Diplomarbeit, 2004
99 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Arbeitszeitflexibilisierung in der arbeitsmarktpolitischen Diskussion
1.3. Forschungsschwerpunkte in der Wissenschaft
1.4. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Fixkostenproblematik im Produktionsbereich
2.1. Typische Kostenstrukturen im Produktionsbereich
2.2. Fixkostenblock und Beschäftigungsrisiko
2.3. Ansatzpunkte der Fixkostenpolitik
2.3.1. Zurechenbarkeit von Fixkosten
2.3.2. Disponierbarkeit von Fixkosten
2.3.2.1. Fixkosten als Zeitquanten
2.3.2.2. Fixkosten als Sachquanten
2.3.3. Kapazitätsorientierte Nutzung der Leistungspotentiale
2.3.3.1. Entstehung von Nutz- & Leerkosten
2.3.3.2. Verfügbarkeitsverluste
2.4. Grenzen des Fixkostenabbaus bei sich ändernden Marktverhältnissen
2.5. Notwendigkeit der Fixkostenflexibilisierung
3. Grundlagen der Arbeitszeitflexibilisierung
3.1. Grundlegende Gestaltungsansätze
3.1.1. Entkopplung von Arbeits- und Betriebszeit
3.1.2. Dispositionsspielräume für Arbeitnehmer
3.1.3. Offene und geschlossene Arbeitszeitsysteme
3.2. Ziele der Arbeitszeitflexibilisierung
3.2.1. Ausdehnung der Betriebszeit
3.2.2. Vermeidung personeller Über- und Unterkapazitäten
3.2.3. Anreiz- und Motivationseffekte
3.3. Allgemeine Problemfelder der Arbeitszeitflexibilisierung
3.3.1. Rechtliche Rahmenbedingungen
3.3.2. Betriebliche Einsatzbedingungen
3.3.2.1. Personelle Einsatzbedingungen
3.3.2.2. Organisatorische Einsatzbedingungen
3.3.2.3. Produktionstechnische Einsatzbedingungen
3.3.3. Sonstige Anforderungen
4. Analyse und Bewertung der Grundmodelle flexibler Arbeitszeitgestaltung
4.1. Herleitung des Analyse- und Bewertungsschemas
4.1.1. Betriebszeitausdehnung
4.1.2. Anpassung an Marktschwankungen
4.1.3. Sonstige Effekte
4.1.4. Analyse- und Bewertungsschema
4.2. Dimensionen der Arbeitszeitgestaltung
4.2.1. Die chronologische Gestaltung
4.2.2. Die chronometrische Gestaltung
4.3. Formen chronologischer Arbeitszeitflexibilisierung
4.3.1. Schichtarbeit
4.3.1.1. Konzept der Schichtarbeit
4.3.1.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der Schichtarbeit
4.3.1.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.3.2. Einfache Gleitzeitarbeit
4.3.2.1. Konzept der einfachen Gleitzeitarbeit
4.3.2.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der Gleitzeitarbeit
4.3.2.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.4. Formen chronometrischer Arbeitszeitflexibilisierung
4.4.1. Kurz- und Überarbeit
4.4.1.1. Konzepte der Kurz- und Überarbeit
4.4.1.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der Kurz- und Überarbeit
4.4.1.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.4.2. Teilzeitarbeit
4.4.2.1. Konzept der Teilzeitarbeit
4.4.2.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der Teilzeitarbeit
4.4.2.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.4.3. Sonstige Formen chronometrischer Arbeitszeitgestaltung
4.4.3.1. Gleitender Übergang in den Ruhestand
4.4.3.2. Sabbaticals
4.5. Formen chronologischer und chronometrischer Arbeitszeitflexibilisierung
4.5.1. Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit (KAPOVAZ)
4.5.1.1. Konzept der KAPOVAZ
4.5.1.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der KAPOVAZ
4.5.1.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.5.2. Amorphe Arbeitszeit, insbesondere Jahresarbeitszeit
4.5.2.1. Konzept der amorphen Arbeitszeit
4.5.2.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung der amorphen Arbeitszeit
4.5.2.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.5.3. Arbeitszeitkonten, insbesondere Arbeitszeitkorridore
4.5.3.1. Konzept der Arbeitszeitkonten
4.5.3.2. Spezielle Problemfelder bei Einführung von Arbeitszeitkonten
4.5.3.3. Eignung zur Fixkostenflexibilisierung
4.5.4. Sonstige Modelle chronologischer und chronometrischer Arbeitszeitflexibilisierung
4.5.4.1. Job-Sharing
4.5.4.2. Die selbstbestimmte Arbeitszeit bei Trennung von Betriebs und Arbeitstätte
4.6. Zusammenfassung und Bewertung
5. Fallstudie: Die BMW-Werke Regensburg und Leipzig
5.1. Ausgangssituation
5.2. Das Arbeitszeitmodell
5.2.1. Das Grundprinzip: Das 99-Stunden-Schichtmodell
5.2.2. Die Weiterentwicklung: Der Arbeitszeitkorridor
5.3. Ergebnis und Bewertung
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse der Auswirkungen verschiedener Arbeitszeitmodelle auf die Kostenstruktur von Industrieunternehmen, insbesondere im Hinblick auf deren Eignung zur Fixkostenflexibilisierung. Die Forschungsfrage untersucht, wie durch eine gezielte Gestaltung der Arbeitszeit starre Kostenpositionen abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann.
