Magisterarbeit, 2005
117 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitender Teil
1.1 Notwendigkeit und Zielsetzung der Untersuchung
1.2 Notwendigkeit terminologischer Klärungen
1.3 Gliederung in Einzelaspekte
2 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Stand der Themenbearbeitung in der bisher erschienenen Literatur
2.1.1 Personalentwicklung
2.1.2 Erlebnispädagogik
2.1.3 Outdoor – Aktivitäten
2.1.4 Die Verbindung von Personalentwicklung und Outdoor-Aktivitäten
2.1.5 Sport im weiteren Sinne
2.1.6 Personalentwicklung und Sport : Ein Beispiel – Teamtraining
2.2 Formulierung des eigenen Ansatzes
2.2.1 Formulierung der Erwartungen
2.2.2 Formulierung der Forschungshypothesen
3 Methode
3.1 Untersuchungsplan
3.2 Stellenangebote
3.2.1 Datenbasis
3.2.2 Datenerhebung und Datenauswertung
3.3 Personalentwicklungsmaßnahmen von Unternehmen
3.3.1 Datenbasis
3.3.2 Datenerhebung und Datenauswertung
3.4 Untersuchung der Literatur
3.4.1 Datenbasis
3.4.2 Datenerhebung und Datenauswertung
3.5 Befragung der Unternehmen
3.5.1 Datenerhebung
3.5.2 Entwicklung des Fragebogens
3.5.3 Durchführung der Untersuchung
3.5.4 Techniken der Datenverarbeitung
3.5.5 Auswertungsschritte
3.5.6 Prüfung auf Normalverteilung
3.5.7 Reliabilitätsprüfung
3.5.8 Varianzanalyse
3.5.9 Operationalisierung
3.5.10 Statistische Hypothesen
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Stellenangebote
4.2 Personalentwicklungsmaßnahmen der Unternehmen
4.3 Personalentwicklungsmaßnahmen durch Sport
4.3.1 Motivation und Leistungsmotivation
4.3.2 Belastbarkeit und Stressbewältigung
4.3.3 Kommunikation – „face-to-face“ Kommunikation
4.3.4 Gesundheit und Fitness
4.3.5 Transfer des Gelernten
4.4 Deskriptive Statistik
4.4.1 Personalentwicklung im Unternehmen
4.4.2 Unternehmen
4.4.3 Themen der Personalentwicklung
4.4.4 Personalentwicklung und Sport
4.5 Ergebnisse der Varianzanalyse
4.5.1 Ergebnisse der Reliabilitätsprüfung
4.5.2 Ergebnisse der Normalverteilungsprüfung
4.5.3 Ergebnisse der Homogenitätsprüfung nach Levene
4.5.4 Ergebnisse der Varianzanalyse bezogen auf die Unternehmensgröße
4.5.5 Ergebnisse der Varianzanalyse bezogen auf den Betriebssport
5 Diskussion
5.1 Prüfung der Erwartungen
5.1.1 Geforderte und geförderte Fähigkeiten der Unternehmen
5.1.2 Die Möglichkeiten des Sports für die Personalentwicklung
5.2 Entscheidung über die Forschungshypothesen H0/H1
5.2.1 Entscheidungen hinsichtlich der Betriebssportangebote
5.2.2 Entscheidungen hinsichtlich der Unternehmensgröße
5.3 Interpretation der Ergebnisse
5.3.1 Zur beschreibenden Statistik
5.3.2 Zur schließenden Statistik
6 Abschließender Teil
6.1 Kritik
6.1.1 Resonanz
6.1.2 Methode
6.1.3 Repräsentativität
6.2 Fazit
6.3 Perspektiven
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Sport im weiteren Sinne eine sinnvolle Ergänzung zu herkömmlichen Personalentwicklungsmaßnahmen in Wirtschaftsunternehmen darstellen kann und ob ein Transfer der dabei erworbenen Fähigkeiten in den betrieblichen Alltag möglich ist.
4.3.1 Motivation und Leistungsmotivation
Die Frage nach der Motivation des Handelns ist gleichzusetzen mit der Frage nach dem Warum des Verhaltens. Es wird nach den Beweggründen des Verhaltens gesucht, also danach, was uns bewegt, uns so zu verhalten und nicht anders (Gabler, 2000). Nach Gebert & von Rosenstiel erklärt die Arbeitsmotivation a) die inhaltliche Ausrichtung des arbeitsbezogenen Verhaltens sowie b) die Intensität und c) die Zeitdauer dieses Verhaltens (2002). Die Theorien der Motivation werden oft in zwei Klassen unterteilt: Die Inhaltstheorien und die Prozesstheorien.
