Hausarbeit, 2007
67 Seiten
Hinführung zum Thema
Kapitel 1 Kindheit im historischen Verlauf
1.1 Was bedeutet überhaupt der Begriff „Kindheit“?
1.2 Rückblick: Kindheit früher
1.3 Entstehung und Entwicklung von Kindheit
Kapitel 2 Ansätze der Kindheitsforschung
2.1 Psychologische und soziologische Theorien
2.1.1 Psychoanalyse
2.1.2 Lerntheorien
2.1.4 Theorie der sozialen Interaktion
2.2 Integrative Theorien
2.2.1 Die systematisch-ökologische Theorie
2.2.2 Die Sozialisationstheorie
Kapitel 3 Strukturveränderungen von Kindheit in sozialen Lebensbereichen
3.1 Lebensbereich Familie
3.1.1 Familiengröße
3.1.2 Veränderung von Familienformen
3.1.3 Erwerbstätigkeit beider Eltern und Konsequenzen für Partnerschaft und Kind
3.1.4 Scheidung und Ein-Eltern-Familien
3.1.5 Auswirkungen elterlicher Arbeitslosigkeit
3.1.6 Der Wandel der Beziehungen innerhalb der Familie
3.2 Lebensbereich Schule
3.2.1 Leistungserwartungen und Leistungsdruck
3.2.2 Hausaufgabensituation und familiäre Atmosphäre
3.2.3 Schulstress und gesundheitliche Situation
3.2.4 Schule als Lebens- und Erfahrungsraum von Kindern
3.3 Lebensbereich Freizeit
3.3.1 Kindliche Aktivitäten
3.3.2 Spielkontakte und Freundschaften
3.3.3 Freizeit und Medien
Kapitel 4 Entwicklungs- und Gesundheitsprobleme
4.1 Was bedeutet „Gesundheit“?
4.2 Erscheinungsformen chronischer Krankheiten im Kindesalter
4.3 Psychosomatische Krankheiten
4.3.1 Auffälligkeiten im Leistungsbereich
4.3.2 Auffälligkeiten im affektiven Bereich
4.3.3 Medikamenten- und Drogenkonsum
4.3.4 Vernachlässigung, Misshandlung und sexueller Missbrauch
4.4 Ansätze der Gesundheitsförderung
Resümee und Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die strukturellen Veränderungen von Kindheit in der modernen Gesellschaft aufzuzeigen und ein Verständnis für moderne Kindererziehung zu entwickeln, das den vielschichtigen Anforderungen und Risiken der heutigen Lebenswelt gerecht wird. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie sich veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen auf die Entwicklung, die Gesundheit und die Lebensbewältigung von Kindern auswirken.
Beispiel verzweifelter Eltern
Die Eltern des neunjährigen Jan wissen sich nicht mehr zu helfen. Seit dem Kleinkindalter können sie sich an kein ruhiges Wochenende mehr erinnern. Es vergeht kein Tag ohne Streit und Trotz. Machtkämpfe, lange und laute Wutausbrüche sind an der Tagesordnung. Um Jan wenigstens zu den allernotwendigsten Dingen zu bewegen wie Hausaufgaben erledigen oder sich waschen, haben sie mit der Zeit zu immer härteren Strafen gegriffen. Die üblichen Maßnahmen wie Fernsehverbot haben schon längst ihre Wirkung verloren. In letzter Zeit hilft nicht einmal mehr Zimmerarrest. So haben sie sogar schon des Öfteren »handfest« gestraft.
Jans Eltern haben das Gefühl, dass ihnen ihr Sohn zusehends entgleitet; er wirkt unnahbar und ist sehr launisch. Er scheint gar nichts mehr ernst zu nehmen und Strafen immer weniger zu fürchten. Sie haben den Eindruck, er lege es inzwischen regelrecht darauf an, dass sie die Beherrschung verlieren.
Die Eltern sagen über sich selbst, dass sie von ihrem Kind so gefordert werden und so gereizt sind, dass sie sich mittlerweile über alles und jedes aufregen. Auf die Frage, was ihnen eigentlich an ihrem Kind gut gefällt oder Freude bereitet, fällt beiden zunächst nichts ein. Später meinen sie, dass Jan recht witzig sein könne. Aber eigentlich würden sie nur noch mit weiteren Problemen rechnen und nichts Positives erwarten.
(aus Lauth et. al 2002))
Kapitel 1 Kindheit im historischen Verlauf: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Wandel vom Kind als "kleinem Erwachsenen" hin zur Entstehung von Kindheit als eigenständige Lebensphase nach.
Kapitel 2 Ansätze der Kindheitsforschung: Hier werden zentrale theoretische Konzepte der psychologischen, soziologischen und integrativen Forschung vorgestellt, um ein modernes Verständnis von Kindererziehung zu begründen.
Kapitel 3 Strukturveränderungen von Kindheit in sozialen Lebensbereichen: Dieses Kapitel analysiert tiefgreifende Wandlungsprozesse in den drei Hauptlebensbereichen Familie, Schule und Freizeit.
Kapitel 4 Entwicklungs- und Gesundheitsprobleme: Das Kapitel befasst sich mit modernen gesundheitlichen Belastungen und Risiken für Kinder sowie mit effektiven Ansätzen der Gesundheitsförderung.
Kindheit, Sozialisation, Familie, Schule, Freizeit, Kindheitsforschung, Gesundheitsförderung, Erziehung, Persönlichkeitsentwicklung, Strukturwandel, Systemtheorie, Medien, Leistungsdruck, Psychosomatik, Kinderschutz.
Die Arbeit behandelt die strukturellen Veränderungen kindlicher Lebenswelten in der modernen Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die Entwicklung und Gesundheit von Kindern.
Die zentralen Felder sind der Wandel der Familienstrukturen, schulische Anforderungen, kindliche Freizeitgestaltung sowie gesundheitliche Herausforderungen in der heutigen Zeit.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für eine moderne Kindererziehung zu vermitteln, die Kindern hilft, sich in einer vielschichtigen Welt adäquat zu entwickeln und als eigenständige Persönlichkeiten zu entfalten.
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Ansätze der Kindheitsforschung, insbesondere psychologische und soziologische Theorien sowie systemisch-ökologische Modelle, die durch aktuelle wissenschaftliche Literatur untermauert werden.
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, theoretische Forschungsansätze, den Strukturwandel in Familie, Schule und Freizeit sowie spezifische Entwicklungs- und Gesundheitsprobleme bei Kindern.
Wichtige Begriffe sind Kindheit, Sozialisation, Gesundheitsförderung, Erziehung, Strukturwandel, Leistungsdruck und Kinderschutz.
Das Modell betrachtet Familie als Gesamtsystem, in dem sich Eltern- und Kindverhalten gegenseitig in zirkulären Verstärkungsprozessen beeinflussen, statt ein Verhalten einseitig nur einem Individuum zuzuschreiben.
Da Medien zur alltäglichen Realität gehören, ist eine pädagogische Begleitung notwendig, um Kindern einen kritischen, kompetenten und selbstbestimmten Umgang zu ermöglichen, statt sie lediglich vor Verboten zu stellen.
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