Examensarbeit, 2006
110 Seiten, Note: 2,0
0. Einleitung
1. Der Personenkreis der Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen
1.1 Definition von Lernbehinderung
1.2 Abgrenzung von anderen Lernbeeinträchtigungen
1.3 Ursachen der Lernbehinderung
1.3.1 Biologische Faktoren
1.3.2 Psychologische Faktoren
1.3.3 Soziale Faktoren
2. Der Lese- und Schreiblernprozess
2.1 Ontogenese des Lesens und Schreibens
2.1.1 Theoretische Grundlagen
2.1.2 Die Entwicklung des Schriftspracherwerbs
2.1.2.1 Das Stufenmodell nach Scheerer- Neumann
2.1.2.2 Zusammenfassende Diskussion
2.1.2.3 Störungen im Schriftspracherwerb bei Lh- Kindern
2.1.3 Der Leselernprozess
2.1.3.1 Lesestörungen
2.1.4 Konsequenzen für den Anfangsunterricht
3. Begründung des Computereinsatzes
3.1 Computernutzung in der aktuellen Diskussion
3.2 Begründung des Computereinsatzes an der Schule für Lernhilfe
4. Der Computer im Unterricht an der Schule für Lernhilfe
4.1 Computergestütztes Lernen im offenen Unterricht
4.2. Medienkompetenz als übergeordnete Basiskompetenz
4.3 Lernsoftware im Schriftsprachunterricht
4.3.1 Anforderungen an die Programme
4.3.2 Programme aus dem Vorschulbereich
4.3.2.1 Das Zauberhaus
4.3.2.1.1 Lernstationen
4.3.3 Lernprogramme für die Primarstufe
4.3.3.1 Budenberg
4.3.3.1.1 Anforderungen an das Programm
4.3.3.1.2. Lernstationen
4.3.3.2 Schreiblabor
4.3.3.2.1 Anforderungen an das Programm
4.3.3.2.2. Lernstationen
4.3.3.3. Lollipop (Deutsch1)
4.3.3.3.1 Didaktisch- methodische Grundlagen
4.3.3.3.2. Lernstationen
5. Schlussbemerkung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, wie sich der praktische Einsatz von Lernsoftware im Anfangsunterricht Deutsch für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen realisieren lässt. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche didaktischen Elemente in Lernprogrammen den Schriftspracherwerb für diesen spezifischen Personenkreis fördern können, wobei auch der Leselernprozess betrachtet wird.
0. Allgemeine Einleitung
In den letzten Jahren hat sich der Computer immer mehr im häuslichen als auch im schulischen Bereich etabliert. Immer mehr Schulen statten ihre Klassenzimmer mit PC´s aus und werden zusätzlich ans Internet angeschlossen. Initiativen wie „Schulen ans Netz“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Telekom fördern dies. Daneben fließen auch auf bildungspolitischer Ebene Fördergelder in die technische Ausstattung von Schulen in der Hoffnung, die Bildungschancen der Schüler zu verbessern. (C´t, Nr.10 /2006, S.209f..) In vielen Berufen wird der qualifizierte Umgang mit dem Computer vorausgesetzt. Daher wird auch in Schulen immer mehr die Notwendigkeit darin gesehen, die Kinder in diesen Kompetenzen zu fördern. Bisher wurde im sonderpädagogischen Bereich der Computer vorrangig zur Rehabilitation und Prothetik bzw. zur Förderung eingesetzt. Daneben können Lernprogramme neue Möglichkeiten der Lehr- und Lernformen für den sonderpädagogischen Unterricht eröffnen. Häufig besteht hier das Problem, daß die Programme eine sehr unterschiedliche Qualität besitzen.
