Diplomarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 1,3
1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMENSTELLUNG
1.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.1.1 Entwicklung der Problemstellung
1.1.2 Abgrenzung des Themengebietes
1.1.3 Aufbau der Arbeit
1.2 Rechtliche Grundlagen
1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB
1.2.2 Immaterielle Vermögenswerte nach IFRS
1.2.3 Wirtschaftsgüter in der Steuerlehre
1.2.4 Marken im Markengesetz
1.3 Abschlüsse und Bereiche des Rechnungswesens
1.3.1 Einzelabschluss und Konzernabschluss
1.3.2 Internes und externes Rechnungswesen
1.4 Bestandteile des Jahresabschlusses
1.4.1 Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB
1.4.2 Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS
1.5 Internationalisierung der deutschen Rechnungslegung
2 BILANZIERUNGSFÄHIGKEIT VON MARKEN
2.1 Bilanzierungsfähigkeit nach HGB
2.2 Bilanzierungsfähigkeit von nach IFRS
3 BEWERTUNG VON MARKEN
3.1 Analyse von Markenbewertungsverfahren
3.1.1 Wert und Preis
3.1.2 Anlässe zur Markenbewertung
3.1.3 Markenwertberechnung
3.1.4 Bewertungsverfahren und –methoden
3.2 Zugangsbewertung von Marken
3.2.1 Zugangsbewertung nach HGB
3.2.1.1 Anschaffungskosten
3.2.1.1.1 Isolierter Erwerb
3.2.1.1.2 Sachgesamtheit
3.2.1.2 Herstellungskosten
3.2.2 Zugangsbewertung nach IFRS
3.2.2.1 Isolierter Erwerb
3.2.2.2 Sachgesamtheit
3.3 Folgebewertung von Marken
3.3.1 Folgebewertung nach HGB
3.3.1.1 Planmäßige Abschreibung
3.3.1.2 Außerplanmäßige Abschreibung
3.3.1.3 Zuschreibungen
3.3.2 Folgebewertung nach IFRS
3.3.2.1 Planmäßige Folgebewertung
3.3.2.2 Außerplanmäßige Folgebewertung
3.3.2.3 Zuschreibung
3.3.2.4 Neubewertung zu Verkehrswerten
4 ENTWICKLUNGSTENDENZEN UND FAZIT
4.1 Aktivierungsmöglichkeiten selbstgeschaffener Marken
4.1.1 Gründung einer Tochtergesellschaft
4.1.2 Sale-and-Lease-Back-Verfahren
4.2 Darstellung von selbsterstellten Marken im Jahresabschluss
4.2.1 Darstellung von selbsterstellten Marken in der Bilanz
4.2.1.1 Ansatz als Rechnungsabgrenzungsposten
4.2.1.2 Aktivierung als Bilanzierungshilfe
4.2.2 Darstellung von selbsterstellten Marken in der GuV
4.2.3 Darstellung selbsterstellter Marken im Anhang
4.2.4 Darstellung selbsterstellter Marken im Lagebericht
4.3 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede und Interdependenzen zwischen den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und IFRS im Kontext der Bilanzierung und Bewertung von Marken, um eine zieladäquate Darstellung dieser immateriellen Vermögenswerte zu evaluieren.
1.1.1 Entwicklung der Problemstellung
Warum schmeckt ein Glas Fanta besser als ein anderes Limonadengetränk, ein Duplo besser als ein vergleichbarer Schokoriegel? Warum sind Menschen bereit für ein Esprit T-Shirt mehr zu bezahlen, als für ein anderes T-Shirt aus gleichem Stoff und Schnitt?¹
Warum können Unternehmen bereits Vorbestellungen für Produkte verbuchen, die es noch gar nicht gibt – wie im Fall der neuen Sony Playstation III oder des neuen Apple iPod mini? Wie kann der Wert einer Marke bestimmt und entsprechend gesteuert werden? Wie verhält es sich mit dem bilanziellen Ansatz von immateriellen Vermögensgütern – insbesondere bei Marken nach der HGB oder IFRS Rechnungslegung? Wie können Defizite in den Bilanzierungsvorschriften beseitigt werden und so zu einer Erhöhung bzw. transparenteren Darstellung des Unternehmens- und Markenwertes führen?
