Magisterarbeit, 2007
123 Seiten, Note: 1,3
A. EINLEITUNG
B. DIE GLOBALE AUSBREITUNG DER DEMOKRATIE
I. MESSTHEORETISCHE GRUNDLAGEN
1. Das Problem: Demokratie bellt nicht
2. Die Konsequenz: Indikatoren als Korrelate
3. Die Güte der Messung
3.1 Validität als Maßstab
3.2 Beurteilungsrelevante Leitfragen
4. Die Polyarchietheorie als Bezugspunkt
4.1 Demokratie als Grenzwert
4.2 Regimespektrum und Kategorisierungsschwellen
II. DEMOKRATIEINDIZES
1. Der Demokratisierungsindex nach Vanhanen
1.1 Messaufbau
a) Demokratiebegriff
b) Operationalisierung
c) Indexbildung
d) Kategorisierungsschwelle
1.2 Datenanalyse
a) Auswertungsverfahren
b) Messergebnis
1.3 Bewertung
a) Empirische Kritik
α) Verzerrungen durch zeitvariable Bewertungen
β) Ergebnisanpassung durch Konzeptmodifikation
b) Rein konzeptionelle Kritik
2. Der Polity-Index nach Jaggers und Gurr
2.1 Messaufbau
a) Demokratiebegriff
b) Operationalisierung
c) Indexbildung
d) Kategorisierungsschwelle
2.2 Datenanalyse
a) Auswertungsverfahren
b) Messergebnis
2.3 Bewertung
a) Empirische Kritik
b) Rein konzeptionelle Kritik
α) Messung durch subjektiven Entscheid
β) Erhöhung der Reliabilität durch Seriosität
γ) Beeinträchtigungen der Validität
III. KRITISCHE WÜRDIGUNG
1. Das Ausmaß weltweiter Demokratisierung
2. Die Bedeutung valider Demokratiemessung
3. Die empirische Immunität der Demokratiemessung – eine Metareflexion
C. DIE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN DER DEMOKRATIE
I. EINIGE ALLGEMEINE VORÜBERLEGUNGEN
1. Die Sprungstelle
2. Der systematische Gleichlauf zweier Größen
2.1 Messwerte
2.2 Konstrukte
3. Die Demokratie als abhängige Variable
3.1 Grundprinzip der Regressionsanalyse
3.2 Hypothese und Kausalität
3.3 Anpassungsgüte
3.4 Signifikanztests
II. ÖKONOMISCHER WOHLSTAND
1. Der quantifizierte Zusammenhang
1.1 Ausgangshypothese
1.2 Hypothesenprüfung
1.3 Modifikationen
a) Einschränkung des Wirkzusammenhangs
b) N-kurvenförmiger Zusammenhang
c) Wohlstandsindikator
d) Zeitverzögerte Wirkung
2. Der qualitative Zusammenhang
2.1 Modernisierungstheorie
2.2 Plausibilitätsüberlegungen
a) Wirkrichtung
b) Wirkzusammenhang
3. Der gegenwärtige Forschungsstand
III. WEITERE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN
1. Die Dispersion gesellschaftlicher Machtressourcen
1.1 Hypothese
1.2 Hypothesenprüfung
1.3 Bewertung
2. Die Religion
2.1 Hypothese
2.2 Hypothesenprüfung
2.3 Bewertung
3. Ein Forschungsabriss
IV. KRITISCHE WÜRDIGUNG
D. SCHLUSSFOLGERUNGEN
I. DEMOKRATIE ALS GLOBALKONZEPT STAATLICHER ORGANISATION
II. AUSSAGEKRAFT DER EMPIRISCH-ANALYTISCHEN DEMOKRATIETHEORIE
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die empirisch-analytische Demokratietheorie zur Untersuchung der Frage heranzuziehen, ob ein weltweiter Trend zur Demokratisierung existiert und welche Faktoren diesen Prozess maßgeblich begünstigen.
