Diplomarbeit, 2006
115 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Die Europäische Union
A. Die Europäische Gemeinschaft
A.1. Ziel und Hintergründe
A.2. Die Chronologie
A.3. Die Mitglieder
B. Der Binnenmarkt
B.1. Was ist der Binnenmarkt
B.2. Ziele des Binnenmarktes
B.3. Probleme des Binnenmarktes
B.4. Freihandelzone vs. Zollunion
C. Die wichtigsten Verträge
C.1. Die einheitliche europäische Akte
C.1.1. Vorgeschichte
C.1.2. Ziele
C.1.3. Aufbau der Einheitlichen Europäischen Akte
C.1.4. Die wichtigsten der 282 konkreten Maßnahmen
C.2. Der Maastrichter Vertrag
C.2.1. Vorgeschichte
C.2.2. Ziele
C.2.3. Aufbau
C.2.4. Die drei Säulen
C.2.5. Wirtschafts- und Währungsunion
C.2.6. Unionsbürgerschaft
C.2.7. Subsidiaritätsprinzip
C.3. Kopenhagener Kriterien
C.4. Amsterdamer Vertrag
C.4.1. Vorgeschichte
C.4.2. Ziele
C.4.3. Aufbau
C.4.4. Außenpolitik
C.5. Die Verfassung
C.5.1. Vorgeschichte
C.5.2. Ziele
C.5.3. Aufbau
C.5.4. Die wichtigsten Neuerungen
C.5.5. Ratifizierung
D. Die Beitrittskandidaten
E. Die Debatte in Europa
III. Die Republik Türkei
A. Geschichte
B. Geographie
B.1. Lage
B.2. Städte
C. Bevölkerungsstruktur
C.1. Bevölkerung
C.2. Ethnien, Sprache und Religion
D. Politisches System der Türkei
D.1. Verfassung
D.1.1. Grundlegende Rechte und Freiheiten
D.1.2. Änderung der Verfassung
D.2. Hauptorgane
D.2.1. Legislative
D.2.2. Exekutive
D.2.3. Judikative
D.3. Rechtsordnung
D.4. unitaristische Struktur und die Verwaltung des Staates
D.5. Wahlsystem
E. öffentliche Dienstleistungen
E.1. öffentlicher Dienst
E.2. öffentliche Finanzen
E.2.1. Die Klassifizierung der Ausgaben im türkischen Haushaltssystem
E.2.2. öffentliche Einnahmen und Finanzsausgleich
E.2.3. Umfang und Entwicklung des Haushalts
E.2.4. Verschuldung
F. makroökonomische Entwicklung
F.1. Die türk. Wirtschaft und eine liberale Außenwirtschaftspolitik
F.1.1. Geld- und Kapitalmarkt
F.1.2. Bruttosozial- und Bruttoinlandprodukt
F.1.3. Inflation
F.1.4. Erwerbtätigkeit und Erwerbslosigkeit
F.2. Außenwirtschaftliche Beziehungen und die Zahlungsbilanz
F.2.1.1. Ein- und Ausfuhrgüter der Türkei
F.2.1.2. Verteilung der Außenhandels nach Länder
F.2.2. Zahlungsbilanz
F.3. Direktinvestitionen
F.4. Verbraucherschutz
F.5. Umweltschutz
G. Entwicklungen in den wirtschaftlichen Sektoren
G.1. Primärer Sektor
G.2. Sekundärer Sektor
G.3. Tertiärer Sektor
IV. Fazit
Die Arbeit untersucht die historische und wirtschaftliche Entwicklung der Europäischen Union im Kontext des Beitrittsprozesses der Türkei. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Türkei die Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllt, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen politischen Perspektiven innerhalb der EU-Mitgliedstaaten und der makroökonomischen Fortschritte des Landes.
I. Einleitung
Seit Jahrhunderten ist der Traum eines jeden Menschen ein friedliches Zusammenleben miteinander. Um den Frieden in Europa zu sichern, gründete der österrei- chische Graf Richard Coudenhove-Kalergi im Jahre 1923 die Paneuropa- Union. Der französische Außenminister und Friedensnobelpreisträger Aristide Briand überarbeitete den Plan des Grafen und entwarf 1930 einen Plan für eine Europäische Föderation. Diese Pläne scheiterten vor allem am Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland. Erst nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Integration Gestalt an. Die vorrangigen Ziele einer Vereinigung sollten wirtschaftlich, politisch und militärisch sein.
