Magisterarbeit, 2005
124 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
I AUFSTIEG UND FALL DER NPD IN DEN 60ER JAHREN
1 VON DER DRP ZUR NPD- PERSONELLE UND ORGANISATORISCHE KONTINUITÄTEN
1.1 Die Entstehungsbedingungen der NPD
1.2 Gründung und Konsolidierung der NPD
2 DIE NPD ALS WAHLPARTEI
2.1 Die Wahlerfolge der NPD bis zur Niederlage bei der Bundestagswahl 1969
2.2 Die Determinanten der NPD- Wahlerfolge und –niederlagen
2.3 Die Sozialstruktur der NPD-Mitglieder und Wähler
3 DIE IDEOLOGISCHEN UND PROGRAMMATISCHEN SCHWERPUNKTE DER NPD
3.1 Die Programmatik der NPD in ihren offiziellen Verlautbarungen
3.2 Die NPD-Ideologie im Überblick
II DER AUFSTIEG DER NPD BIS ZUR BUNDESTAGSWAHL 1969 IM SPIEGEL DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG
1 GRÜNDUNG UND KONSOLIDIERUNG DER NPD
1.1 Die Berichterstattung über die zunehmende Veranstaltungstätigkeit der NPD im Vorfeld der Bundestagswahl 1965
1.2 Der Umgang der demokratischen Parteien mit der NPD im Bundestagswahlkampf 1965
1.3 Die Auseinandersetzungen außerparlamentarischer Gruppen mit der NPD
1.4 Zwischen wachsender Besorgnis und Anbiederung- die bayerischen Kommunalwahlen im Februar 1965
1.4.1 Die anwachsende Besorgnis bei den Gewerkschaften und der SPD nach den Bundestagswahlen 1965
1.4.2 Die Auseinandersetzungen um das „Kulmbacher Wahlbündnis“ bei den bayerischen Kommunalwahlen im Februar 1966
1.4.3 Die Reaktionen auf den Erfolg der NPD bei den Kommunalwahlen in Bayern
2 VON HESSEN NACH BADEN-WÜRTTEMBERG: DIE PHASE DER LANDTAGSWAHLERFOLGE DER NPD VON NOVEMBER 1966 BIS APRIL 1968
2.1 Die innenpolitische Ausgangslage im Herbst 1966 und deren Auswirkungen auf die Wahlchancen der NPD in Hessen und Bayern
2.2 Der Schock der Landtagswahlen in Hessen und Bayern im November 1966
2.2.1 Die Reaktionen der politischen Parteien auf den Wahlschock in Hessen
2.2.1.1 Die Haltung der Bundesregierung und führender Unionspolitiker
2.2.1.2 Die Kommentierung des Wahlausgangs in Hessen durch die SPD vor dem Hintergrund der Bonner Regierungskrise
2.2.2 Die Einordnung des NPD-Wahlerfolgs in Hessen durch die politischen Beobachter in den Medien
2.2.3 Die Reaktionen der Parteien und der politischen Beobachter auf den Einzug der Nationaldemokraten in den bayerischen Landtag
2.2.4 Das Echo des hessischen und bayerischen Wahldebakels im Ausland
2.2.5 Die Bedeutung der NPD-Erfolge in Hessen und Bayern für die Bildung der Großen Koalition in Bonn
2.3 Die innerparteilichen Auseinandersetzungen der NPD nach den Landtagswahlen in Hessen und Bayern
2.4 Die Reaktionen der Volksparteien auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg 1968
III DER BUNDESTAGSWAHLKAMPF ODER DER MARSCH AUF BONN
1 DIE AUSEINANDERSETZUNGEN UM EIN VERBOT DER NPD
1.1 Der Verlauf der Verbotsdebatte
1.2 Die öffentliche Diskussion der Verbotsfrage nach der offiziellen Kabinettsentscheidung
2 DIE PARTEIEN IM BUNDESTAGSWAHLKAMPF
2.1 Die Wahlkampfstrategie der NPD
2.2 Die Taktik der demokratischen Parteien im Bundestagswahlkampf
2.3 Die Diskussionen um die richtige Taktik der demokratischen Parteien
3 DIE AUßERPARLAMENTARISCHEN AUSEINANDERSETZUNGEN MIT DER NPD IM WAHLKAMPF
3.1 Die Ereignisse rund um den Frankfurter Cantate-Saal am 25. Juli 1969
3.1.1 Der Verlauf der Ereignisse
3.1.2 Die Reaktionen auf die Ereignisse im Cantate-Saal
3.2 Die Deutschlandfahrt Adolf von Thaddens im Wahlkampf
3.3 Die Bedeutung militanter Widerstandsformen für die Wahlchancen der NPD
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie politische Parteien und die breite Öffentlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre auf die Wahlerfolge der NPD reagierten. Im Zentrum steht dabei die Analyse, inwiefern diese Reaktionen und die damit verbundenen strategischen Abwehrmaßnahmen sowohl den Aufstieg als auch den letztlichen Niedergang der NPD beeinflussten und welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die innenpolitischen Weichenstellungen, insbesondere die Bildung der Großen Koalition, hatten.
