Diplomarbeit, 2006
106 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffliche Definitionen und Abgrenzungen zu anderen Gebieten
2.1 Krankenstand, Absentismus und anderen Ausfallzeiten
3. Ursachen von Absentismus und Krankheit
4. Erklärungsmodelle zur Arbeitsmotivation und Fehlzeiten
5. Modelle zur Senkung von Fehlzeiten
6. Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitermotivation und -führung
7. Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
8. Kontrollierende und belohnende Maßnahmen
9. Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung
10. Analyse und Bewertung der Maßnahmen zur Senkung des Absentismus
11. Schlussbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das Problem des Absentismus in Unternehmen transparent zu machen und strategische Ansätze zur Senkung der Fehlzeiten unter besonderer Berücksichtigung der betrieblichen Gesundheitsförderung aufzuzeigen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie Unternehmen durch eine umfassende Analyse und gezielte, präventive Maßnahmen die Anwesenheit ihrer Mitarbeiter nachhaltig steigern können, ohne dabei repressiven Druck auszuüben.
2.1 Krankenstand, Absentismus und anderen Ausfallzeiten
Professor Dr. Nieder, ein Autor, der sich seit langem mit der Fehlzeitenproblematik auseinandersetzt (z.B. 1979, 1984, 1984, 1987, 1991, 1995, 1998, 2003) und sich deren Ursachen widmet, definiert den Sammelname Fehlzeiten wie folgt:
“Alle Zeiten, in denen der Mitarbeiter seine Arbeitskraft dem Unternehmen nicht zur Verfügung stellt, auf die das Unternehmen aber einen Anspruch hat, gelten als Fehlzeiten. Wobei der Anspruch des Unternehmens auf die Soll-Arbeitszeit im Arbeitsvertrag mit dem Mitarbeiter festgelegt wird. Daher werden alle Zeiten, die von der Soll-Arbeitszeit ausfallen, als Fehlzeiten verstanden“.
Im Hinblick auf die zentrale Zielsetzung der Arbeit, Erkenntnisse und geeignete betriebliche Maßnahmen zur Reduzierung von Fehlzeiten zu gewinnen, erscheint eine Differenzierung der Fehlzeiten in Untergruppen für sinnvoll. Durch ein Zahlenbeispiel in Abbildung 2 wird deutlich, in wie weit es möglich ist, Fehlzeiten zu strukturieren und zu beeinflussen.
Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Fehlzeitenursache und deren Hintergründe. Aus ihnen geht hervor, ob es sich dabei um den Krankenstand, unentschuldigte, gesetzlich geregelte Fehlzeiten oder um Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen handelt.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung, Zielsetzung und Relevanz von Fehlzeiten im betrieblichen Kontext.
2. Begriffliche Definitionen und Abgrenzungen zu anderen Gebieten: Erläutert die theoretischen Begrifflichkeiten und Abgrenzungen von Fehlzeiten, Krankenstand und Absentismus.
3. Ursachen von Absentismus und Krankheit: Analysiert die vielfältigen betrieblichen und außerbetrieblichen Ursachen für Fehlzeiten.
4. Erklärungsmodelle zur Arbeitsmotivation und Fehlzeiten: Stellt psychologische Motivationsmodelle wie die Bedürfnishierarchie nach Maslow und die Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg vor.
5. Modelle zur Senkung von Fehlzeiten: Führt in den anwendungsbezogenen Teil ein, der Möglichkeiten zur präventiven Senkung des Absentismus diskutiert.
6. Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitermotivation und -führung: Diskutiert die Rolle von Vorgesetzten, Schulungen und die Bedeutung kooperativer Führung.
7. Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Beleuchtet Ansätze wie Gruppenarbeit, Arbeitszeitflexibilisierung und den Abbau physischer Belastungen.
8. Kontrollierende und belohnende Maßnahmen: Bewertet Instrumente wie Informationssysteme, Fehlzeitenbriefe und Prämienmodelle hinsichtlich ihrer Wirkung.
9. Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung: Konzentriert sich auf präventive Strategien, Gesundheitsberichterstattung und die Installation von Gesundheitszirkeln.
10. Analyse und Bewertung der Maßnahmen zur Senkung des Absentismus: Reflektiert die Wirksamkeit der zuvor vorgestellten Ansätze als strategische Handlungsempfehlung.
11. Schlussbetrachtung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und wirft einen Blick auf zukünftige Anforderungen, insbesondere in kleinen und mittleren Betrieben.
Absentismus, Fehlzeiten, Krankenstand, betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsmotivation, Mitarbeiterführung, Rückkehrgespräche, Gesundheitszirkel, Prävention, Arbeitsbedingungen, Arbeitszufriedenheit, Fehlzeitenquote, Lohnfortzahlungsgesetz, Personalführung, Unternehmenserfolg.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse von Fehlzeiten im Betrieb und entwickelt Strategien zu deren Senkung, wobei der Fokus auf gesundheitsfördernden und motivierenden Maßnahmen liegt.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Fehlzeitenanalysen mit personalpsychologischen Ansätzen und Maßnahmen der Gesundheitsförderung.
Ziel ist es, das Problem des Absentismus transparent zu machen und Handlungsempfehlungen zu geben, wie Unternehmen durch humane und präventive Maßnahmen die Anwesenheit langfristig steigern können.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Literaturanalyse bestehender personalwirtschaftlicher und psychologischer Theorien sowie auf die Auswertung betrieblicher Fehlzeitenstatistiken.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ursachen von Fehlzeiten, die theoretische Fundierung durch Motivationsmodelle sowie eine detaillierte Gestaltungsempfehlung für betriebliche Maßnahmen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Absentismus, Gesundheitsförderung, Fehlzeitenmanagement und Arbeitsmotivation charakterisiert.
Rückkehrgespräche dienen der Fürsorge und Ursachenforschung; sie sollen dem Mitarbeiter signalisieren, dass er geschätzt wird, anstatt ihn als "Fehlenden" zu sanktionieren.
Prämien werden oft als kontraproduktiv angesehen, da sie ein Verhalten belohnen, zu dem der Arbeitnehmer ohnehin verpflichtet ist, und die Gefahr bergen, dass Kranke aus rein finanziellen Motiven zur Arbeit erscheinen.
Gesundheitszirkel führen Experten und betroffene Mitarbeiter zusammen, um gemeinsam Arbeitsbedingungen zu verbessern und gesundheitliche Belastungen vor Ort gezielt abzubauen.
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