3. Die empirische Immunität der Demokratiemessung – eine Metareflexion
Mit Ausnahme der beiden zuletzt genannten Argumente entfaltet sich die Bedeutung der Demokratiemessung damit jedoch erst im Falle vorhandener Validität. Denn ist das angewandte Verfahren nicht valide, so erscheint jede daran anknüpfende Forschungsaktivität unnötig. Nun ist die Bewertung der Validität aber alles andere als problemlos. Vielmehr wurde bereits mehrfach auf dabei zutage tretende Schwierigkeiten hingewiesen (s. z.B. S. 19). Der Großteil der formulierten Kritik beschränkte sich deshalb auf die Aufdeckung evidenter interner Widersprüche, weil darüber hinaus gehende Bedenken eines objektiven Maßstabes bedürften, dessen Existenz logisch ausgeschlossen ist. Dieses Unmöglichkeits-Postulat, welches eigentlich gegen die empirische Kritik vorgebracht wurde, gilt jedoch streng genommen auch für jede konzeptionelle Kritik. Wenn z.B. Jaggers Gurr vorgeworfen wird, die Dimension der Wahlen nur unzureichend zu erfassen, so impliziert das bereits eine eigene Vorstellung darüber, in welchem Ausmaß dieser Aspekt in einer Demokratie vorhanden sein müsse. Da eine solche Kritik aber selbst nur subjektiven Überlegungen entspringt, stellt sich die fundamentale Frage, ob überhaupt eine Aussage über die Validität von Demokratiemessverfahren getroffen werden kann, oder ob diese aufgrund ihrer logischen Zirkularität nicht bloße Tautologien darstellen.
A. EINLEITUNG: Einführung in die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Existenz und der Begünstigungsfaktoren eines weltweiten Trends zur Demokratisierung.
B. DIE GLOBALE AUSBREITUNG DER DEMOKRATIE: Darstellung und kritische Analyse verschiedener messtheoretischer Grundlagen sowie spezifischer Indizes zur Quantifizierung von Demokratie.
C. DIE BEGÜNSTIGUNGSFAKTOREN DER DEMOKRATIE: Diskussion der empirischen Zusammenhänge zwischen ökonomischem Wohlstand, weiteren Einflussfaktoren wie Religion oder Machtressourcen und dem Grad der Demokratisierung.
D. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Abschließende Bewertung der Demokratie als Globalkonzept staatlicher Organisation sowie eine Reflexion über die Aussagekraft der empirisch-analytischen Demokratietheorie.
Demokratie, Demokratiemessung, empirisch-analytische Demokratietheorie, Demokratisierungstrend, Validität, Reliabilität, Vanhanen, Polity-Index, Jaggers und Gurr, Modernisierungstheorie, ökonomischer Wohlstand, Machtressourcen, Religion, Regressionsanalyse
Die Arbeit untersucht die globale Ausbreitung der Demokratie und bewertet mithilfe der empirisch-analytischen Demokratietheorie, ob ein weltweiter Demokratisierungstrend empirisch belegbar ist und welche Faktoren diesen beeinflussen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Demokratiemessung, die kritische Evaluierung etablierter Demokratieindizes und die Analyse von Begünstigungsfaktoren für Demokratie, wie etwa Wohlstand oder gesellschaftliche Machtverteilung.
Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit bestehender Messkonzepte zur Demokratie zu prüfen und zu erörtern, ob Demokratie als ein globales Konzept staatlicher Organisation begründet werden kann.
Es werden vor allem Methoden der empirisch-analytischen Forschung eingesetzt, insbesondere die Auswertung von Demokratieindizes (z.B. nach Vanhanen und Jaggers/Gurr) sowie die Diskussion statistischer Regressionsanalysen zur Bestimmung von Kausalzusammenhängen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Messverfahren für Demokratie sowie die Diskussion der Modernisierungstheorie und weiterer Faktoren, die als Begünstigung für demokratische Systeme angeführt werden.
Wichtige Begriffe sind Demokratiemessung, Operationalisierung, Validitätsprüfung, Modernisierungstheorie, ökonomischer Wohlstand und empirisch-analytische Theorie.
Die Polyarchietheorie wird als grundlegender theoretischer Bezugspunkt für die Entwicklung der modernen Demokratiemessverfahren identifiziert, der den Maßstab für viele Folgeuntersuchungen gesetzt hat.
Das BIP pro Kopf wird als unvollkommener Indikator kritisiert, da es beispielsweise informelle Schattenwirtschaften nicht erfasst und somit die tatsächlichen ökonomischen Lebensverhältnisse eines Landes nur unzureichend abbildet.
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