Diplomarbeit, 2006
87 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Begriffsabgrenzung Hedge-Fonds
2.1 Definition
2.2 Charakteristika und Abgrenzung zu traditionellen Anlagefonds
2.3 Historische Entwicklung des Hedge-Fonds-Marktes
3 Hedge-Fonds-Strategien
3.1 Überblick
3.2 Marktneutrale Strategien
3.2.1 Convertible Arbitrage
3.2.2 Equity Market Neutral
3.2.3 Fixed Income Arbitrage
3.3 Ereignisorientierte Strategien
3.3.1 Distressed Securities
3.3.2 Risk Arbitrage
3.4 Opportunistische Strategien
3.4.1 Dedicated Short Bias
3.4.2 Emerging Markets
3.4.3 Global Macro
3.4.4 Long/Short Equity
3.5 Managed Futures
4 Empirische Untersuchung
4.1 Datengrundlage
4.2 Potenzielle Datenverzerrung
5 Performanceanalyse
5.1 Auswahl der Benchmark
5.2 Rendite- und Risikoanalyse
5.3 Alternative Performancemaße
5.3.1 Berücksichtigung höherer Momente
5.3.2 Modifizierung des Sharpe-Ratios
5.3.3 Downside-Risk und das Sortino-Ratio
5.4 Fazit und kritische Würdigung
6 Hedge-Fonds im Portfoliokontext
6.1 Portfoliotheorie nach Markowitz
6.1.1 Darstellung des Modells
6.1.2 Korrelationsanalyse
6.1.3 Einsatz von Hedge-Fonds in einem traditionellen Portfolio
6.2 Alternative Portfolioanalyse
6.2.1 Berücksichtigung der Lower-Partial-Moments im Portfolio
6.2.2 Dynamische Korrelationsanalyse
6.3 Fazit und kritische Würdigung
7 Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Performance und Risikostruktur von Hedge-Fonds im Vergleich zu traditionellen Anlageformen über den Zeitraum von 1994 bis 2006. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Hedge-Fonds in unterschiedlichen Marktphasen durch ihre speziellen Anlagetechniken eine überlegene risiko-adjustierte Performance bieten können und welchen Beitrag sie zur Optimierung eines bestehenden Portfolios leisten.
2.1 Definition
Der Sammelbegriff „Hedge-Fonds“ steht für eine sehr heterogene Gruppe von Anlageformen, für die es weder eine Legaldefinition gibt noch eine allgemein gültige Abgrenzung zu anderen Investmentklassen. Bemüht man sich den Terminus „Hedge-Fonds“ über einen etymologischen Ansatz zu erklären, so kann dies schnell in die Irre verleiten. Der aus dem englischen Sprachgebrauch stammende Begriff „Hedging“ bezeichnet die Absicherung einer vorhandenen oder noch aufzubauenden Position gegen unerwünschte Marktentwicklungen, indem eine Gegenposition in der Weise erstellt wird, dass sich Gewinne und Verluste aus beiden potenziellen Marktpreisänderungen annährend kompensieren. Es handelt sich somit um eine Maßnahme zur Risikobegrenzung. Die Absicherung gegen unerwünschte Marktentwicklungen entspricht jedoch nicht der vorrangigen Zielsetzung eines Hedge-Fonds. Allerdings verwenden sie als Finanzinstrumente vermehrt Derivate, welche auch zum Hedging genutzt werden.
Die Grundmotive für den Einsatz von Derivaten liegen zum einen in der Abwicklung eines Hedging, aber auch in der Spekulation und Arbitrage. In den Anwendungsbereich von Hedge-Fonds fallen dabei fast ausschließlich nur die letzten zwei genannten Nutzungsmöglichkeiten. Getrieben von der Spekulations- und Arbitragezielsetzung können Hedge-Fonds einige Merkmale aufweisen, die charakteristisch für diese Anlagegruppe sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Kontroverse um Hedge-Fonds ein und definiert das Ziel, deren Rendite-Risiko-Verhalten empirisch gegenüber traditionellen Anlagen zu prüfen.
