Diplomarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Historische Entwicklung des Outsourcings
2.2 Formen des Outsourcings
2.2.1 Transaktionales Outsourcing (Processing Services)
2.2.2 Applikations-Outsourcing
2.2.3 Business Process Outsourcing
3 Wirtschaftlichkeitspotenziale des Outsourcings
3.1 Monetäre Kriterien
3.1.1 Mengeneffekte (economies of scale)
3.1.2 Verbundeffekte (economies of scope)
3.2 Nicht-monetäre Entscheidungskriterien
3.2.1 Prozessoptimierung und -standardisierung
3.2.2 Risikominimierung
4 Shared Service Center im IT Bereich
4.1 Die Organisation und der Standort
4.2 Verbundeffekte im IT Shared Service Center
5 Umsetzung des Outsourcing-Konzeptes IT-Shared Service Center
5.1 Überblick ITIL
5.1.1 Service Support Prozess
5.1.2 Service Delivery Prozesse
6 Aufbau eines Shared Service Centers
6.1 Vorüberlegungen
6.2 Standardisierung der Geschäftsprozesse
6.3 Strukturierung
6.4 Planung und Aufbau
6.4.1 Service Level Agreements
6.5 Business Case für Shared Service Center
6.6 Prozesskostenrechnung (PKR) für das Shared Service Center
7 Motive, Chancen und Risikoaspekte beim Aufbau von Shared Service Centern
7.1 Motive und Chancen
7.2 Nutzenermittlung
7.3 Risikoaspekte
8 Lünendonk Studie Einkauf von IT-Beratung und -Dienstleistungen
9 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die wirtschaftlichen Potenziale und die methodische Umsetzung des Aufbaus von Shared Service Centern im IT-Bereich. Ziel ist es, Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz dieser Organisationsform zu erarbeiten und eine Vorgehensweise aufzuzeigen, wie IT-Dienstleistungen effizient in ein Shared Service Center verlagert werden können.
2.1 Historische Entwicklung des Outsourcings
Ludwig XIV. (1643-1715) führte erstmalig im größeren Maße in den Manufakturen und auf Anweisung seines Finanzministers Colbert die Arbeitsteilung als ersten Schritt in Richtung Outsourcing ein.
Die theoretische Grundlage des Outsourcing bildete allerdings Adam Smith, der im 18. Jahrhundert durch den Einsatz von Mitarbeitern in den Bereichen, in welchen sie das größte Können aufweisen, den gesellschaftlichen Wohlstand und volkswirtschaftliches Wachstum förderte. Adam Smith prägte das Beispiel der Stecknadelmanufaktur, indem er berechnete, dass ein Arbeiter allein weniger als 20 Stecknadeln herstellen könne, zehn Arbeiter aber, bei Spezialisierung auf einzelne Arbeitsschritte, etwa 48.000 Nadeln herstellen könnten.
„Die Arbeitsteilung dürfte die produktiven Kräfte der Arbeit mehr als alles andere fördern und verbessern. Das gleicht gilt wohl für die Geschicklichkeit, Sachkenntnis und Erfahrung, mit der sie überall eingesetzt oder verrichtet wird“.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Abhängigkeit moderner Unternehmen von effizienter IT, was Shared Service Center als Lösungsmodell für Kosteneinsparungen und Qualitätssteigerungen in den Fokus rückt.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Outsourcings sowie die verschiedenen Formen wie transaktionales Outsourcing, Applikations-Outsourcing und Business Process Outsourcing.
3 Wirtschaftlichkeitspotenziale des Outsourcings: Hier werden monetäre (z.B. Mengeneffekte) und nicht-monetäre Kriterien wie Prozessoptimierung und Risikominimierung als Entscheidungsgrundlagen für Auslagerungsprozesse analysiert.
4 Shared Service Center im IT Bereich: Das Kapitel behandelt die spezifische Organisation von IT-Shared Service Centern sowie die Nutzung von Verbundeffekten zur Steigerung der unternehmensinternen Effizienz.
5 Umsetzung des Outsourcing-Konzeptes IT-Shared Service Center: Hier wird der ITIL-Standard als Basis für die Festlegung der Service Support und Service Delivery Prozesse eingeführt und detailliert beschrieben.
6 Aufbau eines Shared Service Centers: Dieses Kapitel liefert einen praktischen Leitfaden für die Planung und den Aufbau, von Vorüberlegungen über die Standardisierung von Geschäftsprozessen bis hin zur Prozesskostenrechnung und Business Case Erstellung.
7 Motive, Chancen und Risikoaspekte beim Aufbau von Shared Service Centern: Die Analyse der Beweggründe, des Nutzens sowie der kritischen Erfolgsfaktoren und Risiken bei der Implementierung von Shared Service Centern steht hier im Mittelpunkt.
8 Lünendonk Studie Einkauf von IT-Beratung und -Dienstleistungen: Basierend auf einer aktuellen Studie werden Trends im Bereich der IT-Dienstleistungen und der Verlagerung von IT-Aufgaben an externe Dienstleister untersucht.
9 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Modells der Shared Service Center als Instrument zur Verbindung von Zentralisierung und Dezentralisierung unter Beachtung der skizzierten Chancen und Risiken.
Shared Service Center, IT-Outsourcing, Business Process Outsourcing, ITIL, Service Level Agreement, Prozessoptimierung, Kostenreduktion, Prozesskostenrechnung, Skaleneffekte, IT-Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit, IT-Beratung, Dienstleistungsmanagement, Prozessstandardisierung, Risikominimierung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Bewertung und der methodischen Gestaltung des Aufbaus von Shared Service Centern im IT-Bereich.
Im Zentrum stehen die Outsourcing-Grundlagen, die Wirtschaftlichkeitspotenziale durch Standardisierung sowie die praktische Umsetzung von IT-Prozessen auf Basis des ITIL-Regelwerks.
Ziel ist es, die Voraussetzungen für den erfolgreichen Aufbau von IT-Shared Service Centern zu identifizieren und eine strukturierte Vorgehensweise für deren Implementierung zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Anwendung betriebswirtschaftlicher Konzepte wie der Prozesskostenrechnung und Benchmarking-Methoden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die ITIL-basierte Prozessgestaltung, den strukturierten Aufbauprozess (inkl. Business Case) sowie eine Analyse von Motiven und Risiken.
Kernbegriffe sind Shared Service Center, IT-Outsourcing, ITIL, Service Level Agreements (SLA), Prozesskostenrechnung und Wirtschaftlichkeitspotenziale.
SLAs werden als essentielles Instrument zur Definition von Qualität und messbarer Leistung zwischen dem Shared Service Center und den internen Kunden dargestellt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen ermöglicht die PKR eine verursachungsgerechte Zurechnung von Gemeinkosten auf einzelne Prozesse, was die Kostentransparenz und Steuerung im Shared Service Center deutlich erhöht.
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