungssample
4.7.1 Die IHK-Akademie für München und Oberbayern
4.7.2 Datenerhebung
5. Ergebnisse der Teilnehmerdaten
5.1 Deskriptive Darstellung der Daten
5.1.1 Motivation und Interesse
5.1.2 Wahrgenommene Lernumwelt
5.1.3 Mögliche Folgen des Unterrichts
5.2 Korrelationen der Variablen
5.2.1 Interkorrelationen der Variablen
5.2.2 Motivation, wahrgenommene Lernumwelt und mögliche Folgen
5.3 Multiple Regressionsanalyse
6. Ergebnisse der Trainerdaten
6.1 Grundsätze guter Praxis
6.2 Interkorrelationen der Variablen
7. Unterschiede zwischen den Kursen
7.1 Deskriptive Darstellung der Unterschiede
7.1.1 Motivation und Interesse
7.1.2 Wahrgenommene Lernumwelt
7.1.3 Einschätzskala und weitere Variablen
7.2 Clusteranalyse
7.2.1 Teilnehmercluster
7.2.2 Trainercluster
7.2.3 Clustervergleich Teilnehmer/Trainer
8. Zusammenfassung, Diskussion, Kritik und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Gestaltung von Lernumgebungen in der beruflichen Weiterbildung und der resultierenden Lernmotivation. Ziel ist es, auf Basis der Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan sowie konstruktivistischer Lehr-Lerntheorien zu analysieren, wie motivationsfördernde Rahmenbedingungen die Lernprozesse beeinflussen und welche Faktoren – wie etwa Trainerinteresse oder Anforderungstransparenz – für den Lernerfolg an der IHK-Akademie München entscheidend sind.
2.1.2 Der Instruktional Design-Ansatz
Die kognitivistische Lehr-Lern-Auffassung kommt im sog. Instruktional Design (ID) zur vollen Entfaltung (vgl. Lowyck & Elen, 1991). Die strikte rationale und strukturierte Vorbereitung und Durchgestaltung aller Punkte des Lehrens und Lernens kennzeichnen den Instruktional Design-Ansatz. Mit dem Hintergrund von empirischen Forschungsergebnissen sollen Regeln und Prozesse des praktischen Handelns entwickelt werden. Diese Regeln sollen dem Trainer sagen, unter welchen Umständen er welche Lehrmethode einsetzen soll. Eine ständige Analyse der Anfangszustände, der Endzustände und der dazugehörige Übergang sind typisch für die ID-Modelle (Issing, 2002). Der erste Schritt ist somit eine Analyse von Vorwissen und Kenntnissen, die der Lernende in den Unterricht mitbringt. Danach folgt die Untersuchung des Instruktionsziels, welche Lehrinhalte und Lernziele der Lernende am Ende des Lehrgangs können soll. Zwischen diesen beiden Schritten wird der Übergang analysiert, auf deren Basis verschiedene Instruktionen erarbeitet werden. Hat man nun Kenntnis über die Wissenslücken, so kann der Lehrende den Lernenden Rückmeldung geben und im Unterricht das Wissen so darstellen, dass die Lücke zwischen Anfangs- und Endzustand geschlossen wird. Hierfür ist eine eindeutige Definition des Instruktionsziels nötig, weil nur so die Aufgabenanalyse zu einem erfolgreichen Resultat führen kann. Auf Basis der Aufgaben- und Zielanalyse folgt die Methoden- und Medienauswahl. Unter Berücksichtigung der verfügbaren Zeit, personellen und technischen Gegebenheiten, also unveränderlichen Konstanten in der Unterrichtsplanung sind die Lehrmethoden so auszuwählen, dass sie für das Instruktionsziel den höchsten Erfolg versprechen.
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die aktuelle Krise der beruflichen Weiterbildung in Deutschland und begründet die Relevanz der Untersuchung von Lernumgebungen und Motivationsfaktoren für den Erfolg beruflicher Fortbildungen.
