Wissenschaftlicher Aufsatz, 2002
28 Seiten
HOFFNUNG FÜR HOFFMANN ?
Zum Beispiel: Judith Weir...
Zum Beispiel Malipiero...
Oder Hoffmann selbst...
...Hoffmanns „Die Maske“
...Hoffmanns „Scherz, List und Rache“
...Hoffmanns „Die lustigen Musikanten“
...Hoffmanns „Die ungebetenen Gäste oder Der Canonicus von Mailand“
...Hoffmanns „Der Trank der Unsterblichkeit“
...Hoffmanns „Liebe und Eifersucht“
Erster Akt
Zweiter Akt
Dritter Akt
...Hoffmanns „Dirna“
... Hoffmanns „Aurora“
...Hoffmanns „Undine“
...Hoffmanns „Der Liebhaber nach dem Tode“
... und weitere Werke für die Bühne
... im Konzertsaal als Berlioz-Vorläufer
... und als Kirchenmusiker
Darf Hoffmann hoffen?
CD-Hinweise
Diese Publikation setzt sich kritisch mit dem musikalischen Œuvre von E. T. A. Hoffmann auseinander, das trotz seiner historischen Bedeutung oft im Schatten seines dichterischen Wirkens steht, und beleuchtet die Herausforderungen bei der Wiederentdeckung und Aufführung seiner Opern und Bühnenwerke.
...Hoffmanns „Liebe und Eifersucht“
Eine nicht ganz rühmliche und deshalb Hoffmann (noch) nicht froh stimmende Ausnahme bildet die Partitur seiner Oper „Liebe und Eifersucht“, die erst seit drei Jahren der Öffentlichkeit zugänglich ist (E. T. A. Hoffmann: Liebe und Eifersucht. Singspiel in 3 Akten nach Schlegels Übersetzung „Die Schärpe und die Blume“ von Calderóns „La banda y la flor“ bearbeitet und in Musik gesetzt von E. T. A. Hoffmann. Aus dem Nachlass von Friedrich Schnapp herausgegeben von Hartmut Schick. Schott, Mainz 1999 ;ISMN M-001-12532-1; 400 S.) Im Folgenden sei sie einer näheren Betrachtung unterzogen:
Im dritten der drei von Schlegel in seinem Band „Spanisches Theater“ veröffentlichten Dramen von Calderón de la Barca, in „La banda y la flor“, ersah der Regierungsrat Hoffmann 1807 in Warschau ein geeignetes Opernsujet. Wie er an seinen Freund, den Regierungsassessor Eduard Itzig schrieb, war ihm die Idee „in der Krankheit (...) aufgegangen“ und „Mit erneuter Kraft und mit einem Humor, der mir selbst unbegreiflich ist“, arbeitete er an der Komposition dieser Oper. Die Umwandlung in ein Opernlibretto sei naheliegend einfach gewesen: „Mit ganz geringen Abänderungen, Abkürzungen und fast unbemerkbaren Einschiebseln hat sich das Schauspiel unter meinen Händen zur Oper geformt!“
HOFFNUNG FÜR HOFFMANN ?: Einleitende Reflexion über die vernachlässigte musikalische Rezeption E. T. A. Hoffmanns im Vergleich zu seiner literarischen Anerkennung.
Zum Beispiel: Judith Weir...: Vorstellung der modernen Opernadaption "Heaven Ablaze in His Breast" durch die Komponistin Judith Weir.
Zum Beispiel Malipiero...: Analyse der Oper "I Capricci die Callot" von Francesco Malipiero, die auf Hoffmanns Novelle "Prinzessin Brambilla" basiert.
Oder Hoffmann selbst...: Überblick über Hoffmanns kompositorisches Schaffen für die Bühne, inklusive Melodramen, Singspielen und romantischen Opern.
...Hoffmanns „Die Maske“: Kurze Vorstellung des bis heute unaufgeführten Opernerstlings aus dem Jahr 1799.
