Examensarbeit, 1994
52 Seiten, Note: 1
Diese Arbeit befasst sich mit dem Weg der Kirche in Mecklenburg zwischen 1989 und 1993. Sie analysiert die ekklesiologische Relevanz der Verlautbarungen von Kirchenleitung, Bischof und Synode in dieser Zeit.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Einführung des neuen Kirchensteuerabzugsverfahrens und der damit verbundenen Folgen für die Kirche. Es beleuchtet die Synodaltagungen und die Entscheidungen, die zur Adaption des Modells der "Volkskirche" führten.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit in der Kirche. Es analysiert die Synodaltagungen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzten, und untersucht die ekklesiologischen Implikationen der Debatten um die Vergangenheit.
Das dritte Kapitel behandelt den Prozess der Vereinigung mit der EKD und den Beitritt zur VELKD. Es betrachtet die Bedeutung des Abschieds vom Bund und analysiert die Synodaltagungen, die sich mit diesem Wandel befassten.
Das vierte Kapitel untersucht die Debatte um Frieden, Krieg und "Seelsorge an Soldaten" im Kontext der neuen politischen Situation nach der Wende. Es beleuchtet die Vorgeschichte, die Synodaltagungen und die weitere Entwicklung der Diskussion um diese Thematik.
Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Gemeindeaufbau und dem geistlichen Leben in der Kirche nach dem "Herbst '89". Es analysiert die Veränderungen, die in diesem Bereich stattfanden, und untersucht die ekklesiologische Relevanz dieser Entwicklungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen der Kirchengeschichte in Mecklenburg, insbesondere der ekklesiologischen Relevanz von Synodaltagungen, Verlautbarungen von Kirchenleitung und Bischof, der Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit, der "Volkskirche" und dem Gemeindeaufbau im Kontext der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach der Wende 1989.
Die Kirche musste in einer pluralistischen Gesellschaft eine neue Rolle finden und entschied sich weitgehend für das westdeutsche Modell der „Volkskirche“, um gesellschaftlich relevant zu bleiben.
Die Einführung des Kirchensteuerabzugs war Teil eines Finanzierungsmodells, das die flächendeckende geistliche Versorgung und neue Aufgabenfelder wie Diakonie und Religionsunterricht ermöglichen sollte.
Die Aufarbeitung der Stasi-Belastung war ein zentrales Thema mehrerer Synodaltagungen zwischen 1990 und 1994, um die ekklesiologische Identität der Kirche zu klären.
Es markierte den Abschied von der „Weg- und Arbeitsgemeinschaft des Bundes“ der DDR-Kirchen und den Beitritt zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie zur VELKD.
Trotz neuer rechtlicher und finanzieller Möglichkeiten sank die Zahl der Kirchenmitglieder stetig, was die Frage aufwarf, ob das Modell der flächendeckenden Volkskirche noch tragfähig ist.
In der neuen politischen Realität wurde intensiv über Frieden, Krieg und die kirchliche Begleitung von Soldaten debattiert, was zu neuen ekklesiologischen Standpunkten führte.
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