Diplomarbeit, 2006
95 Seiten, Note: 1.3
1. Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Historischer Hintergrund Südamerikas
2.1. Die Konquistadoren
2.2. Die Befreiung
2.3. Die Wiedereroberung
3. Volkswirtschaftliche Entwicklung
3.1. Aufteilung und Einordnung
3.2. Wachstum
3.3. Stabilität
3.4. Verschuldung
3.5. Bevölkerung
3.6. Südamerika heute
4. Struktur der Wirtschaft und internationale Verflechtung
4.1. Sektoren
4.2. Internationaler Handel
4.2.1. Wichtige Handelspartner
4.2.1.1. Export
4.2.1.2. Import
4.2.2. Gehandelte Güter
4.2.2.1. Export
4.2.2.2. Import
4.3. Ausländische Direktinvestitionen
4.4. Die Rolle der USA und der EU
4.5. Bisherige regionale Integration in Südamerika
4.5.1. Historie der Integration in Südamerika
4.5.2. MERCOSUR (Mercado Común del Sur)
4.5.2.1. Entwicklung und Ziele:
4.5.2.2. Institutioneller Aufbau:
4.5.2.3. Erfolge und Hemmnisse:
4.5.3. CAN (Comunidad Andina de Naciones)
4.5.3.1. Entwicklung und Ziele
4.5.3.2. Institutioneller Aufbau:
4.5.3.3. Erfolge und Hemmnisse:
4.5.4. FTAA (Free Trade Area of the Americas)
5. Theorie der regionalen Integration
5.1. Klassische Außenhandelstheorien
5.2. Stufen der Integration
5.3. Zollunionsanalyse
5.3.1. Statische Effekte nach Viner
5.3.2. Dynamische Effekte
5.4. Clubtheorie
5.5. Bedingungen regionaler Integration
5.6. Wirkungen regionaler Integration
5.6.1. Möglicher Nutzen
5.6.1.1. Politische Aspekte
5.6.1.2. Ökonomische Aspekte
5.6.2. Mögliche Kosten
6. Die Südamerikanische Staatengemeinschaft
6.1. Entwicklung und Ziele
6.2. Die EU als Vorbild der CSN
6.3. Zusammenschluss von MERCOSUR und CAN
7. Das Potential für einen gemeinsamen südamerikanischen Markt
7.1. Begünstigende Faktoren
7.1.1. Sprache, Religion, Geschichte
7.1.2. Wirtschaftliche Vernetzung
7.2. Hemmende Faktoren
7.2.1. Abgabe nationaler Kompetenzen und Rivalitäten zwischen einzelnen Staaten
7.2.2. Volkswirtschaftliche Differenzen und Instabilität
7.2.3. Korruption und mangelndes Vertrauen
7.3. Zusammenführung von Theorie und Praxis
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potential und die Herausforderungen der neu gegründeten Südamerikanischen Staatengemeinschaft (CSN) unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, wirtschaftlicher Strukturen und theoretischer Integrationsaspekte, um die Erfolgsaussichten für eine nachhaltige regionale Integration zu bewerten.
2.1. Die Konquistadoren
Ein Kontinent, auf dem bis vor einigen hundert Jahren noch vollkommen andere Kulturen dominierten, kann sich nicht den Spuren seiner Vergangenheit entziehen. Dennoch sind die Völker im Zuge der spanischen Eroberung stark europäisch beeinflusst worden. Man stelle sich vor, nicht Kolumbus hätte den Kontinent entdeckt, sondern z. B. eine asiatische Entdeckergruppe. Ob die Asiaten es ebenfalls als selbstverständlich angesehen hätten, das neue Land zu erobern und den Menschen einen fremden Glauben aufzuzwängen, kann hier nicht beantwortet werden. Jedoch soll dieses Beispiel verdeutlichen, was für ein einschneidendes Ereignis die Entdeckung Christopher Kolumbus´ für die weitere Entwicklung des südamerikanischen Kontinentes sowie für die Verbindung zwischen Europa (insbesondere Spanien) und den dortigen Ländern darstellt. Natürlich fällt in diesem Zusammenhang auch die weltwirtschaftliche Bedeutung von Kolumbus´ „Entdeckung“ ins Gewicht.