...Hoffmanns „Scherz, List und Rache“: Besprechung des Singspiels nach Goethe und der schwierigen Quellenlage.
...Hoffmanns „Die lustigen Musikanten“: Analyse des Librettos von Clemens von Brentano und der zeitgenössischen Kritik an der Vertonung.
...Hoffmanns „Die ungebetenen Gäste oder Der Canonicus von Mailand“: Information über das verschollene Singspiel von 1805.
...Hoffmanns „Der Trank der Unsterblichkeit“: Hintergrund zum Aufführungsmaterial und den Herausforderungen bei der Umsetzung der Ouvertüre.
...Hoffmanns „Liebe und Eifersucht“: Detaillierte Betrachtung des Singspiels, der Libretto-Wahl und der Akte.
...Hoffmanns „Dirna“: Würdigung des musikdramatischen Erfolgs des Melodrams "Dirna" und dessen Wiederentdeckung.
... Hoffmanns „Aurora“: Analyse der großen romantischen Oper "Aurora" und ihrer innovativen musikalischen Merkmale.
...Hoffmanns „Undine“: Umfassende Untersuchung von Hoffmanns Meisterwerk, der Zusammenarbeit mit Fouqué und der Bedeutung für die Musikgeschichte.
...Hoffmanns „Der Liebhaber nach dem Tode“: Einblick in die Arbeitsweise Hoffmanns und das Schicksal der unvollendeten bzw. verschollenen Oper.
... und weitere Werke für die Bühne: Zusammenfassung der sinfonischen Bühnenmusiken wie "Das Kreuz an der Ostsee" und des Balletts "Arlequin".
... im Konzertsaal als Berlioz-Vorläufer: Betrachtung Hoffmanns als Komponist von Kammermusik und Sinfonien sowie dessen Bedeutung in der französischen Musiktradition.
... und als Kirchenmusiker: Übersicht der geistlichen Werke wie der Messe in d-Moll und des Miserere in b-Moll.
Darf Hoffmann hoffen?: Abschließende Einschätzung der aktuellen Entwicklung der Hoffmann-Pflege durch Tonträgerveröffentlichungen.
CD-Hinweise: Detaillierte Auflistung der verfügbaren Aufnahmen der besprochenen Werke.
E. T. A. Hoffmann, romantische Oper, Musiktheater, Komposition, Operngeschichte, Tonträger, Wiederaufführung, Libretto, Singspiel, Musikwissenschaft, Bühnenmusik, Kammermusik, Kirchenmusik, Musikrezeption, Notenedition
Die Arbeit beleuchtet das umfangreiche, aber oft unterschätzte musikalische Schaffen von E. T. A. Hoffmann und dessen Bedeutung für die Entwicklung der romantischen Oper.
Im Fokus stehen die Analyse der verschiedenen Bühnenwerke, die Zusammenarbeit mit Librettisten sowie die historische und moderne Aufführungspraxis.
Ziel ist es, Hoffmann aus der rein literarischen Schublade zu befreien und die Qualität und Innovation seiner Kompositionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Die Publikation nutzt eine musikwissenschaftliche und historische Analyse der Partituren, Quellen und Rezensionsberichte, um Hoffmanns Werk einzuordnen.
Der Hauptteil ist eine systematische Durchsicht der Opern, Bühnenmusiken, Kammermusikwerke und geistlichen Kompositionen Hoffmanns.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie romantische Oper, Musikrezeption, musikalische Innovation und die Erschließung verschollener Werke charakterisiert.
Viele Partituren und Aufführungsmaterialien sind über die Jahrhunderte verloren gegangen, verschollen oder lagen lange Zeit unveröffentlicht in Archiven.
"Undine" wird als Hoffmanns Meisterwerk und als bedeutender Schritt in der Entwicklung der durchkomponierten romantischen Oper gewürdigt.
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