Meine Examensarbeit mit dem Titel „Der Computereinsatz beim Schriftspracherwerb an der Schule für Lernhilfe“ befasst sich mit dem „computergestützten Unterricht". Ich werde hierbei der Frage nachgehen, wie sich der praktische Einsatz von Lernsoftware im Anfangsunterricht Deutsch für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen realisieren läßt. Neben der Beschreibung von didaktischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs für diesen Personenkreis soll vorrangig erörtert werden, welche didaktischen Elemente in den Lernprogrammen realisiert werden und inwiefern diese für den Schriftspracherwerb förderlich sind. Auf den Leselernprozess wird ergänzend eingegangen, da er in den meisten Programmen in Verbindung mit dem Schreibenlernen gefördert wird.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung des Computers im schulischen Bereich ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, den Einsatz von Lernsoftware für Schüler mit Förderschwerpunkt Lernen kritisch zu prüfen.
1. Der Personenkreis der Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernbehinderung, grenzt ihn von anderen Lernbeeinträchtigungen ab und beleuchtet die vielfältigen biologischen, psychologischen und sozialen Ursachen.
2. Der Lese- und Schreiblernprozess: Der Abschnitt erläutert die Ontogenese des Lesens und Schreibens, stellt das Stufenmodell von Scheerer-Neumann vor und diskutiert spezifische Störungen sowie die Konsequenzen für den Anfangsunterricht.
3. Begründung des Computereinsatzes: Hier wird der Einsatz des Computers in der aktuellen Bildungsdiskussion reflektiert und die spezielle Notwendigkeit sowie der Nutzen an der Schule für Lernhilfe, etwa durch das Schöpfermotiv oder Selbstwertstabilisierung, begründet.
4. Der Computer im Unterricht an der Schule für Lernhilfe: Dieses Hauptkapitel untersucht die Einbindung von Computern in offene Unterrichtsformen, definiert Qualitätskriterien für Lernsoftware und evaluiert konkrete Programme wie das "Zauberhaus", "Budenberg", das "Schreiblabor" und "Lollipop".
5. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass computergestützter Unterricht bei geeigneter Wahl der Lernsoftware das spielerische Lernen fördert und durch den Kontext des freien Schreibens die Motivation von Schülern mit Förderschwerpunkt Lernen positiv beeinflussen kann.
Computereinsatz, Schule für Lernhilfe, Schriftspracherwerb, Lernsoftware, Lernbehinderung, Leselernprozess, Medienkompetenz, sonderpädagogischer Unterricht, phonologische Bewusstheit, offener Unterricht, computergestütztes Lernen, Lernprogramme, Sprachförderung, Schöpfermotiv, Binnendifferenzierung
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Lernsoftware im Anfangsunterricht Deutsch an einer Schule für Lernhilfe.
Die Themenfelder umfassen die Definition von Lernbehinderungen, die Theorien zum Lese- und Schriftspracherwerb, die pädagogische Begründung des Computereinsatzes und die Analyse konkreter Lernsoftware.
Das Ziel ist zu klären, wie sich der Einsatz von Lernsoftware praktisch realisieren lässt und welche didaktischen Elemente in diesen Programmen für den Schriftspracherwerb lernbehinderter Kinder förderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Lernprozessen und didaktischen Konzepten sowie einer praxisorientierten Evaluierung spezifischer Lernprogramme auf Basis definierter Testkriterien.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Einbindung des Computers in den offenen Unterricht sowie einer detaillierten didaktischen Prüfung von Lernsoftware, insbesondere für den Schriftsprachunterricht.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Computereinsatz, Schule für Lernhilfe, Schriftspracherwerb, Lernsoftware und Medienkompetenz.
Die Autorin schließt die Internetnutzung aus, da Schüler mit dem Förderschwerpunkt Lernen aufgrund ihrer Beeinträchtigungen enorme Schwierigkeiten bei der strukturlosen Auswertung von Online-Informationen haben.
Die Autorin hebt das Programm "Schreiblabor" aufgrund seiner didaktischen Konsequenz, der Integrationsmöglichkeiten und der differenzierten Feedback-Struktur besonders positiv hervor.
Der Computer wird hier als "Zwischending" interpretiert, das dem Kind als emotional neutraler, aber interaktiver Partner bei der Bewältigung von Lernaufgaben dient und so eine stabilisierende Funktion einnimmt.
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