Bachelorarbeit, 2005
70 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Vorbilder - US Late Night Shows und ihr Definitionsrahmen
2.1 Das übergeordnete Genre der Talk Show
2.1.1 Die Early-Morning News Talk Magazine Show
2.1.2 Die Daytime Audience-Participation Show
2.1.3 Die Late-Night Entertainment Talk Show
2.2 Sendeplatz
2.3 Moderation
2.4 Ausstattung und Bühnenbild
2.5 Band und Musik
2.6 Von Sidekicks, Announcern und Regulars
2.7 Intro und Opening Monologue
2.8 Standard-Rubriken und Comedy-Elemente
2.8.1 Top Ten List
2.8.2 Jay Walking und Headlines
2.9 Gäste
3 Ursprünge des Late Night Talk in Deutschland
3.1 Erste Adaptionsversuche - „Je später der Abend“
3.2 III nach 9
4 „Dualer Talk“ - Late Night im Privatfernsehen
4.1 Gottschalk Late Night
4.2 Die RTL-Nachtshow
4.3 Die Harald Schmidt Show
4.4 Anke Late Night
5 Konkurrenz im Late Night Slot
5.1 Mehr Talk als Show - Gesprächsfernsehen zu später Stunde bei ARD und ZDF
5.2 Mehr Show als Talk - Übernommene Elemente bei Pro Sieben
5.3 Die Rückkehr - Harald Schmidt in der ARD
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der US-amerikanischen und deutschen Entwicklung des Fernsehformats "Late Night Show", um zu beurteilen, ob deutsche Adaptionen tatsächlich den US-Kriterien entsprechen.
2.4 Ausstattung und Bühnenbild
Ein weiteres zentrales Merkmal einer jeden Late Night Show ist die Art der Bühnendekoration. Schließlich ist die Studioumgebung, in der eine Show präsentiert wird, neben dem Moderator die Hauptidentifikationsquelle für das Publikum. Anhand der Dekoration entscheidet sich, ob sich der Fernsehzuschauer wohlfühlt und er ein Ambiente vorfindet, in dem er sich gerne aufhält. Schon seit den Anfängen des Genres wurde immer großer Wert darauf gelegt, eine Art Wohnzimmergefühl zu vermitteln. Dabei ging es allerdings keineswegs darum, dem Zuschauer zu suggerieren, er würde sich in seinen eigenen vier Wänden befinden, sondern viel mehr darum, eine räumliche Mischung aus gemütlicher Bodenständigkeit und Show-Flair zu kreieren. Das Ziel dieser Gratwanderung zwischen modernem und konservativem Bühnendesign ist das Erreichen eines möglichst großen Zuschauerquerschnitts.
Im Laufe der Jahre haben sich einige Konstanten herauskristallisiert, die trotz regelmäßiger Anpassungen an den Geschmack der Zeit, in nahezu jeder Late Night Show vertreten sind. Die Aufteilung der Bühne ist sehr klar strukturiert. Sie besteht im Wesentlichen aus drei Teilen. So ist der linke oder rechte Bühnenrand meist für die Showband reserviert, gefolgt von einer Stand-Up Ebene, die für den Auftritt und Eröffnungsmonolog des Moderators genutzt wird. Dies ist je nach Größe des Studios ebenfalls die Bühne für eventuelle musikalische Gäste. Bei Jay Leno und David Letterman etwa ist für diesen Zweck eine weitere Bühne vorgesehen, die wesentlich mehr Raum für komplexere Inszenierungen bietet. Daran angeschlossen ist der so genannte Desk, der Tisch, von dem aus der Host die meiste Zeit durch die Sendung führt, Einspieler anmoderiert und Gespräche mit seinen Gästen führt. „These shows are about the guy behind the desk“ stellte Johnny Carson bereits in den 60er Jahren fest. Dieses Zitat beschreibt sehr klar, welch zentrale Bedeutung das Bild von einem Moderator hinter einem bevorzugt massiven Holztisch für das Format Late Night Show hat. Es dürfte mit Sicherheit das meistassoziierte Bild sein, was der durchschnittliche Fernsehzuschauer vor Augen hat, wenn er an eine Late Night Show denkt.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Adaption des US-Late-Night-Formats im deutschen Fernsehen.
2 Vorbilder - US Late Night Shows und ihr Definitionsrahmen: Umfassende Analyse der US-amerikanischen Standards, wie Sendeplatz, Moderation, Bühnenbild und inhaltliche Elemente.
3 Ursprünge des Late Night Talk in Deutschland: Chronologische Aufarbeitung der ersten Talk-Pionier-Sendungen im deutschen Fernsehen.
4 „Dualer Talk“ - Late Night im Privatfernsehen: Detaillierte Betrachtung der deutschen Adaptionsversuche durch Gottschalk, RTL, Harald Schmidt und Anke Engelke.
5 Konkurrenz im Late Night Slot: Vergleich der unterschiedlichen Ansätze von öffentlich-rechtlichem Gesprächsfernsehen und privaten Unterhaltungsshows.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Inkompatibilitäten sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Genres.
Late Night Show, Talk Show, Fernsehformat, Adaption, US-Fernsehen, Moderation, Comedy, Harald Schmidt, Gottschalk Late Night, Anke Late Night, Quotendruck, Fernsehgeschichte, Stand-Up Comedy, Programmplanung, Unterhaltung.
Die Arbeit analysiert das Format der "Late Night Show" und untersucht, wie dieses spezifisch amerikanische Konzept in den deutschen Fernsehmarkt adaptiert wurde und welche Herausforderungen dabei entstanden.
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Genres, den Vergleich zwischen US-Vorbildern und deutschen Kopien sowie die medienwissenschaftliche Einordnung der deutschen TV-Landschaft.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der US-Kriterien festzustellen, ob Formate, die in Deutschland als "Late Night" bezeichnet werden, diesen Anspruch inhaltlich und strukturell auch tatsächlich erfüllen.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Untersuchung, die auf historischer Einordnung, Format-Analyse und dem Abgleich mit US-Standards basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition des Formats (US-Vorbilder), die historischen Ursprünge in Deutschland und die konkrete Fallanalyse bekannter deutscher Produktionen.
Late Night Show, Fernsehformat, Adaption, Moderation, Comedy, Harald Schmidt und Sendeplatzgestaltung.
Die Show gilt als erste und einzige deutsche Produktion, die über Jahre hinweg erfolgreich nahezu alle US-amerikanischen Stilelemente integrieren konnte und somit als Referenzpunkt für das Genre in Deutschland dient.
Der Autor argumentiert, dass der Erfolg einer Late Night Show untrennbar mit der Qualität der Stand-Up Comedy verbunden ist; das Scheitern einiger deutscher Formate wird unter anderem auf einen mangelhaften Comedy-Teil zurückgeführt.
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