In den letzten zehn Jahren haben sich die deutsche und die europäische Rechnungslegung fundamental verändert. Die Globalisierung der Kapitalmärkte und die steigende internationale Ausrichtung der Unternehmen veranlassen deutsche und europäische Großunternehmen die firmeninterne Rechnungslegung immer mehr den internationalen Standards anzupassen.² Verstärkt wird die Bedeutung immaterieller Vermögen durch die neuartige Fokussierung der Kreditwürdigkeitsprüfung von Kreditinstituten.³ Internationale Investoren, Kapitalgeber, Lieferanten und Kunden erwarten vergleichbare Aussagen über die jeweilige wirtschaftliche Situation im analysierten Unternehmen, um die Erfolgsaussichten eines Unternehmens realistisch einschätzen zu können.⁴ Viele deutsche aber auch europäische Unternehmen sind deshalb in den vergangen Jahren dazu übergegangen ihre Konzernabschlüsse nach internationalen Referenzsystemen International Financial Reporting Standards (IFRS) oder den United States – Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufzustellen.
1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMENSTELLUNG: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in das Themengebiet, definiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und erörtert die Bestandteile des Jahresabschlusses sowie die Internationalisierung der Rechnungslegung.
2 BILANZIERUNGSFÄHIGKEIT VON MARKEN: Hier wird die Bilanzierungsfähigkeit von Marken nach HGB und IFRS analysiert und deren wachsende Bedeutung für den Unternehmenswert hervorgehoben.
3 BEWERTUNG VON MARKEN: Das Kapitel befasst sich explizit mit der Zugangs- und Folgebewertung von Marken nach HGB und IFRS sowie mit den relevanten Bewertungsanlässen und -verfahren.
4 ENTWICKLUNGSTENDENZEN UND FAZIT: Hier werden innovative Lösungsansätze und aktuelle Tendenzen in der Markenbilanzierung aufgezeigt, bevor abschließend ein Fazit zur Thematik gezogen wird.
Markenbewertung, HGB, IFRS, immaterielle Vermögenswerte, Jahresabschluss, Bilanzierung, Markencontrolling, Impairment Test, Zugangsbewertung, Folgebewertung, Fair Value, Unternehmenswert, Konzernabschluss, Rechnungslegung, Markenführung
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der Bilanzierung und Bewertung von Marken nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).
Zu den Kernbereichen zählen die Bilanzierungsfähigkeit, die Bewertungsmethoden, die Zugangsbewertung sowie die Folgebewertung von Marken, ergänzt durch aktuelle Entwicklungstendenzen.
Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Interdependenzen der bilanziellen Anforderungen an Marken im Kontext der internationalen Rechnungslegung herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese den immateriellen Werten gerecht werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, den Vergleich von Rechtsnormen und Standards sowie die Auswertung von Markenbewertungsmodellen aus der Praxis.
Im Hauptteil werden zunächst die Bilanzierungsfähigkeit, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Bewertungsvorgänge bei Zugang und Folgebewertung unter Berücksichtigung verschiedener Modelle erörtert.
Markenbewertung, HGB, IFRS, immaterielle Vermögenswerte und Markencontrolling sind zentrale Begriffe, die die Arbeit maßgeblich prägen.
Das HGB fokussiert stärker auf Gläubigerschutz und Vorsichtsprinzip (Anschaffungskostenprinzip), während IFRS das Prinzip der "fair presentation" und Informationsfunktion in den Vordergrund stellen, was bei IFRS unter bestimmten Bedingungen Neubewertungen ermöglicht.
Nach HGB besteht für selbstgeschaffene Marken ein Aktivierungsverbot, um den Ansatz fragwürdiger Aktivposten zu vermeiden und den Gläubigerschutz durch konservative Bilanzierung zu gewährleisten, was jedoch zu einer unzureichenden Darstellung des Unternehmenswerts führen kann.
Der Impairment Test ist ein jährliches Verfahren nach IAS 36, um sicherzustellen, dass der Buchwert einer Marke den erzielbaren Betrag nicht übersteigt; er ersetzt bei Marken mit unbestimmter Nutzungsdauer die planmäßige Abschreibung.
Als Lösungsansätze werden unter anderem die Gründung von Tochtergesellschaften oder Sale-and-Lease-Back-Verfahren sowie die verstärkte freiwillige Publizität markenrelevanter Informationen im Anhang oder Lagebericht genannt.
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