Diplomarbeit, 2006
108 Seiten, Note: 2
0 EINLEITUNG
1 ERKLÄRUNGEN UND DEFINITION
2 TYPISIERUNG DER ARBEITSLOSIGKEIT
2.1 Friktionelle Arbeitslosigkeit
2.2 Saisonale Arbeitslosigkeit
2.3 Strukturelle Arbeitslosigkeit
2.4 Konjunkturelle Arbeitslosigkeit
3 ANGEBOT UND NACHFRAGE AUF DEM ARBEITSMARKT
4 RÜCKBLICK AUF DIE ENTWICKLUNG DER ERWERBSTÄTIGKEIT UND DER ARBEITSLOSIGKEIT
4.1 Die Phasen der Arbeitslosigkeit
4.2 Die Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung
5 DAS PROFIL DER ARBEITSLOSIGKEIT
5.1 Regionen
5.1.1 Arbeitslosenstruktur in Westdeutschland
5.1.2 Arbeitslosenstruktur in Ostdeutschland
5.1.3 Ursachen der regionalen Unterschiede
5.2 Jüngere und Ältere
5.3 Qualifikation
5.4 Frauen und Männer
5.5 Ausländer
5.6 Behinderte
6 BESCHÄFTIGUNGSSICHERUNG UND MEHRBESCHÄFTIGUNG DURCH ARBEITSZEITPOLITIK - ZWISCHENSTUFEN ZWISCHEN ARBEITSLOSIGKEIT UND ERWERBSTÄTIGKEIT
6.1 Teilzeitarbeit
6.2 Atypische Beschäftigungsformen
6.2.1 Geringfügig Beschäftigte
6.2.2 Befristet Beschäftigte
6.2.3 Leiharbeit
6.2.4 Scheinselbstständigkeit
7 URSACHEN VON ARBEITSLOSIGKEIT UND UNGLEICHEN ERWERBSCHANCEN - ARBEITSMARKT- UND BESCHÄFTIGUNGSTHEORIEN
7.1 Der ökonomische Ansatz – zwischen Balance, Politik und Marktstrategien
7.1.1 Die neoklassische Arbeitsmarkttheorie
7.1.2 Keynes´sche Arbeitsmarkttheorie
7.1.3 Humankapitaltheorie
7.2 Segmentationstheorien
8 FOLGEN DER ARBEITSLOSIGKEIT
8.1 Finanzielle Folgen
8.2 Soziale und psychische Folgen
8.3 Gesundheitliche Einschränkung
9 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Arbeitslosigkeit in Deutschland mit einem Fokus auf deren theoretische Hintergründe, die vielfältigen Ursachen sowie die gravierenden sozialen und gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. Dabei wird analysiert, wie sich der deutsche Arbeitsmarkt über die Jahrzehnte entwickelt hat und welche Personengruppen besonders von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
2.3 Strukturelle Arbeitslosigkeit
Die strukturelle Arbeitslosigkeit ist auf Veränderungen in der Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur zurückzuführen. Sie entsteht unabhängig von konjunkturellen Schwankungen, vielmehr durch Schrumpfungsprozesse in einzelnen Wirtschaftszweigen, die Auswirkungen auf das Stellenangebot haben, zu Entlassungen und damit auch zu Unterbeschäftigung führen. Davon können unter Umständen ganze Regionen betroffen sein (Ungleiche Entwicklung einzelner Wirtschaftsräume). Strukturelle Arbeitslosigkeit kann aber auch durch Disproportionen zwischen dem Stellenangebot des Arbeitsmarktes und der Berufsstruktur des vorhandenen Arbeitspotentials sein. Da die Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen nicht schnell wirksam sind, ist diese Art meist längerfristig. Eng verbunden mit dem Begriff der strukturellen Arbeitslosigkeit ist die sog. „Mismatch-Problematik“. Obwohl rein rechnerisch viele offene Stellen für Arbeitslose vorhanden wären, können diese nicht besetzt werden, da bei „einem erfolgreichen Zusammentreffen“ zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer „Profildiskrepanzen“ hinsichtlich regionaler oder qualifikatorischer Komponenten auftreten. Das heißt, dass Arbeitslose falsche bzw. zu geringe Qualifikationen aufweisen als es die offenen Stellen erfordern bzw. die Arbeitnehmer in anderen Regionen wohnen und nicht mobil sind. Diese Art der Arbeitslosigkeit wird stets problematischer, da der „Wandel der Arbeitswelt im Zuge des technischen Fortschritts und der Globalisierung“ weiter voranschreitet.
0 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Verschärfung der Lage am deutschen Arbeitsmarkt seit den 90er Jahren und führt in die zentralen Dimensionen der Arbeit sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.
