Bachelorarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,3
I. Vorwort
1. Der Produzent
1.1. Führungsfigur Produzent
1.2. Die tausend Gestalten des Produzenten
1.3. Der Produzent: Berufsrealität in Deutschland
1.4. Die Sonderstellung des Produzenten bei „Bum-Bum“
2. Developing
2.1. Der Stoff: Eine Kurzgeschichte als Vorlage
2.2. Wie kommt der Produzent zum Stoff?
2.3. Autorenrechte
2.4. Drehbucharbeit
2.4.1. Erste Gedanken zur Hauptfigur und zum Plot
2.4.2. Zielgruppe & Unique Selling Point
2.4.3. Arbeit mit der Vorlage: Adaption
2.4.4. Recherche
2.4.5. Arbeit am Buch als kontinuierlicher Prozess
2.5. Rechtliche Fragen im Stadium der Drehbucharbeit
2.5.1. Persönlichkeits- & Markenrechte von Boris Becker
2.5.2. Archivrechte Fremdmaterial
3. Packaging
3.1. Bestandteile des Packaging
3.2. Die Kalkulation
3.2.1. Elemente der Kalkulation
3.2.2. Auszüge
3.2.3. Drehplan
3.2.4. Herstellungsplan
3.2.5. Kostenfindung am Beispiel des Aufnahmeformats
3.2.6. Kalkulieren in SESAM
3.3. Finanzierung
3.3.1. Finanzierung eines Kurzfilms
3.3.2. Filmförderungen
3.3.3. Sender
3.3.4. Beistellungen & Sponsoring
3.3.5. Finanzierungsplan
3.4. Schauspieler
3.5. Stab
3.6. Co-Produktionsvertrag mit Pipeline Filmproduktion
3.7. Die Arbeit des Produktionsleiters
3.8. goodloufilm und Pipeline Filmproduktion
4. Preproduction
4.1. Arbeitsschritte der Preproduction
4.1.1. Motivsuche & Drehgenehmigungen
4.1.2. Arbeitsverträge & -genehmigungen
4.1.3. Technikleihe
4.1.4. Szenenbild, Maske & Kostüm
4.1.5. Stabliste, Dispo & andere Dokumente
4.1.6. Pressearbeit
4.2. Der Produzent beim Dreh
4.3. Nachdreh
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Funktion und Tätigkeit des Produzenten bei der Vorbereitung eines Spielfilms, konkret am Beispiel des Kurzfilms „Bum-Bum“. Dabei wird untersucht, wie kreative, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte in den Phasen der Stoffentwicklung, Finanzierung und Produktion ineinandergreifen.
2.4.1. Erste Gedanken zur Hauptfigur und zum Plot
Die achtziger Jahre. Das „Rundum-Wohlfühl-Paket“ der Bundesrepublik Deutschland. Bei der Adaption der Kurzgeschichte haben sich die beiden Autoren nicht weniger vorgenommen, als die Zeit atmosphärisch auferstehen zu lassen, in der Deutschland noch kein „Sanierungsfall“ war. Vor dem Hintergrund der noch jungen Zeitgeschichte wollen sie von einem kleinen Jungen erzählen, der sein Idol verehrt. Auch die Autoren waren damals noch Kinder. Sie würden diese Zeit glorifizieren – das ist ihnen bewusst, als sie anfangen; und Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmung.
