Diplomarbeit, 2002
93 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Unternehmensführung
2.1 Strategische Unternehmensführung
2.1.1 Strategische Planung
2.1.2 Strategische Kontrolle
3. Der Managementansatz „Balanced Scorecard“
3.1 Grundgedanken und Entwicklung
3.2 Das Konzept der Balanced Scorecard nach Kaplan und Norton
3.2.1 Finanzwirtschaftliche Perspektive
3.2.2 Kundenperspektive
3.2.3 Interne Prozessperspektive
3.2.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
3.3 Die Verknüpfung von Kennzahlen mit der Strategie
3.3.1 Ursache-Wirkungsbeziehungen
3.3.2 Ergebnisse und Leistungstreiber
4. Uelzena eG, ein Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie
4.1 Das Unternehmen
4.2 Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001 – 2000
4.3 Funktionsbereich Logistik
4.4 Balanced Scorecard im Bereich Logistik
5. Pilotprojekt „Balanced Scorecard im Bereich Logistik“
5.1 Schaffung eines organisatorischen Rahmens
5.2 Die Klärung der strategischen Grundlagen mit Hilfe der Unternehmensscorecard
5.3 Die Entwicklung der Balanced Scorecard
5.4 Sicherstellung des kontinuierlichen Einsatzes der Balanced Scorecard
5.5 Review und Überarbeitung der Unternehmensscorecard
6. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Implementierung der Balanced Scorecard als Instrument der strategischen Unternehmensführung in einem genossenschaftlichen Industrieunternehmen (Uelzena eG). Ziel ist es, ein Pilotprojekt im Bereich Logistik zu erarbeiten, um die strategischen Ziele operationalisierbar zu machen und Erfahrungen für eine mögliche unternehmensweite Einführung zu sammeln.
3.2.3 Interne Prozessperspektive
Das Ziel dieser Perspektive bedeutet nach Kaplan und Norton die Identifikation von Prozessen, die für die Erreichung von Kunden- und Anteilseignerzielen am kritischsten sind. Im folgenden Kapitel werden diese Kernaussage näher erläutert und zusätzlich die Abweichungen von den herkömmlichen Performance Measurement Ansätzen beschrieben.
Nicht umsonst steht die interne Prozessperspektive in der Reihenfolge hinter der Finanz- und Kundensichtweise. Dies ist darauf zurückzuführen, dass mit Hilfe eines Top-Down Prozesses die Ziele der Prozessperspektive aus den Zielen der vorherigen Ansichten abgeleitet werden können. Somit sind die Unternehmen im Stande, sich auf die Prozesse und Messgrößen zu konzentrieren, welche die Ziele für Kunden und Anteilseigner am besten verwirklichen. Anhand dieses Top-Down Ablaufes wird einerseits die Identifikation der Prozesse gewährleistet, die einen maßgeblichen Einfluss auf die vereinbarten Ziele besitzen, andererseits können neuartige Prozesse offengelegt werden, die bis zu diesem Zeitpunkt dem Unternehmen unbekannt waren. „Dieser Prozess zur Ableitung von Zielen und Kennzahlen für die interne Prozessperspektive stellt den Unterschied zwischen der Balanced Scorecard und herkömmlichen Performance Measurement-Systemen sehr gut heraus.“ [Kaplan/Norton, 1997, 89] Eine weitere Abweichung zwischen den existierenden Ansätzen und der Balanced Scorecard besteht in dem Betrachtungsumfang. Herkömmliche Measurement-Ansätze beschränken sich auf einzelne Abteilungen und Verantwortungsbereiche. Die Balanced Scorecard legt ihr Augenmerk auf die gesamten Geschäftsprozesse. Sie weiten die traditionellen Kennzahlen Kosten, Preis und Qualität sowie Durchlaufzeit auch auf die Bereiche aus, die mehrere Abteilungen umfassen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Balanced Scorecard und Begründung der Zielsetzung dieser Arbeit innerhalb der Uelzena eG.
2. Unternehmensführung: Theoretische Einordnung der Balanced Scorecard in die strategische Unternehmensführung, insbesondere in Bezug auf strategische Planung und Kontrolle.
3. Der Managementansatz „Balanced Scorecard“: Ausführliche Darlegung des Konzepts nach Kaplan und Norton sowie Erläuterung der vier Perspektiven und ihrer strategischen Verknüpfung.
4. Uelzena eG, ein Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie: Vorstellung des Unternehmens, seines Qualitätsmanagementsystems und der Logistikabteilung als Rahmenbedingungen für das Pilotprojekt.
5. Pilotprojekt „Balanced Scorecard im Bereich Logistik“: Detaillierte Beschreibung der praktischen Umsetzung und Erarbeitung der Scorecard im Logistikbereich basierend auf dem Horváth-Modell.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der erzielten Erkenntnisse aus dem Projekt und Einschätzung der weiteren Zukunft des Instruments im Unternehmen.
Balanced Scorecard, Unternehmensführung, Strategische Planung, Logistik, Prozessorientierung, Kennzahlen, Performance Measurement, Uelzena eG, Strategische Kontrolle, Ursache-Wirkungsketten, Leistungstreiber, Qualitätsmanagement, Unternehmensstrategie, Pilotprojekt, Zielsetzung.
Es geht um die Einführung einer Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Unternehmensführung in einem speziellen genossenschaftlichen Unternehmen, der Uelzena eG.
Die Arbeit behandelt die strategische Unternehmensführung, das Konzept der Balanced Scorecard, Qualitätsmanagement in der Lebensmittelindustrie und das Projektmanagement bei der Implementierung neuer Führungsinstrumente.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Bereichs-Balanced-Scorecard für die Logistik der Uelzena eG, um strategische Ziele operationalisierbar zu machen und den kontinuierlichen Einsatz des Instruments zu testen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem praxisorientierten Pilotprojekt in Anlehnung an das Implementierungsmodell von Horváth & Partner.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Konzepts, die Vorstellung des Unternehmenskontextes und eine detaillierte, phasenbasierte Dokumentation der Implementierung im Bereich Logistik.
Die wichtigsten Begriffe sind Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Logistik, Performance Measurement und strategische Unternehmensführung.
Der Bereich Logistik wurde als ein abgrenzbarer Funktionsbereich gewählt, der eine hohe Bedeutung innerhalb der Uelzena eG hat, und dessen Leiter ein starkes Interesse an der Steuerung durch das neue Instrument bekundete.
Ein zentrales Problem war die mangelnde methodische Erfahrung bei der Darstellung der komplexen Zusammenhänge und die Schwierigkeit, die Kausalketten wissenschaftlich exakt zu belegen, was zu einer pragmatischen Lösung führte.
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