Examensarbeit, 2006
111 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Der Weg nach England
1.1 Die Ermordung Darnleys
1.2 Die erzwungene Abdankung
1.3 Die fatale Entscheidung
2. Auf der Anklagebank
2.1 Ein zweifelhafter Untersuchungsausschuss
2.2 Die Kassettenbriefe
3. Die katholische Rivalin
3.1 Das Problem der englischen Thronfolge
3.2 Norfolk und die Rebellion im Norden
3.3 Maria Stuart, die englischen Katholiken und der Papst
4. Weichenstellungen
4.1 Das Ridolfi-Komplott
4.2 Der europäische Horizont
4.3 Die schottische Frage
4.4 Das Verhältnis James VI. zu Maria und Elisabeth
4.5 "The daughter of debate"
5. Das gewaltsame Ende der Maria Stuart
5.1 Die tödliche Falle
5.2 Der Prozess
5.3 Diplomatische Initiativen in letzter Minute
5.4 Die aufgeschobene Entscheidung
5.5 Der letzte Akt
Nachspiel : "Die Bühne der Welt"
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Umstände, die zum gewaltsamen Tod der schottischen Königin Maria Stuart führten, und analysiert insbesondere das komplexe und spannungsreiche Verhältnis zu ihrer englischen Cousine Elisabeth I. Dabei wird hinterfragt, welche politischen und persönlichen Motive Elisabeth dazu bewegten, Maria jahrelang in Haft zu halten, bevor sie schließlich der Hinrichtung zustimmte.
1.1 Die Ermordung Darnleys
Beinahe neunzehn Jahre verbrachte Maria Stuart in englischer Gefangenschaft, fast die Hälfte ihres Lebens. Die verbreitete These, die Bedeutung dieser Jahre liege vor allem in den vielen konspirativen Bestrebungen Marias, Elisabeth mit Hilfe ausländischer Mächte und der Katholiken in England zu entthronen, wirft zwei Fragen auf: Unbestritten ist, dass die Verschwörungen gegen Elisabeth Marias Sache schadeten und letztlich ihren Tod auf dem Schafott in Fotheringhay Castle herbeiführten. Die erste Frage lautet jedoch : Wie gefährlich waren diese Intrigen für Elisabeth wirklich ? Holmes macht fünf Hauptlinien der Politik Marias während ihrer Haft aus: Erstens ihre Verhandlungen mit Elisabeth mit dem Ziel, ihre Freiheit wiederzuerlangen; zweitens ihre Bemühungen, eine Verbesserung ihrer Haftbedingungen zu erreichen - dazu zählen ihre Bitten, häufiger ausreiten und die Bäder in Buxton zur Linderung ihrer verschiedenen körperlichen Gebrechen besuchen zu dürfen; drittens die Verwaltung ihrer Witwengüter in Frankreich; viertens die Beeinflussung schottischer Politik und fünftens schließlich die Verschwörungen mit dem Ziel ihrer Befreiung und auch der Entthronung Elisabeths.
Holmes kommt zu dem Schluss: "What a study of Mary`s correspondence and papers reveals is the preponderance of her Scottish interests, and then her close contacts with France; there is not much concern with English affairs, except in so far as they may effect her release".
Die zweite Frage lautet, ob Marias Haft in England nicht sogar für Elisabeth zwei ihrer größten Probleme löste - die schottische Frage und das Problem der Thronfolge. Sir Ralph Sadler fasste dies 1570 vor dem Geheimen Staatsrat in die Worte: "As for the Queen of Scots, she is in your hands, Your Majesty may so use her as she shall not be able to hurt you; and to that end surely God hath delivered into your hands, trusting that Your Majesty will not neglect the benefit by God offered unto you in this delivery of such an enemy into your hands".
1. Der Weg nach England: Dieses Kapitel analysiert die Ereignisse in Schottland, die zum Sturz Marias führten, insbesondere die Ermordung ihres Ehemanns Darnley und die darauffolgenden politischen Umwälzungen.
2. Auf der Anklagebank: Hier wird die Untersuchung Marias nach ihrer Flucht nach England und die Rolle der Kassettenbriefe im politischen Prozess gegen sie behandelt.
3. Die katholische Rivalin: Dieses Kapitel erörtert die thronfolgerechtlichen und konfessionellen Aspekte, die Maria zur ständigen Gefahr für Elisabeth machten.
4. Weichenstellungen: Die Analyse konzentriert sich auf die Auswirkungen von Verschwörungen wie dem Ridolfi-Komplott sowie die wechselvolle außenpolitische Dynamik zwischen England, Schottland und Frankreich.
5. Das gewaltsame Ende der Maria Stuart: Abschließend werden der finale Prozess, die diplomatischen Versuche zur Lebensrettung und die unmittelbare Durchführung der Hinrichtung detailliert beschrieben.
Maria Stuart, Elisabeth I., Schottland, England, Thronfolge, Darnley, Kassettenbriefe, Ridolfi-Komplott, Babington-Verschwörung, Jakob VI., Reformation, Hochverrat, Konfession, Politische Haft, Hinrichtung.
Die Arbeit analysiert die letzten Lebensjahre der schottischen Königin Maria Stuart, insbesondere ihre neunzehnjährige Gefangenschaft in England und die politischen Umstände, die schließlich zu ihrer Hinrichtung im Jahr 1587 führten.
Zu den zentralen Themen gehören das Thronfolgeproblem zwischen Maria und Elisabeth, der Einfluss religiöser Konflikte auf die Politik sowie die Auswirkungen verschiedener Verschwörungen auf das Schicksal der gefangenen Königin.
Das Ziel ist es, zu erklären, warum Elisabeth I. ihre Cousine Maria Stuart trotz deren ständiger Verwicklung in politische Intrigen jahrelang in Schutz nahm und was letztlich den Ausschlag für das vollzogene Todesurteil gab.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten historisch-kritischen Quellenarbeit. Es werden offizielle Staatsdokumente, zeitgenössische Briefwechsel und die aktuelle Forschungsliteratur analysiert, um die Motive der Akteure zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische und thematische Untersuchung: von der Vorgeschichte und Flucht Marias über ihre Prozessführung durch englische Kommissionen bis hin zur finalen "tödlichen Falle", die Walsingham ihr stellte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Maria Stuart, Elisabeth I., Thronfolge, Hochverrat, Kassettenbriefe und politische Haft definiert.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Hinrichtung juristisch hochgradig zweifelhaft war. Die englische Regierung musste eigens den "Act for the Surety of the Queen`s Royal Person" erlassen, um eine legale Handhabe gegen eine souveräne Herrscherin zu finden, die den englischen Gesetzen eigentlich nicht unterstand.
Maria lebte in dem Irrglauben, ihr Sohn sei ihr emotional verbunden geblieben. Tatsächlich jedoch wurde Jakob von Beratern wie Buchanan gegen seine Mutter beeinflusst, und als König hatte er ein politisches Interesse an einer distanzierten Haltung, da die Existenz seiner Mutter ihn als Herrscher theoretisch in die Rolle eines Usurpators drängte.
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