3.2 Die NPD-Ideologie im Überblick
Zusammengenommen ergibt sich ein durch die verschiedenen Analysen umfassend gestütztes Bild der programmatischen Ausrichtung der NPD in der zweiten Hälfte der 60er Jahre. Danach wurde die Ideologie der NPD von den postfaschistischen Meinungsführern, die zum überwiegenden Teil aus der DRP stammten, hauptsächlich als flexibles Instrument zur Gewinnung von Anhängern gesehen und bestand aus Reflexen auf die Ressentiments der ins Visier genommenen Bezugsgruppen der „Heimatlosen Rechten“ und möglicher Anhänger innerhalb des rechtskonservativen Spektrums der etablierten Parteien ebenso wie derjenigen Arbeiter, die unter wirtschaftlichen Strukturkrisen zu leiden hatten. Dementsprechend kann von einer einheitlichen Parteiideologie nicht gesprochen werden; vielmehr wurden verschiedene Versatzstücke aus den Wortfeldern „Recht und Ordnung“, „Deutschland“ „Kriegsschuld“ „Volksgemeinschaft“ „Antikommunismus“ mit Anspielungen auf die angeblich positiven Elemente der NS-Ideologie vermengt und unter der gebetsmühlenhaften Betonung des Bekenntnisses zur Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland je nach Bedarf unterschiedlich in die Propaganda eingebracht.
EINLEITUNG: Die Einleitung skizziert die Ausgangslage der NPD in der Bundesrepublik der 60er Jahre und stellt die Leitfragen zur Interaktion zwischen NPD, etablierten Parteien und Öffentlichkeit dar.
I AUFSTIEG UND FALL DER NPD IN DEN 60ER JAHREN: Dieses Kapitel behandelt die personelle und organisatorische Kontinuität von der DRP zur NPD, die Entwicklung der NPD als Wahlpartei und ihre programmatischen Grundlagen.
II DER AUFSTIEG DER NPD BIS ZUR BUNDESTAGSWAHL 1969 IM SPIEGEL DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG: Der Abschnitt analysiert die Reaktionen auf die NPD-Erfolge bei Kommunal- und Landtagswahlen sowie deren Einfluss auf die Bildung der Großen Koalition.
III DER BUNDESTAGSWAHLKAMPF ODER DER MARSCH AUF BONN: Das Kapitel fokussiert auf die Verbotsdebatte, die Strategien der Parteien im Bundestagswahlkampf 1969 und die Bedeutung außerparlamentarischer Auseinandersetzungen.
NPD, Rechtsextremismus, Bundestagswahl 1969, Große Koalition, politische Öffentlichkeit, Parteienforschung, DRP, Wahlkampfstrategie, Verbot der NPD, Wirtschaftsgeschichte, BRD 1960er Jahre, Protestwahl, Ideologie, politische Radikalisierung, APO
Die Arbeit untersucht die Reaktionen von Parteien und Öffentlichkeit auf die NPD-Wahlerfolge in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre und deren Auswirkungen auf die politische Landschaft der alten Bundesrepublik.
Zentrale Themen sind die Entstehung und Ideologie der NPD, der politische Umgang der etablierten Parteien mit dieser Herausforderung sowie die Rolle, die die NPD bei der Entstehung der Großen Koalition spielte.
Die Arbeit analysiert, wie die Öffentlichkeit und Parteien auf den NPD-Aufstieg reagierten, welche strategischen Abwehrmöglichkeiten genutzt wurden und inwieweit diese Interaktionen zum Aufstieg und letztlichen Scheitern der Partei an der 5%-Hürde beitrugen.
Die Arbeit basiert auf einer historischen und politikwissenschaftlichen Analyse, die sich auf zeitgenössische Quellen, Pressearchive und umfangreiche Literatur zur Parteien- und Rechtsextremismusforschung stützt.
Im Hauptteil werden der Aufstieg und Fall der NPD, die Reaktionen im Vorfeld von Wahlen (Hessen, Bayern, Baden-Württemberg) sowie die Strategien im Bundestagswahlkampf 1969 detailliert beleuchtet.
Die wichtigsten Begriffe sind NPD, Rechtsextremismus, Bundestagswahl 1969, Große Koalition und politische Öffentlichkeit.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Scheitern neben eigenen strategischen Fehlern der NPD und der Konsolidierung der Großen Koalition auch auf die zunehmende Distanzierung der Wählerschaft aufgrund der mit Krawallen verbundenen öffentlichen Wahrnehmung der NPD zurückzuführen ist.
Das Bündnis in Kulmbach gilt als Beispiel für das taktische Lavieren demokratischer Parteien und die daraus resultierende öffentliche Kritik, da es der NPD durch die Zusammenarbeit ungewollte Legitimität verlieh.
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