Am 16. April 1948 wurde die OEEC in Paris von 18 europäischen Staaten gegründet um ein gemeinsames Konzept zum wirtschaftlichen Wiederaufbau und zur Zusammenarbeit zu erarbeiten und umzusetzen. Primäres Ziel war es, die europäischen Länder in den Entscheidungsprozess über die Verwendung der Gelder aus dem European Recovery Program, dem sog. "Marshall-Plan", einzubinden. Im Jahre 1961 wurde aus der OEEC die OECD. Die Türkei war Gründungsmitglied dieses neuen Zusammenschlusses. In der OECD waren auch außereuropäische Staaten (USA, Japan usw.) beteiligt. Die Gründung des Europarates in London am 05. Mai 1949 war von politischer Bedeutung. Bereits am 19. September 1946 hatte sich der britische Oppositionsführer Winston Churchill für eine Art “Vereinigte Staaten von Europa” ausgesprochen.
Im Europarat werden zwischenstaatliche, völkerrechtlich verbindliche Abkommen abgeschlossen. Das Ziel hierbei ist, das gemeinsame Erbe zu bewahren und wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern. Die Türkei ist zwar kein Mitgründer, trat aber noch im selben Jahr dem Europarat bei. Die Entwicklung der Verteidigungspolitik nahm einen übereuropäischen Verlauf. Der Großteil der westeuropäischen Staaten, USA und Kanada gründeten im Jahre 1949 die NATO. Die Türkei ist seit dem 18. Februar 1952 in dieser Organisation. Hinter den USA stellt die Türkei, an Anzahl der Soldaten gemessen, die zweitgrößte Macht dar. Wäre die Türkei in so einer geographischen Lage nicht ein großer Rückhalt für den Frieden? Sollte so ein strategisch wichtiger Staat auch nicht der EU angehören?
I. Einleitung: Beschreibt die historischen Hintergründe der europäischen Einigungsbestrebungen und die strategische Einbindung der Türkei in internationale Organisationen.
II. Die Europäische Union: Analysiert die institutionelle Entwicklung der EU, zentrale Verträge, den Binnenmarkt sowie die Kriterien für eine Erweiterung.
III. Die Republik Türkei: Beleuchtet die Geschichte, Geographie, das politische System sowie die wirtschaftliche Entwicklung und sektorale Transformation der Türkei.
IV. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Integrationsfortschritt der Türkei kritisch im Vergleich zu anderen Beitrittskandidaten.
Europäische Union, Türkei, Beitritt, Binnenmarkt, Kopenhagener Kriterien, Zollunion, Wirtschaftsentwicklung, Makroökonomie, Außenpolitik, Reformen, Integration, Sektoranalyse, Geschichte, Demokratie, Laizismus.
Die Arbeit analysiert den Entwicklungsprozess der Europäischen Union und setzt diesen in Bezug zu den Beitrittsbemühungen der Türkei, wobei sowohl politische als auch wirtschaftliche Faktoren beleuchtet werden.
Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte und Institutionen der EU, das politische und wirtschaftliche System der Türkei sowie die kontrovers geführte Beitrittsdebatte in verschiedenen europäischen Ländern.
Ziel ist es, die Eignung der Türkei für einen EU-Beitritt zu bewerten, indem die historischen Entwicklungen und die aktuellen makroökonomischen Fortschritte des Landes den Beitrittskriterien gegenübergestellt werden.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, die auf der Auswertung von Primärverträgen, wirtschaftlichen Statistiken und einer Literaturanalyse der Beitrittsdebatte basiert.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zuerst werden die wichtigsten EU-Verträge und Kriterien erläutert, danach folgt eine detaillierte Analyse der Türkei hinsichtlich Geschichte, Geographie, Politik, öffentlicher Dienstleistungen und wirtschaftlicher Sektoren.
Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Europäische Union, Türkei, Beitritt, Kopenhagener Kriterien, Zollunion, Wirtschaftswachstum und politische Reformen beschreiben.
Der Autor argumentiert, dass ein Beitritt der Türkei bereits historisch überfällig sei und kritisiert die EU dafür, ihre Glaubwürdigkeit verloren zu haben, obwohl die Türkei die geforderten Kriterien in ausreichendem Maße erfülle.
Die Arbeit betont, dass durch Reformen seit 2003 die Rolle des Militärs gezielt begrenzt wurde, um den Weg zum EU-Beitritt und die zivile Kontrolle zu stärken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