1 ERKLÄRUNGEN UND DEFINITION: Dieses Kapitel differenziert die Begriffe Erwerbslosigkeit und Arbeitslosigkeit und erläutert statistische Abgrenzungen sowie die Bedeutung von Vollbeschäftigung.
2 TYPISIERUNG DER ARBEITSLOSIGKEIT: Hier werden die verschiedenen Formen der Arbeitslosigkeit, insbesondere die friktionelle, saisonale, strukturelle und konjunkturelle Arbeitslosigkeit, systematisch klassifiziert.
3 ANGEBOT UND NACHFRAGE AUF DEM ARBEITSMARKT: Das Kapitel behandelt die Bestimmungsfaktoren der Beschäftigungsnachfrage und des Arbeitskräfteangebots im gesamtwirtschaftlichen Kontext.
4 RÜCKBLICK AUF DIE ENTWICKLUNG DER ERWERBSTÄTIGKEIT UND DER ARBEITSLOSIGKEIT: Es erfolgt eine historische Einordnung der Beschäftigungsentwicklung in der Bundesrepublik, unterteilt in verschiedene Phasen seit 1949 sowie nach der Wiedervereinigung.
5 DAS PROFIL DER ARBEITSLOSIGKEIT: Dieses Kapitel analysiert spezifische Risikogruppen (Regionen, Jüngere/Ältere, Qualifikation, Frauen/Männer, Ausländer, Behinderte) hinsichtlich ihres Arbeitslosigkeitsrisikos.
6 BESCHÄFTIGUNGSSICHERUNG UND MEHRBESCHÄFTIGUNG DURCH ARBEITSZEITPOLITIK - ZWISCHENSTUFEN ZWISCHEN ARBEITSLOSIGKEIT UND ERWERBSTÄTIGKEIT: Das Kapitel untersucht den Wandel weg vom Normalarbeitsverhältnis hin zu atypischen Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit, Leiharbeit und geringfügiger Beschäftigung.
7 URSACHEN VON ARBEITSLOSIGKEIT UND UNGLEICHEN ERWERBSCHANCEN - ARBEITSMARKT- UND BESCHÄFTIGUNGSTHEORIEN: Es werden ökonomische Theorien (Neoklassik, Keynes) und Segmentationstheorien gegenübergestellt, um die tieferliegenden Ursachen von Arbeitslosigkeit zu erklären.
8 FOLGEN DER ARBEITSLOSIGKEIT: Die Analyse konzentriert sich auf die finanziellen Folgen für Betroffene sowie die sozialen, psychischen und gesundheitlichen Auswirkungen des Arbeitsplatzverlustes.
9 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen des deutschen Arbeitsmarktes unter demographischen Gesichtspunkten.
Arbeitslosigkeit, Erwerbslosigkeit, Arbeitsmarkt, Vollbeschäftigung, Arbeitslosenquote, Langzeitarbeitslosigkeit, Strukturwandel, Humankapitaltheorie, Segmentationstheorien, prekäre Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, Teilzeitarbeit, soziale Ungleichheit, Armutsrisiko, Qualifikation
Die Arbeit bietet eine umfassende soziologische und ökonomische Analyse des Phänomens Arbeitslosigkeit in Deutschland, inklusive ihrer Theorien, Ursachen und Folgen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Typisierung von Arbeitslosigkeit, die historische Entwicklung am Arbeitsmarkt, die Analyse von Risikogruppen, atypische Beschäftigungsformen sowie theoretische Erklärungsmodelle.
Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Mechanismen der Arbeitslosigkeit zu schaffen, die Disparitäten zwischen verschiedenen sozialen Gruppen aufzuzeigen und die Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft kritisch zu beleuchten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender soziologischer und ökonomischer Theorien sowie die Auswertung statistischer Datenmaterialien, um die Thematik problemorientiert aufzuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Arbeitsmarktsituation, die detaillierte Untersuchung spezifischer Problemgruppen (wie Ausländer, Behinderte, Qualifizierte) und die Erörterung theoretischer Ansätze zur Ursachenforschung.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Arbeitslosenquote, Strukturwandel, prekäre Beschäftigung, Humankapital, Segmentationstheorien und soziale Disparitäten aus.
Die Arbeit arbeitet heraus, dass die Qualifikation als entscheidendes Humankapital fungiert; eine geringe Qualifikation erhöht das Risiko marginalisiert zu werden und langfristig arbeitslos zu bleiben erheblich.
Die Wiedervereinigung wird als Zäsur betrachtet, die durch den Zusammenbruch ostdeutscher Produktionsstrukturen und den daraus resultierenden Beschäftigungsabbau zu einer dauerhaften regionalen Disparität geführt hat.
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