Diplomarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Themeneinführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Lebensqualität
2.1 Definitionen
2.2 Messen von Lebensqualität und Instrumente der Messung
2.2.1 Short-Form-36 Health-Survey
2.2.2 Dementia Care Mapping
2.3 Lebensqualität und Pflegequalität
3. Ganzheitliche Pflege
3.1 Historie eines Begriffes
3.2 Ganzheitliche Pflege = gute Pflege?
4. Der Pflegeprozess als Mittel zur Sicherung ganzheitlicher Pflege?
4.1 Darstellung des Pflegeprozesses
4.2 Professionalität und Situationsverstehen
4.3 Systemischer Ansatz
4.4 Kritik an der praktischen Anwendung des Pflegeprozesses
5. Auswirkungen von Pflegeprozess und Ganzheitlichkeit auf die Lebensqualität von Heimbewohnern mit psychischen Störungen – Schlussfolgerungen
5.1 Heime in Deutschland
5.1.1 Gesetzliche Grundlagen
5.1.2 Heime als totale Institutionen?
5.1.3 Enquête zur Abschaffung der Heime
5.2 Heimbewohner mit psychischen Störungen
5.2.1 Zahlen
5.2.2 Beschreibung der Störungsbilder
5.2.3 Versuch einer Analyse anhand des besonderen Bedarfs von Heimbewohnern mit psychischen Störungen
6. Resümee/Bedeutung der skizzierten Überlegungen für den Heimalltag
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des Paradigmas der ganzheitlichen Pflege und des Pflegeprozess-Instruments auf die Lebensqualität von Heimbewohnern mit psychischen Störungen, wobei die Beziehungs- und Kommunikationsqualität zwischen Pflegekräften und Bewohnern im Mittelpunkt steht.
2.2.1 Short-Form-36 Health-Survey
Die Messinstrumente zur Erfassung gesundheitsbezogener Lebensqualität lassen sich nach Kirchberger (2000, S. 73) in 2 Gruppen einteilen: 1. Verfahren, die die gesundheitsbezogene Lebensqualität krankheitsübergreifend als so genannte „generic instruments“ erfassen, 2. Verfahren, die diese krankheitspezifisch erfassen.
Der Short-Form-36 Health-Survey (SF-36 Fragebogen zum Gesundheitszustand) ist ein krankheitsübergreifendes Standardinstrument zur Erfassung der subjektiven Einschätzung gesundheitsbezogener Lebensqualität (HRQOL = Health Related Quality of Life). Er stammt aus dem angloamerikanischen Raum und wurde - wie einige andere Messinstrumente auch – in seiner Anwendungsmöglichkeit auf andere Kulturkreise geprüft und entsprechend modifiziert. Er gilt als international führendes und sehr weit verbreitetes Instrument und hebt sich unter anderem durch die Vielfalt seiner Einsatzmöglichkeiten und seine psychometrische Qualität hervor (Kirchberger, 2000, S. 73).
Radoschewski und Bellach (1999, S. 171) betonen die hohe Sensitivität und damit die Eignung dieses Testverfahrens bei älteren chronisch Erkrankten. Das Verfahren blickt auf eine über 20-jährige Entwicklungsgeschichte zurück und beruht auf einer Reihe empirischer Testverfahren. Der Test wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt, wobei für 12 Länder auch Bevölkerungsnormen vorliegen (Kirchberger, 2000, S. 75).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik psychischer Erkrankungen in Heimen und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Lebensqualität durch Pflegeprozesse.
2. Lebensqualität: Definition und Konzepte der Lebensqualität sowie Vorstellung gängiger Messinstrumente und deren Anwendbarkeit im Heimkontext.
3. Ganzheitliche Pflege: Historische Entwicklung des ganzheitlichen Ansatzes und kritische Auseinandersetzung mit der Holismus-Idee in der Pflege.
4. Der Pflegeprozess als Mittel zur Sicherung ganzheitlicher Pflege?: Analyse des Pflegeprozesses als systemisches Instrument, dessen theoretische Grundlagen und Kritik an der starren, algorithmischen Anwendung in der Praxis.
5. Auswirkungen von Pflegeprozess und Ganzheitlichkeit auf die Lebensqualität von Heimbewohnern mit psychischen Störungen – Schlussfolgerungen: Untersuchung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Heimstruktur als "totale Institution" und der speziellen Bedürfnisse psychisch kranker Bewohner.
6. Resümee/Bedeutung der skizzierten Überlegungen für den Heimalltag: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit Empfehlungen für eine reflexive Pflegepraxis statt starrer Prozessmodelle.
Lebensqualität, Ganzheitliche Pflege, Pflegeprozess, Heimbewohner, Psychische Störungen, Pflegequalität, Interaktionsqualität, Total Institution, Systemische Beratung, Reflexive Pflegepraxis, Dementia Care Mapping, SF-36, Autonomie, Kommunikationskultur, Altenpflege.
Die Arbeit befasst sich mit der Lebensqualität von Heimbewohnern, die an psychischen Störungen leiden, und hinterfragt kritisch, ob etablierte Pflegekonzepte wie die "ganzheitliche Pflege" und der "Pflegeprozess" tatsächlich zu einer Verbesserung dieser Lebensqualität beitragen.
Im Fokus stehen das Konzept der Lebensqualität, die theoretischen und praktischen Grundlagen der ganzheitlichen Pflege, der Aufbau und die Kritik des Pflegeprozesses sowie die besonderen Bedürfnisse von Heimbewohnern mit psychischen Erkrankungen.
Die Arbeit analysiert, wie das Paradigma der ganzheitlichen Pflege und das Instrument des Pflegeprozesses die Interaktion zwischen Pflegepersonen und Heimbewohnern mit psychischen Störungen bestimmen und wie dadurch deren Lebensqualität beeinflusst wird.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die durch die Reflektion eigener berufspraktischer Erfahrungen ergänzt wird, um die theoretischen Konzepte auf ihre praktische Umsetzbarkeit hin zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Lebensqualität, die historische und kritische Betrachtung des Ganzheitsbegriffs, die Analyse des Pflegeprozesses und die spezifische Anwendung dieser Themen auf den Heimalltag von Menschen mit psychischen Störungen.
Die zentralen Begriffe sind Lebensqualität, Ganzheitliche Pflege, Pflegeprozess, Heimbewohner mit psychischen Störungen und Interaktionsqualität.
Der Autor nutzt diesen Begriff, um die Gefahr der Entpersönlichung und Fremdbestimmung in Pflegeheimen zu verdeutlichen, in denen standardisierte Routinen die individuellen Bedürfnisse der Bewohner verdrängen können.
Der Autor empfiehlt insbesondere das Modell der "reflexiven Pflegepraxis" nach Johns, welches den Fokus auf Selbstreflexion, Supervision und eine narrative Dokumentation legt, statt den Pflegenden auf einen starren Handlungsalgorithmus zu reduzieren.
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