Diplomarbeit, 2006
77 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
2 Manageranreize in Investitions- und Finanzierungs-entscheidungen
2.1 Interessenskonflikte und Organisationsstruktur
2.2 Managerinteressen und opportunistisches Verhalten
2.3 Entscheidungs- und Kontrollrechte verändern Manageranreize
2.3.1 Der interne Kapitalmarkt (ICM)
2.3.2 Veränderung der Manageranreize und Socialism
2.3.3 Aktive Beeinflussung der Kapitalallokationsentscheidungen
2.4 Diversification Discount
2.5 Die Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz
3 Manageranreize im Rahmen der Integration von Allianz und Dresdner Bank
3.1 Die Dresdner Bank im Allianzkonzern
3.1.1 Einflussnahme und Anstrengung im 2 Manager Fall
3.1.2 Einflussnahme und Anstrengung im n Manager Fall
3.1.3 Arbeitszeitmodell für n Manager
3.2 Zusammenführung zweier Unternehmenskulturen
3.3 Der Einfluss von Vergütungsverträgen auf Manageranreize
4 Theoretische Methoden der Anreizsteigerung und deren praktische Anwendbarkeit
4.1 Monitoring und Anreizverträge – Die Behandlung von Symptomen
4.2 Entscheidungskompetenzen und Anreizsteigerung
4.3 Anwendungsmöglichkeiten im Fall Allianz / Dresdner Bank
5 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht, inwiefern Interessenskonflikte und Anreizprobleme von Managern die Durchführung und den Erfolg einer Unternehmensintegration beeinflussen können, wobei das Praxisbeispiel der Übernahme der Dresdner Bank durch die Allianz als zentrale Fallstudie dient.
2.1 Interessenskonflikte und Organisationsstruktur
Individuen haben eigene Interessen, die sie von anderen Individuen unterscheiden: Der Vorstand eines Aktienunternehmens ist neben der Performance der Firma auch an einem großen Büro, einem teuren Firmenwagen und einem hohen Ansehen interessiert (perks oder private benefits). Die Aktionäre hingegen interessieren sich lediglich für die Rendite ihres Investments in Form der Unternehmensbeteiligung. Derart unterschiedliche Vorstellungen werden als Interessenskonflikte bezeichnet und resultieren in einem Anreizproblem (Moral hazard Problem), wenn die Tätigkeit des Vorstands nicht beobachtet werden kann. Das Verhältnis Aktionär zu Vorstand kann dann als typisches Principal – Agent Problem verstanden werden: Der Agent (Vorstand) führt gewisse Tätigkeiten durch und der Prinzipal (Aktionär) trägt die Konsequenzen, z.B. durch die resultierende Änderung des Aktienkurses oder die Dividendenzahlung.
Sofern private Informationen existieren (z.B. in Form von unternehmensinternen Informationen des Vorstands) kommt es zu einem Informationsproblem (Adverse selection): Potentielle Investoren wissen nicht genau, ob sie Aktien eines guten oder eines schlechten Unternehmens erwerben. Somit besteht die Gefahr, dass sie möglicherweise zu viel bezahlen (Überbewertung der Aktie). Der Vorstand des jeweiligen Unternehmens kennt jedoch die Entwicklungschancen und Potentiale seines Unternehmens und somit die Ertragskraft und den tatsächlichen Unternehmenswert besser als die diversen Marktteilnehmer oder Anteilseigner.
1 Problemstellung: Das Kapitel führt in die M&A-Thematik ein und beleuchtet die Bedeutung der Integrationsphase für den Erfolg einer Akquisition sowie die spezifische Problematik der Allianz/Dresdner Bank-Übernahme.
2 Manageranreize in Investitions- und Finanzierungs-entscheidungen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Interessenskonflikten, Prinzipal-Agent-Problemen und dem internen Kapitalmarkt (ICM) gelegt, die erklären, wie Organisationsstrukturen Manageranreize verzerren können.
3 Manageranreize im Rahmen der Integration von Allianz und Dresdner Bank: Dieses Kapitel nutzt Modellberechnungen, um aufzuzeigen, wie sich die Veränderung von Kapitalbudgets und der Manageranzahl während der Integration auf die Anreize zu Leistung und Einflussnahme auswirkt.
4 Theoretische Methoden der Anreizsteigerung und deren praktische Anwendbarkeit: Es werden Methoden wie Monitoring, Anreizverträge und die Delegation von Entscheidungskompetenzen diskutiert, um den durch Integration verursachten Anreizproblemen entgegenzuwirken.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Balance zwischen Informationsnutzung durch Delegation und der aktiven Steuerung über interne Kapitalmärkte entscheidend für den Integrationserfolg ist.
Manageranreize, Interne Kapitalmärkte, Integration, M&A, Interessenskonflikte, Principal-Agent-Theorie, Einflussnahme, Rent-Seeking, Unternehmenswert, Anreizverträge, Organisationsstruktur, Kapitalallokation, Allianz, Dresdner Bank, Diversification Discount
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Interessenskonflikten und Anreizproblemen von Managern auf den Erfolg von Unternehmensintegrationen.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise interner Kapitalmärkte (ICM), Manageranreize in hierarchischen Strukturen, strategische Kommunikation sowie der Einfluss von Vergütungsverträgen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie durch eine Integration veränderte Rahmenbedingungen (wie Kapitalverfügbarkeit und Manageranzahl) den Leistungsanreiz und das opportunistische Verhalten von Managern beeinflussen können.
Die Autorin kombiniert die Analyse aktueller Fachliteratur mit theoretischen Modellberechnungen, um das Verhalten von Managern in internen Kapitalmärkten bei unterschiedlichen Integrationsszenarien zu simulieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse von Anreizstrukturen sowie deren Anwendung auf das Praxisbeispiel der Allianz/Dresdner Bank-Übernahme.
Manageranreize, Interne Kapitalmärkte, Integration, M&A, Interessenskonflikte und Kapitalallokation.
Die Modelle zeigen, dass eine Steigerung der Anzahl der Manager im ICM oft zu einer Reduktion des Anstrengungsniveaus führt, da die Grundzuteilung pro Manager sinkt und der Wettbewerb um Ressourcen zunimmt.
Die unterschiedlichen Kulturen – Allianz als vertriebsorientierter Versicherungskonzern gegenüber der Dresdner Bank als beratungsorientiertes Geldhaus – führten zu Interessenskonflikten und erschwerten die erfolgreiche Umsetzung der Allfinanz-Strategie.
Die Delegation kann vorteilhaft sein, um den Informationsvorteil der Manager vor Ort zu nutzen, besonders wenn ein hoher Anteil an nicht kommunizierbaren "Soft-Informationen" über Kunden oder Projekte existiert.
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