Im XV. Jahrhundert hatte Spanien Probleme im Handel mit dem Orient, da die Türken seit ihrer Eroberung Konstantinopels (1453) den Handelsweg nach Indien kontrollieren. Durch Entlangsegeln an der afrikanischen Westküste wurde ein Seeweg nach Indien gesucht, doch der afrikanische Kontinent schien kein Ende zu nehmen. Christopher Kolumbus glaubte, einen Seeweg zu finden, indem er nach Westen segelt. Als Kolumbus irrtümlicher Weise in der Karibik landete, war der Grundstein für die Eroberung der „Neuen Welt“ gelegt. Doch erst auf seiner dritten Reise (1498) traf Kolumbus auf Festland: Nahe des heutigen Trinidads betrat er den südamerikanischen Kontinent.
1. Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise: Definition des Forschungsgegenstandes und Einbettung in den historischen Kontext der Integrationsbemühungen.
2. Historischer Hintergrund Südamerikas: Analyse der prägenden kolonialen Ära sowie der Befreiungsbewegungen und deren Auswirkungen auf die heutige Struktur.
3. Volkswirtschaftliche Entwicklung: Überblick über die makroökonomischen Daten, Wachstumsraten, Instabilitäten und die demografische Situation der Region.
4. Struktur der Wirtschaft und internationale Verflechtung: Untersuchung der wirtschaftlichen Sektoren, Handelsbeziehungen, ausländischen Direktinvestitionen und bestehender Handelsbündnisse.
5. Theorie der regionalen Integration: Darstellung theoretischer Konzepte zur regionalen Wirtschaftsintegration, einschließlich Zollunionsanalyse und Clubtheorie.
6. Die Südamerikanische Staatengemeinschaft: Detaillierte Betrachtung der Gründung, Ziele und institutionellen Ausgestaltung der CSN im Vergleich zur EU.
7. Das Potential für einen gemeinsamen südamerikanischen Markt: Evaluierung begünstigender Faktoren und Hemmnisse für den Integrationsprozess unter Zusammenführung von Theorie und Praxis.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Integrationschancen und der politischen sowie ökonomischen Herausforderungen für die Zukunft Südamerikas.
Südamerika, Wirtschaftsintegration, CSN, MERCOSUR, CAN, Freihandel, Zollunion, Außenhandel, Strukturwandel, Direktinvestitionen, Integrationstheorie, Makroökonomie, Regionalismus, Handelsbilanz, Südamerikanische Staatengemeinschaft
Die Arbeit analysiert das Potential und die Hürden der im Jahr 2004 gegründeten Südamerikanischen Staatengemeinschaft (CSN) im Kontext der regionalen Wirtschaftsintegration.
Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Historie Südamerikas, der Analyse bestehender Handelsbündnisse wie MERCOSUR und CAN sowie der theoretischen Herleitung von Integrationsstufen und deren Anwendbarkeit.
Das Ziel ist es, die Erfolgsaussichten der CSN zu bewerten, indem die theoretischen Vorteile der Integration den spezifischen Herausforderungen der Region gegenübergestellt werden.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive sowie theoretisch-analytische Methode, um ökonomische Daten und bestehende regionale Integrationsmodelle auf die Situation der CSN zu projizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine volkswirtschaftliche Bestandsaufnahme, eine Untersuchung der internationalen Verflechtungen und eine theoretische Reflexion regionaler Integrationsprozesse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie regionale Integration, Freihandelszone, Zollunion, Handelsumlenkung und institutioneller Aufbau sowie durch die spezifischen Bündnisse MERCOSUR, CAN und CSN charakterisiert.
Der MERCOSUR gilt als eines der erfolgreichsten regionalen Projekte und dient zusammen mit der CAN als strukturelles Fundament, auf dem die CSN aufbauen soll, obwohl es institutionelle und inhaltliche Differenzen gibt.
Der Autor sieht in der demografischen Entwicklung Brasiliens, bei der eine große Mehrheit im erwerbstätigen Alter ist, eine Chance auf höhere Investitionen und Wirtschaftswachstum, sofern diese Konjunkturphase aktiv genutzt wird.
FDI werden als wesentlicher Treiber des Wirtschaftswachstums angesehen, wobei jedoch Risiken durch Abhängigkeiten von ausländischem Kapital und die ungleiche Verteilung der Investitionen innerhalb der Region bestehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