2 Begriffsabgrenzung Hedge-Fonds: Das Kapitel erläutert den heterogenen Charakter von Hedge-Fonds, ihre Abgrenzung zu traditionellen Anlagefonds und beleuchtet die historische Entwicklung dieses speziellen Marktsegments.
3 Hedge-Fonds-Strategien: Hier werden verschiedene Ansätze zur Systematisierung der Hedge-Fonds-Strategien dargestellt, unterteilt in marktneutrale, ereignisorientierte und opportunistische Strategien sowie Managed Futures.
4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die Datengrundlage (Credit Suisse/Tremont-Indizes) und geht kritisch auf systematische Verzerrungen (Biases) bei der Datenerfassung ein.
5 Performanceanalyse: Hier erfolgt die empirische Auswertung der Renditen unter Anwendung klassischer (Sharpe-Ratio) und alternativer Performancemaße, unter Berücksichtigung von Nicht-Normalverteilung und Downside-Risk.
6 Hedge-Fonds im Portfoliokontext: Das Kapitel untersucht durch Portfoliotheorie nach Markowitz und alternative Analysen, inwieweit Hedge-Fonds zur Diversifikation in einem traditionellen Portfolio beitragen können.
7 Zusammenfassung: Abschließend werden die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammengefasst, wobei sowohl die Performancevorteile als auch die spezifischen Risiken kritisch gewürdigt werden.
Hedge-Fonds, Portfoliomanagement, Performanceanalyse, Sharpe-Ratio, Sortino-Ratio, Risiko-Rendite-Verhältnis, Diversifikation, Markowitz-Modell, Lower-Partial-Moments, Normalverteilung, Korrelation, Absolute Return, Finanzmärkte, Investmentstrategien
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung von Hedge-Fonds hinsichtlich ihrer Performance und Risiken sowie ihrer Eignung zur Integration in ein traditionelles Anlageportfolio.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Hedge-Fonds, deren verschiedene Strategien, die empirische Messung der risikoadjustierten Performance und die mathematische Portfoliooptimierung unter verschiedenen Risikomaßen.
Das Hauptziel besteht darin, kritisch zu beleuchten, ob Hedge-Fonds gegenüber traditionellen Anlagen tatsächlich stabilere oder höhere risiko-adjustierte Renditen liefern können und ob sie die Diversifikation eines Anlegerportfolios verbessern.
Die Arbeit stützt sich auf eine empirische Datenanalyse von Hedge-Fonds-Indizes (1994-2006), die Berechnung zentraler Verteilungsmomente (JB-Test), die Anwendung der Portfoliotheorie nach Markowitz und die Integration von Lower-Partial-Moments (LPMs) zur Risikoanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Performanceanalyse unter Verwendung verschiedener Renditekennzahlen sowie in eine Portfolioanalyse, welche die Auswirkungen von Hedge-Fonds auf Effizienzlinien untersucht.
Hedge-Fonds, Portfoliomanagement, Performanceanalyse, Sharpe-Ratio, Diversifikation, Markowitz-Modell und Risiko-Rendite-Verhältnis sind die zentralen Begriffe.
Da viele Hedge-Fonds-Strategien nicht normalverteilte Renditen aufweisen, ist die alleinige Nutzung der Standardabweichung als Risikomaß problematisch. Deshalb werden alternative Maße wie die modifizierte Sharpe-Ratio und Sortino-Ratio angewandt.
Die Korrelation bestimmt das Diversifikationspotenzial. Die Arbeit zeigt, dass niedrige oder negative Korrelationen zwischen Hedge-Fonds und traditionellen Anlagen zu einer Verschiebung der Effizienzkurve führen und somit das Portfolio optimieren können.
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