Zu den bekanntesten Inhaltstheorien gehört die Theorie von Maslow (1978), an der sich die Probleme inhaltstheoretischer Ansätze exemplarisch verdeutlichen lassen. In dieser Theorie gibt es eine Hierarchie allgemeiner Bedürfnisklassen, die von physiologischen Bedürfnissen über Sicherheitsbedürfnisse, Bedürfnisse nach sozialen Bindungen, Bedürfnisse der Selbstachtung bis hin zu den Bedürfnissen nach Selbstverwirklichung reichen. Die niedrigen Bedürfnisse müssen dabei zuerst befriedigt sein, bevor ein nächst höheres Bedürfnis aktiviert wird. Bei Bedürfniskonflikten erweist sich in der Regel das niedrigere Bedürfnis als stärker (Gabler, 2000).
Inhaltstheorien sind in der Praxis sehr beliebt, weisen aber gravierende Mängel auf. Sie lassen sich empirisch kaum bestätigen und ihre praktische Nützlichkeit ist extrem gering, da sie so abstrakt sind, dass sie konkrete Verhaltensweisen kaum durch ein bestimmtes Motivniveau erklären können (Nerdinger, 2001).
In den Prozesstheorien wird die Dynamik der Motivation erklärt. „Ausgehend von der Frage, wie sich Menschen in einer konkreten Situation für eine bestimmte Handlungsalternative entscheiden, ist in der Prozessperspektive zu klären, mit welcher Intensität und Ausdauer diese Handlungsalternative verfolgt wird und wie die dabei erzielten Ergebnisse bewertet werden“ (Nerdinger, 2001, S. 352). Das Handlungsphasenmodell von Heckhausen (1989) ist in vier Abschnitte unterteilt, die in Tabelle 4 dargestellt sind.
1 Einleitender Teil: Diese Einleitung erläutert die interdisziplinäre Problemstellung, die Notwendigkeit der Untersuchung und definiert zentrale Begriffe der Arbeit.
2 Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Personalentwicklung, Erlebnispädagogik und Outdoor-Aktivitäten dargestellt und in Bezug zum Sport gesetzt.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt den Untersuchungsplan, die Datenbasis sowie die statistischen Verfahren zur Datenauswertung und Operationalisierung der Hypothesen.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Analysen, einschließlich Stellenangeboten, Befragungen und statistischer Varianzanalysen, werden detailliert dargelegt.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, die Forschungshypothesen bewertet und in einen größeren Kontext eingeordnet.
6 Abschließender Teil: Dieser Abschnitt enthält eine methodische Kritik, das Fazit der Arbeit sowie einen Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen.
7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel bietet einen kompakten Überblick über den gesamten Verlauf und die zentralen Ergebnisse der Untersuchung.
Personalentwicklung, Sport, Leistungsmotivation, Teamentwicklung, Betriebssport, Kommunikation, Belastbarkeit, Stressbewältigung, Erlebnispädagogik, Outdoor-Training, Führungskompetenz, Transfer, Arbeitswelt, Varianzanalyse, Fähigkeiten.
Die Arbeit untersucht, wie Sport im weiteren Sinne gezielt zur Personalentwicklung in Wirtschaftsunternehmen eingesetzt werden kann und welche Potenziale er bietet.
Die Themenfelder umfassen die Sportpsychologie, Sportpädagogik, Arbeitspsychologie, Personalentwicklung sowie Methoden der empirischen Forschung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Sport bestimmte berufliche Fähigkeiten (wie Motivation oder Teamfähigkeit) besser fördern kann als klassische Seminare und ob ein Transfer in den Arbeitsalltag gelingt.
Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse, Auswertung von Stellenanzeigen, Web-Analyse sowie eine schriftliche Unternehmensbefragung mit anschließender statistischer Varianzanalyse (SPSS) durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Sports und der Personalentwicklung, die Untersuchung der Methoden, die Darstellung der Ergebnisse sowie deren detaillierte Diskussion.
Zentrale Begriffe sind Personalentwicklung, Transfer, Leistungsmotivation, Betriebssport, Führungskompetenz und Kommunikation im beruflichen Kontext.
Unternehmen mit Betriebssportangeboten zeigen eine höhere Bereitschaft, sportbezogene Personalentwicklungsmaßnahmen zu nutzen, und erkennen deren Wirkung auf die Motivation und Teamfähigkeit besser an.
Während in Großunternehmen Führungskompetenz besonders stark gefordert wird, legen Kleinunternehmen einen höheren Stellenwert auf Motivation und Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter.
Kommunikation wird als eine der wichtigsten Fähigkeiten identifiziert, sowohl in der Häufigkeit der Anforderungen in Stellenanzeigen als auch in der Durchführung von Personalentwicklungsmaßnahmen.
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