2. Unterrichten und Lernumgebungen gestalten: Dieses Kapitel vergleicht kognitivistische und konstruktivistische Lehrtheorien und führt die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan als theoretisches Fundament für die Studie ein.
3. Vorüberlegungen zur Studie: Hier werden zentrale Annahmen diskutiert, wie die Wahrnehmung von Lehrqualität durch Motivation und individuelle Erfahrungen der Lernenden beeinflusst und potenziell verzerrt wird.
4. Konzeption der Studie: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Hypothesenbildung sowie die wissenschaftstheoretische Verankerung und Erhebungsmethodik der empirischen Feldstudie.
5. Ergebnisse der Teilnehmerdaten: Kapitel 5 präsentiert die deskriptive Statistik der Teilnehmerbefragung und analysiert mittels Korrelationen und Regressionsanalysen den Einfluss von Lernumgebungsfaktoren auf die Motivation.
6. Ergebnisse der Trainerdaten: Die Trainerperspektive auf die eigene Lehre wird hier dargelegt, wobei ein besonderer Fokus auf den "Grundsätzen guter Praxis" in der Erwachsenenbildung liegt.
7. Unterschiede zwischen den Kursen: Dieser Teil vertieft die Analyse auf Kursebene, nutzt Clusteranalysen zur Differenzierung von Teilnehmer- und Trainerprofilen und gleicht diese Profile miteinander ab.
8. Zusammenfassung, Diskussion, Kritik und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und formuliert Empfehlungen für die zukünftige Forschung und Lehre.
Lernmotivation, berufliche Weiterbildung, Lernumgebung, Selbstbestimmungstheorie, Konstruktivismus, Kognitivismus, Unterrichtsgestaltung, Lehrer-Schüler-Interaktion, Kompetenzunterstützung, Stoffrelevanz, Clusteranalyse, Erwachsenenbildung, Instruktionsqualität, Motivationsstile, pädagogische Psychologie.
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Gestaltung von Lernumgebungen und der Lernmotivation von Teilnehmern in der beruflichen Weiterbildung, beispielhaft an der IHK-Akademie München.
Zentrale Themen sind die kognitivistische und konstruktivistische Didaktik, die Selbstbestimmungstheorie nach Deci und Ryan sowie die empirische Erfassung von Faktoren, die die Lernmotivation und das Lernempfinden fördern oder hemmen.
Das Ziel ist die Identifikation von motivationsfördernden Merkmalen der Lernumwelt, um daraus praxisrelevante Handlungsempfehlungen für Trainer und Bildungseinrichtungen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Feldstudie mit strukturierten Fragebögen für Trainer und Teilnehmer. Die statistische Auswertung umfasst deskriptive Statistiken, Korrelationsanalysen, multiple Regressionsanalysen und Clusteranalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Konzeption der empirischen Studie, die detaillierte Ergebnisdarstellung der Teilnehmer- und Trainerdaten sowie eine Analyse spezifischer Kursunterschiede.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lernmotivation, berufliche Weiterbildung, Selbstbestimmungstheorie, konstruktivistische Didaktik und die Optimierung von Lernumgebungen.
Sie liefert die theoretische Basis, um die unterschiedlichen Stufen der Motivation (von amotiviert bis intrinsisch motiviert) zu erklären und zu verstehen, warum bestimmte Lernbedingungen die Selbststeuerung der Lerner begünstigen.
Die Untersuchung zeigt, dass Kurse mit hohem fachlichem Interesse der Teilnehmer tendenziell eine höhere Motivation aufweisen und die Trainer zwar meist positiv, aber nicht immer deckungsgleich mit den Teilnehmern ihre Qualität einschätzen.
Der Autor betont, dass Trainer neben fachlicher Expertise vor allem didaktische und soziale Kompetenz benötigen, um situierte Lernumgebungen zu schaffen, die den Teilnehmern praxisrelevantes Wissen vermitteln.
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