Diplomarbeit, 2006
80 Seiten, Note: 2.3
1) Einleitung
2) Demokratie und Islam
2.1. Was ist Demokratie
2.1.1. Demokratietheorien in der Neuzeit
a) John Locke
b) Charles de Montesquieu
2.1.2 Heutiges Demokratieverständnis
a) Vorteile der Demokratie
2.2. Islam
2.2.1. Was ist der Islam?
a) Die Entstehungsgeschichte des Islam
b) Der Koran
c) Die Scharia
d) Die Konfessionen: Sunniten und Schiiten
2.2.2 Die islamische Demokratie
a) Gründungsvater des islamischen Reformismus
b) Heutige Sichtweisen
2.3. Demokratischer Beurteilungsmaßstab
3) Ägypten
3.1. Demokratische Entwicklungsgeschichte
3.2. Das politische System
3.2.1. Das ägyptische Regierungssystem
a) Verfassung und Staat
b) Parteien
i) Sonderfall Muslimbrüder
3.2.2. Die Verfassungswirklichkeit im Alltag
a) Gewählte Repräsentanten
b) Wahlen
c) Meinungs- und Informationsfreiheit
d) Vereinigungsfreiheit
e) Gewaltenteilung
f) Wahrung der Grund- und Menschenrechte
3.3. Demokratische Entwicklungschancen
4) Iran
4.1. Demokratische Entwicklungsgeschichte
4.2. Das politische System
4.2.1. Das ägyptische Regierungssystem
a) Verfassung und Staat
b) Parteien
4.2.2. Die Verfassungswirklichkeit im Alltag
a) Gewählte Repräsentanten
b) Wahlen
c) Meinungs- und Informationsfreiheit
d) Vereinigungsfreiheit
e) Gewaltenteilung
f) Wahrung der Grund- und Menschenrechte
4.3. Demokratische Entwicklungschancen
5) Fazit
Die Arbeit untersucht die demokratischen Entwicklungspotenziale in den islamischen Staaten Ägypten und Iran. Das primäre Ziel ist es, unter Berücksichtigung von Islam und Tradition zu analysieren, ob demokratische Strukturen existieren oder Potenziale für eine demokratische Entwicklung vorhanden sind, ohne dabei den Westen als alleinigen Maßstab zu setzen.
2.2.1 Was ist der Islam?
Der Islam ist eine der größten Weltreligionen. Leider sehen viele Menschen den Islam heute als Bedrohung an. Die Terroranschläge vom 11 September 2001 haben den Islam in ein anderes, zum Teil falsches Licht gerückt, da sich die Attentäter, Islamisten, auf den Koran berufen haben. Aber diese Fundamentalisten sind nur ein kleiner Bruchteil der islamischen Gesellschaft. Um den Islam wirklich zu erfassen, müssen seine Entstehungsgeschichte sowie die Werte und Grundsätze berücksichtigt werden.
a) Die Entstehungsgeschichte des Islam
Mohammed, der Prophet des Islams, wurde um das Jahr 570 n. Chr. in Mekka geboren. Er war 40 Jahre alt als er „zum ersten Mal die Offenbarung Gottes (Allahs) in einer Berghöhle bei Mekka“ empfing. Wenig später fing Mohammed an, die Offenbarung mit Hilfe von Predigten zu verbreiten. Inhalt seiner Predigten war oft das jüngste Gericht sowie das Bekenntnis zu einem strengen Monotheismus. Nach kurzer Zeit wurde Mohammeds Leben in Mekka nicht mehr erträglich und sogar bedroht. Er stieß auf immer mehr Widerstand der reichen Kaufleute und hatte kaum Anhänger, außer seiner Familie und ein paar Armen und Bedrängten. So ist er im Jahre 622 nach Medina ausgewandert, wo er noch weitere Offenbarungen empfing. Seine Anhänger sind ihm mit der Hidschra (Auswanderung) nach Medina gefolgt. Die islamische Zeitrechnung begann.
1) Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Wahrnehmung des Islam nach den Terroranschlägen von 2001 und skizziert die Fragestellung der Arbeit bezüglich demokratischer Potenziale in islamischen Staaten.
2) Demokratie und Islam: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Demokratie und Islam, beleuchtet deren historische Entwicklung und diskutiert Konzepte wie die "Islamische Demokratie" sowie Beurteilungsmaßstäbe.
3) Ägypten: Es erfolgt eine Analyse der demokratischen Entwicklungsgeschichte, des politischen Systems sowie der Verfassungswirklichkeit im Alltag Ägyptens anhand spezifischer Demokratiekriterien.
4) Iran: Analog zu Ägypten wird die Entwicklung Irans betrachtet, wobei der Schwerpunkt auf dem theokratischen System und den daraus resultierenden Auswirkungen auf demokratische Elemente liegt.
5) Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Reformen aus dem Inneren der jeweiligen Gesellschaften zu initiieren.
Demokratie, Islam, Ägypten, Iran, Scharia, politische Entwicklung, Menschenrechte, Gewaltenteilung, Reformismus, Verfassungswirklichkeit, Muslimbrüder, Revolutionsführer, Wächterrat, Säkularisierung, Rechtsstaatlichkeit.
Die Arbeit untersucht, ob es in den islamischen Ländern Ägypten und Iran demokratische Entwicklungspotenziale gibt und inwieweit das islamische Verständnis mit demokratischen Prinzipien vereinbar ist.
Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen westlichem Demokratieverständnis und islamischer Tradition, die Analyse der politischen Systeme in Ägypten und Iran sowie die Untersuchung der Verfassungswirklichkeit vor Ort.
Das Ziel ist es, durch eine länderübergreifende Analyse herauszufinden, ob bereits demokratische Strukturen existieren oder Potenziale für eine demokratische Entwicklung vorhanden sind, ohne dabei westliche Standards als absolute Norm vorauszusetzen.
Es wird eine vergleichende Länderanalyse durchgeführt, bei der die politische Situation in Ägypten und Iran an einem erarbeiteten demokratischen Beurteilungsmaßstab gemessen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Demokratie und Islam, gefolgt von detaillierten Analysen der Entwicklungsgeschichte und des politischen Systems sowie der Praxis (Verfassungswirklichkeit) in Ägypten und Iran.
Schlüsselbegriffe sind Demokratie, Islam, Scharia, Ägypten, Iran, Menschenrechte, politische Partizipation und Reformpotenzial.
Die Scharia dient in beiden Ländern als Bezugspunkt für die Gesetzgebung, wobei sie im Iran eine deutlich stärkere und bindendere Rolle in der theokratischen Struktur einnimmt als in der ägyptischen Verfassungswirklichkeit.
Die Muslimbrüder bilden in Ägypten einen zentralen inoffiziellen Oppositionsfaktor, der trotz Verbots ein erhebliches gesellschaftliches und politisches Gewicht besitzt und die politische Landschaft maßgeblich beeinflusst.
Der Revolutionsführer ist der oberste politisch-religiöse Würdenträger, der nahezu alle wichtigen Staatsorgane kontrolliert und als Letztentscheider über das politische Geschehen fungiert, was eine echte Gewaltenteilung praktisch unmöglich macht.
Die Autorin schlussfolgert, dass Reformen zwar möglich sind, aber nur aus dem Inneren der Gesellschaft heraus gelingen können, wobei der Widerstand der autoritären Eliten derzeit das größte Hindernis darstellt.
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