Diplomarbeit, 2006
78 Seiten, Note: 1,7
1. Vorwort – Aufgabenstellung
2. Darlegung zweier Lehransätze für die Konferenzdolmetscherausbildung
2.1 Die Budapester Publikation
2.1.1 Die Aufsätze
2.1.1 Die Übungen
2.2 Die Ausbildung in Leipzig – das Kompetenzmodell
2.2.1 Grundannahmen
2.2.2 Handlungsmuster der Konsekutivdolmetschkompetenz
2.2.3 Handlungsmuster der Simultandolmetschkompetenz
2.2.4 Derzeitige Umsetzung des Kompetenzmodells
3. Schlussfolgerungen aus der Analyse
3.1 Anregungen für den Unterricht, das Selbststudium und Praktika
3.1.1 Dolmetschspezifische Handlungsmuster beim Konsekutivdolmetschen und dazu vorgeschlagene und modifizierte Übungen
3.1.2 Dolmetschspezifische Handlungsmuster beim Simultandolmetschen und dazu vorgeschlagene und modifizierte Übungen
3.2 Handlungsmuster und Übungsvorschläge – eine Liste
3.2.1 Liste der konsekutivdolmetschspezifischen Handlungsmuster und Übungsvorschläge
3.2.2 Liste der simultandolmetschspezifischen Handlungsmuster und Übungsvorschläge
4. Zusammenfassung und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht die Anwendbarkeit der im Budapester Kompendium "Interpreting: From Preparation To Performance" vorgestellten Übungen auf die Ausbildung von Konferenzdolmetschern an der Universität Leipzig unter Berücksichtigung des dort gelehrten Leipziger Kompetenzmodells des Dolmetschens (LKM).
2.1.1 Die Übungen
Die Autoren des Budapester Kompendiums haben sich entschieden, die insgesamt 38 Übungen in alphabetischer Reihenfolge anzuordnen, da das Dolmetschen eine hochkomplexe Tätigkeit ist und so viele Subkomponenten zu beachten sind, dass ihnen eine andere Anordnung nicht adäquat erschien. Es werden Übungen angeboten, die eher das Konsekutivdolmetschen üben sollen und andere, die sich auf das Simultandolmetschen konzentrieren. Vom Schwierigkeitsgrad her variieren die Übungen von eher für Anfänger geeigneten bis hin zu hochkomplexen Aufgaben, wie z.B. Besuch eines Museums, die sich für die Endausbildungsphase eignen, da sie sehr komplexe Strukturen aufweisen und eine gute Koordination der dolmetschspezifischen Handlungsmuster verlangen. Jede Übung wird außerdem hinsichtlich des Rahmens beschrieben, in welchem sie auszuführen ist. So gibt es Anmerkungen, ob eine Dolmetschkabine benötigt wird oder nicht, ob Gruppenarbeit gefordert ist oder individueller Einsatz. Für eine Reihe von Übungen wird Beispielmaterial in den Sprachen Englisch, Deutsch und Ungarisch geliefert. Dies sind kurze Texte oder Redeausschnitte, Listen mit Wörtern oder Wortgruppen oder die Form für ein Brettspiel.
Im Rahmen der hier angestrebten Kurzbeschreibung der Übungen lassen sich diese in vier Gruppen unterteilen: in der ersten Gruppe werden Übungen für das Konsekutivdolmetschen zusammengefasst, die zweite Gruppe enthält Übungen zum Simultandolmetschen, die dritte Gruppe Übungen, die sowohl für das Konsekutiv- als auch das Simultandolmetschen angewandt werden können. Die vierte Gruppe schließlich umfasst jene Übungen, die von den Autoren für alle oder keine der beiden Dolmetscharten vorgesehen waren und nicht typologisiert wurden, sondern eher als Aufwärmübungen und dergleichen gebraucht werden sollen.
Vorwort – Aufgabenstellung: Darlegung der Ausgangslage, dass trotz Einigkeit über Dolmetschen als erlernbare Kompetenz, konkrete Übungsangebote für die Ausbildung fehlen.
Darlegung zweier Lehransätze für die Konferenzdolmetscherausbildung: Analyse der Budapester Publikation sowie Einführung in das Leipziger Kompetenzmodell des Dolmetschens.
Schlussfolgerungen aus der Analyse: Übertragung der Budapester Übungen auf die im Leipziger Modell definierten Handlungsmuster für den Unterricht und das Selbststudium.
Zusammenfassung und Ausblick: Fazit des Vergleichs zwischen den Lehrmodellen und Empfehlung zur weiteren praxisorientierten Erforschung der Übungstauglichkeit.
Konferenzdolmetschen, Dolmetscherausbildung, Leipziger Kompetenzmodell, Konsekutivdolmetschen, Simultandolmetschen, Didaktik, Handlungsmuster, Dolmetschwissenschaft, Budapester Kompendium, Übungsformen, Notizentechnik, Gedächtnistraining, Vorbereitung, Glossararbeit, Professionalität.
Die Arbeit vergleicht den Leipziger Ausbildungsansatz mit einem Budapester Handbuch, um das Leipziger Übungsangebot für Konferenzdolmetscher zu erweitern.
Die zentralen Felder sind die Konsekutiv- und Simultandolmetschdidaktik, das Leipziger Kompetenzmodell (LKM) sowie die praktische Anwendbarkeit von Übungstypen.
Das Ziel ist die Erstellung einer Synthese aus zwei Lehransätzen, um die Ausbildungsqualität in Leipzig durch modifizierte und ergänzte Übungsvorschläge zu steigern.
Die Autorin nutzt eine theoretische Auswertung des Budapester Kompendiums und kontrastiert diese mit den Vorgaben des Leipziger Kompetenzmodells, um daraus methodische Schlussfolgerungen abzuleiten.
Im Hauptteil werden die einzelnen Phasen des Dolmetschprozesses analysiert und ihnen spezifische Handlungsmuster sowie dazu passende, teilweise modifizierte Übungen zugeordnet.
Die wichtigsten Schlagworte sind Konferenzdolmetschen, Leipziger Kompetenzmodell, Didaktik und Handlungs- bzw. Problemlösungsmuster.
Die Mock-Konferenz wird als exzellentes, öffentliches Format bewertet, um Stressresistenz und das reale Berufsleben unter möglichst authentischen Bedingungen zu trainieren.
Die Notation ist beim Simultandolmetschen von untergeordneter Bedeutung; stattdessen stehen hier schnelles Reagieren, Phasenverschiebung und Syntaxbewältigung im Vordergrund.
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