4.3.1.1. Konzept der Schichtarbeit
Die in der industriellen Produktion weitest verbreitete Form der Arbeitszeitgestaltung ist die so genannte Schichtarbeit.
„Schichtarbeit liegt vor, wenn mindestens zwei Arbeitnehmer ein und dieselbe Arbeitsaufgabe erfüllen, indem sie sich regelmäßig nach einem fortlaufenden Plan ablösen, sodass der eine Arbeitnehmer arbeitet, während der andere arbeitsfreie Zeit hat, ohne dass der jeweils abgelöste Arbeitsplatz identisch sein muss.“
Somit wird die betriebliche Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte mit versetzten Anfangszeiten beziehungsweise unterschiedlicher Lage sowie - gegebenenfalls - unterschiedlicher Dauer aufgeteilt. Um die Betriebszeit zu erhöhen, werden hierbei die individuellen Arbeitszeiten der Mitarbeiter in einem festen Rhythmus gegenüber der normalen Arbeitszeit versetzt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung starrer Kostenstrukturen in Industrieunternehmen ein und definiert die Zielsetzung der Untersuchung, Arbeitszeitmodelle als Instrument zur Fixkostenflexibilisierung zu bewerten.
2. Fixkostenproblematik im Produktionsbereich: Hier werden die Kostenstrukturen in der Produktion analysiert, die Risiken hoher Fixkostenblöcke erläutert und die Notwendigkeit einer aktiven Fixkostenpolitik begründet.
3. Grundlagen der Arbeitszeitflexibilisierung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Gestaltungsansätze, die Ziele der Flexibilisierung sowie die rechtlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen, unter denen Arbeitszeitmodelle implementiert werden.
4. Analyse und Bewertung der Grundmodelle flexibler Arbeitszeitgestaltung: Im Hauptteil werden verschiedene Arbeitszeitmodelle in chronologische und chronometrische Kategorien unterteilt und systematisch hinsichtlich ihrer Eignung zur Fixkostenflexibilisierung bewertet.
5. Fallstudie: Die BMW-Werke Regensburg und Leipzig: Anhand von BMW wird die praktische Anwendung rollierender Schichtsysteme und Arbeitszeitkorridore aufgezeigt, um die theoretisch hergeleiteten Vorteile der Fixkostenflexibilisierung zu validieren.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass eine proaktive Arbeitszeitgestaltung unter Berücksichtigung tariflicher Spielräume ein wirksames strategisches Instrument zur Verbesserung der Kostensituation darstellt.
Fixkostenflexibilisierung, Arbeitszeitgestaltung, Produktionsbereich, Fixkostendegression, Arbeitszeitmodell, Betriebszeit, Schichtarbeit, KAPOVAZ, Jahresarbeitszeit, Arbeitszeitkonto, Beschäftigungsrisiko, Kostenmanagement, BMW, industrielle Produktion, Flexibilität
Die Arbeit untersucht, wie Industrieunternehmen ihre Fixkosten durch die Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle beeinflussen und somit in dynamischen Märkten wettbewerbsfähiger werden können.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Kostenstrukturen in der Produktion, die theoretischen Grundlagen der Arbeitszeitflexibilisierung sowie die Bewertung verschiedener Arbeitszeitmodelle wie Schichtarbeit, Teilzeit oder Arbeitszeitkonten.
Ziel ist es, die Auswirkungen unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle auf die Kostenstruktur zu analysieren und zu bewerten, inwieweit diese zur Flexibilisierung fixer Kosten in der industriellen Produktion beitragen können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der Kostenrechnung und Arbeitszeitgestaltung mit einer Fallstudienanalyse, um die Wirksamkeit der Modelle anhand eines Praxisbeispiels (BMW) zu validieren.
Der Hauptteil gliedert die Arbeitszeitmodelle in chronologische, chronometrische und kombinierte Formen, bewertet diese anhand eines entwickelten Schemas und stellt deren Eignung zur Fixkostenflexibilisierung gegenüber.
Wichtige Begriffe sind Fixkostenflexibilisierung, Arbeitszeitgestaltung, Schichtarbeit, Arbeitszeitkonten, Betriebskapazität, Kostenstrukturen und Beschäftigungsrisiko.
Die kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit (KAPOVAZ) ist durch eine vollständige Ausrichtung von Arbeitszeitlage und -volumen am Arbeitsanfall charakterisiert, wobei der Arbeitgeber den Arbeitseinsatz auf Abruf steuert.
Die Fallstudie dient dazu, die theoretischen Erkenntnisse am Beispiel innovativer Schichtsysteme (z.B. 99-Stunden-Modell) und Arbeitszeitkorridore bei BMW zu veranschaulichen und den Erfolg bei der Senkung von Stückfixkosten zu demonstrieren.
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