Examensarbeit, 2007
61 Seiten, Note: 2,7
Ziel dieser Hausarbeit ist es, das von Vasilij Šukšin in seiner Kurzprosa entworfene Menschenbild zu rekonstruieren. Hierzu werden die Figuren und deren charakteristische Eigenschaften analysiert und die verschiedenen Handlungssituationen in denen sie agieren, beleuchtet. Besonderes Augenmerk liegt auf der sprachlichen Gestaltung der Figuren und deren Einfluss auf die Charakterdarstellung.
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und erläutert den Kontext der „Dorfprosa“ in der sowjetischen Gesellschaft der 60er und 70er Jahre. Kapitel 1 bietet eine kurze biographische Skizze von Vasilij Šukšin und zeichnet den Werdegang des Autors nach.
Kapitel 2 widmet sich der methodischen Grundlage der Analyse. Es werden die charakteristischen Eigenschaften der Figuren in Šukšins Kurzprosa vorgestellt und deren Darstellung anhand ausgewählter Erzählungen erörtert. Dabei werden verschiedene Aspekte wie Stolz, Ehre, Wille, Hoffnung und Emotionalität der Figuren analysiert.
Kapitel 3 beleuchtet die Handlungssituationen in denen die Figuren agieren. Hier werden verschiedene Aspekte wie die Gattungszuordnung, die Stadt-Land-Thematik, die Wandlung des Lebens und Kontraste in den Machtverhältnissen und der Moral untersucht.
Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Sprache der Figuren und deren Einfluss auf die Charakterdarstellung. Es werden die Volkssprache, die Dorfsprache und sowjetrussische Redewendungen als Sprachformen analysiert, die Šukšin in seiner Kurzprosa einsetzt.
Vasilij Šukšin, Kurzprosa, Menschenbild, Figurencharakteristik, Handlungssituationen, Sprachgestaltung, Dorfprosa, Sowjetunion, post-stalinistische Zeit, kultureller Kontext.
Shukshin zeichnet das Bild des „skurrilen Bauerntyps“, geprägt durch Stolz, Ehre, Emotionalität und einen starken, oft eigensinnigen Willen.
Ein literarisches Genre der 60er und 70er Jahre in der Sowjetunion, das sich kritisch mit dem Leben auf dem Land und den Folgen der Kollektivierung befasste.
Die Verwendung von Dorfsprache und Dialekten dient dazu, den authentischen Charakter seiner Figuren und deren Distanz zur bürokratischen Stadtsprache zu demonstrieren.
Er zeigt den Konflikt zwischen traditionellen ländlichen Werten und der oft als künstlich oder moralisch überlegen auftretenden städtischen Zivilisation auf.
Seine Protagonisten handeln oft intuitiv und emotional, was sie in Konflikt mit den rationalen, bürokratischen Strukturen der sowjetischen Gesellschaft bringt.
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