Um trotzdem nicht übers Ziel hinauszuschießen und keine selbstverliebte, sondern allgemeingültige und authentische Geschichte zu erzählen, ist zum einen ausgiebige Recherche nötig, zum anderen Kenntnisse der Drehbucharbeit. Richtig angewandtes Drehbuch Handwerk hilft u.a. bei der „emotionalen Stimmigkeit“ der Geschichte, die es zu erzeugen gilt. A und O ist es, eine Hauptfigur MICHI zu erschaffen, mit der sich der Zuschauer identifizieren kann, einen „emotionalen Träger“. „Ein Film hat Erfolg, wenn er dem Publikum eine Möglichkeit zur Einfühlung bietet. Empathie ist der Wächter am Tor zu den Gefühlen des Publikums.“
Gängige Literatur zur Technik des Drehbuchschreibens empfiehlt schrittweises Vorgehen von der Synopsis (wenige Zeilen), über das Exposé (ca. ein bis fünf Seiten), das Treatment (ca. zehn bis 25 Seiten), bis hin zum Drehbuch in seinen verschiedenen Fassungen. Dies gilt besonders für Langfilme, deren Drehbücher etwa 120 Seiten aufweisen. Aufgrund seiner Kürze kann das Kurzfilm-Drehbuch (hier: 25 Seiten) diese für eine fundierte Stoffentwicklung durchaus empfehlenswerten Stadien komprimieren und überspringen. Ganz am Anfang sollte jedoch, wie auch bei „Bum-Bum“, die Synopsis stehen. In wenigen Zeilen machen darin die Autoren potentiellen Adressaten (und v.a. auch sich selbst) deutlich, um was es in der Geschichte geht. Für die Synopsis sind (wie z.B. auch für Journalisten) die „Sechs Ws“ einer Geschichte wichtig.
1. Der Produzent: Definition der Rolle als Gesamtverantwortlicher und kreative sowie wirtschaftliche Schnittstelle der Filmproduktion.
2. Developing: Darstellung der Stoffentwicklung, von der Adaption einer Kurzgeschichte bis hin zur rechtlichen Absicherung und Drehbucharbeit.
3. Packaging: Erläuterung der organisatorischen und finanziellen Vorbereitung eines Projekts, einschließlich Kalkulation, Finanzierungsplanung und Aufbau eines aussagekräftigen Pakets für Investoren.
4. Preproduction: Detaillierte Beschreibung der praktischen Schritte zur Vorbereitung des Drehs, wie Motivsuche, Vertragswesen und logistische Koordination.
5. Fazit und Ausblick: Resümee über die Notwendigkeit von Organisationstalent und Sozialkompetenz des Produzenten sowie ein Appell für eine neue Mentalität in der Filmbranche.
Filmproduktion, Produzent, Drehbuch, Stoffentwicklung, Finanzierung, Kalkulation, Filmförderung, Kurzfilm, Packaging, Rechteklärung, Markenrecht, Boris Becker, Preproduction, Regie, Filmmanagement
Die Arbeit beleuchtet die vielschichtigen Aufgaben eines Produzenten bei einem Kurzfilmprojekt, wobei insbesondere die Verzahnung von kreativer Vision und wirtschaftlicher Realität im Vordergrund steht.
Die zentralen Felder sind die Stoffentwicklung, die rechtliche Klärung von Persönlichkeitsrechten, die Erstellung einer professionellen Kalkulation sowie die strategische Finanzierung und das Packaging.
Die Forschungsfrage untersucht den Sinn des Berufsbildes „Produzent“ und dokumentiert die praktischen Herausforderungen sowie die unverzichtbaren Erfahrungen bei der Vorbereitung eines professionellen Kurzfilms.
Es handelt sich primär um eine fallstudienbasierte Arbeit, die theoretische Erkenntnisse aus der Fachliteratur mit der praktischen Dokumentation des Projekts „Bum-Bum“ verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Phasen der Filmherstellung: Developing, Packaging und Preproduction, ergänzt durch spezifische Analysen zu Kalkulation und Finanzierung.
Produktionsmanagement, Filmfinanzierung, Stoffentwicklung, Drehbuch, Praxisbericht, Filmrecht.
Die Klärung der Persönlichkeits- und Markenrechte in Bezug auf Boris Becker war aufgrund der fiktionalen Handlung und der Bekanntheit der Person besonders komplex und zeitintensiv.
Die Kalkulation dient als „finanzielles Korsett“ und Grundlage für das gesamte Projekt; sie entscheidet über die Machbarkeit und beeinflusst maßgeblich das Budget und die künstlerische Umsetzung.
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