Diplomarbeit, 2005
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Supply Chain und Supply Chain Management
2.1 Supply Chain - Begriffsklärung
2.2 Supply Chain Management
2.2.1 Begriffsklärung
2.2.2 Theoretische Ansätze zur Erklärung von Kooperationen
2.2.3 Gestaltung des SCM
2.2.3.1 Modell von Bowersox
2.2.3.2 Modell von Cooper, Lambert und Pagh
2.2.3.3 SCOR
2.3 Zielgrößen des Supply Chain Managements
3 Kostenmanagement
3.1 Bedeutung des Kostenmanagements
3.2 Aufgabenfelder des Kostenmanagements
3.2.1 Beeinflussung des Kostenniveaus
3.2.2 Beeinflussung des Kostenverhaltens
3.2.3 Beeinflussung der Kostenstruktur
3.3 Operatives vs. strategisches Kostenmanagement
4 Prozesskostenrechnung
4.1 Historie
4.2 Grundlagen
4.2.1 Ziele der Prozesskostenrechnung
4.2.2 Wichtige Begriffe der Prozesskostenrechnung
4.2.3 Vorgehen
4.3 Bedeutung der Prozesskostenrechnung bei Entscheidungen in einem Unternehmen
4.3.1 Effekte einer verursachungsgerechten Verrechnung
4.3.2 Preiskalkulation und Produktmix
4.3.3 Ressourceneinsatz
4.4 Prozesskostenrechnung und Kostenmanagement
5 Die Prozesskostenrechnung in der Supply Chain
5.1 Vorteilhaftigkeit der Prozesskostenrechnung
5.1.1 Unterstützung von Entscheidungen in der Supply Chain
5.1.2 Kostenmanagement in der Supply Chain
5.2 Voraussetzungen für die Implementierung der Prozesskostenrechnung
5.2.1 Prozessanalyse
5.2.2 Prozessorientierte Gestaltung
5.3 Implementierungsmöglichkeiten in der Supply Chain
5.3.1 Kostenoptimierung über Kostentreiber
5.3.2 Fallweise unternehmensübergreifende Prozesskostenrechnung
5.3.3 Voll ausgebaute unternehmensübergreifende Prozesskostenrechnung
5.4 Fallbeispiel
5.5 Grenzen der unternehmensübergreifenden Prozesskostenrechnung und des Supply Chain Managements
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, wie die Prozesskostenrechnung als strategisches Instrument des Kostenmanagements eingesetzt werden kann, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit innerhalb einer Supply Chain zu optimieren und fundierte unternehmensübergreifende Entscheidungen zu ermöglichen.
4.1 Historie
Die Entwicklung der Prozesskostenrechnung ist auf den Umstand zurückzuführen, dass es in den letzten 20 Jahren zu einem rapiden Zuwachs der Gemeinkosten in Unternehmen kam. Herkömmlichen Kostenrechnungssystemen mangelte es an der Eignung zur Erfassung und Verrechnung dieser Kosten. Somit standen nicht mehr genügend Informationen für die Entscheidungsträger zur Verfügung, denn in traditionellen Kostenrechnungssystemen dominieren die Einzelkosten oder die variablen Kosten, die die wahren Kosten verzerren.
Gründe für diese Entwicklung lagen z.B. in:
- der Zunahme der Komplexität im Produktionsprozess, die mit einem Mehrbedarf an unterstützenden Aktivitäten des indirekten Bereichs einher ging,
- der Zunahme der Automatisierung, die zur Substitution von Arbeit durch Kapital führte, und somit verloren die direkten Lohnkosten relativ zu den Gesamtkosten an Bedeutung,
- der Zunahme der Kundenorientierung durch die Unternehmen, die zu einer Vielfalt an Produkten und Varianten führte, um individuellen Nachfragewünschen gerecht zu werden,
- der Zunahme der Qualitätsanforderungen und somit der Zunahme der Kosten für Qualitätskontrollen und -sicherung,
- kürzeren Produktlebenszyklen, die zu kürzeren pay-off-Perioden führten und
- der Zunahme von funktionsübergreifenden Dienstleistungen, wie der Logistik.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert den Aufbau der Arbeit, wobei die wachsende Bedeutung von Supply Chains und Kostenmanagement betont wird.
2 Supply Chain und Supply Chain Management: Das Kapitel definiert den Begriff der Supply Chain und das Konzept des Supply Chain Managements, inklusive theoretischer Ansätze zur Kooperationsbildung.
3 Kostenmanagement: Es wird die Bedeutung des Kostenmanagements beleuchtet und in operative sowie strategische Ansätze unterteilt, um Kostenniveau, -struktur und -verhalten gezielt zu beeinflussen.
4 Prozesskostenrechnung: Das Kapitel stellt die Historie, Grundlagen und Ziele der Prozesskostenrechnung vor und analysiert deren Effekte auf Preiskalkulation und Ressourceneinsatz.
5 Die Prozesskostenrechnung in der Supply Chain: Hier wird der Transfer der Prozesskostenrechnung in Supply-Chain-Netzwerke untersucht, inklusive Implementierungsmöglichkeiten und einem detaillierten Fallbeispiel.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und zieht ein Fazit über das Potenzial und die Grenzen der Prozesskostenrechnung innerhalb einer Supply Chain.
Prozesskostenrechnung, Supply Chain Management, Kostenmanagement, Gemeinkosten, Kostentreiber, Prozessorientierung, Unternehmensübergreifende Optimierung, Kostenniveau, Kostenstruktur, Kostenverhalten, Effizienzsteigerung, Prozessanalyse, Strategische Entscheidung, Wettbewerbsvorteil, Wertschöpfungskette
Die Arbeit behandelt den Einsatz der Prozesskostenrechnung als Instrument zur Unterstützung des Kostenmanagements innerhalb einer Supply Chain.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Supply Chain Managements, das strategische Kostenmanagement sowie die detaillierte Funktionsweise und Anwendung der Prozesskostenrechnung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Prozesskostenrechnung Transparenz in der Supply Chain geschaffen und eine gezielte Kostenoptimierung über Unternehmensgrenzen hinweg erreicht werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt modellhafte Ansätze sowie ein Fallbeispiel zur Verdeutlichung der Konzepte.
Der Hauptteil analysiert die Instrumente des Kostenmanagements, die Methodik der Prozesskostenrechnung und deren praktische Anwendung durch verschiedene Implementierungsstufen in einer Supply Chain.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Prozesskostenrechnung, Supply Chain Management, Kostenmanagement, Kostentreiber und Kostentransparenz beschreiben.
Während die traditionelle Kostenrechnung oft Gemeinkosten willkürlich über Zuschlagssätze verrechnet, ermöglicht die Prozesskostenrechnung eine verursachungsgerechte Verrechnung über definierte Prozesse und deren Kostentreiber.
Herausforderungen liegen in der Notwendigkeit einer hohen Vertrauensbasis, der Standardisierung von Prozessdefinitionen und der Kompatibilität technischer IT-Systeme zwischen den Kooperationspartnern.
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