Diplomarbeit, 2001
155 Seiten, Note: 1,0
Einführung und die Besonderheitenlehre 1
Ziel und Gang der Arbeit 7
Teil A: Theoretische Grundlagen
A.1 Einleitung zum theoretischen Teil 10
A.2 Der Immobilienmarkt und die (sachliche) Marktabgrenzung 11
A.2.1 Der mikro- und makroökonomische Ansatz und das Problem der Ortsgebundenheit von Immobilien 11
A.2.2 Der Begriff des ökonomischen Wertes und das Problem der Heterogenität von Immobilien 13
A.2.3 Ein komplexes Modell des Immobilienmarktes und das Problem der langen Produktions- und Lebenszeit von Immobilien 16
A.2.3.1 Der Fall der Eigennutzung 22
A.2.3.2 Exogene Nachfragedeterminanten auf dem Markt für eigentümergenutzte Wohnungen 25
A.2.4 Zusammenfassende Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes 27
A.3 Die Entwicklung von Regionalwirtschaften 30
A.3.1 Die Raumwirtschaftstheorie (Die Raum-Dimension) 31
A.3.2 Der Begriff der Wirtschaftsentwicklung (Die Zeit-Dimension) 34
A.3.3 Regionale Wachstumsmodelle und Ursachen regionaler Wachstumsunterschiede 35
A.3.3.1 Traditionelle neoklassische Wachstumstheorien 37
A.3.3.2 Traditionelle (post)keynesianische Wachstumstheorie 39
A.3.4 Zusammenfassung 39
A.4 Der Zusammenhang von Immobilienpreis- und Wirtschaftsentwicklung in einem komparativ-statischen 3-Sektoren-Modell einer Regionalwirtschaft 41
A.4.1 Nachfrageinduziertes regionales Wachstum 43
A.4.2 Angebotsinduziertes regionales Wachstum 47
A.4.3 Zusammenfassung und kritische Würdigung des 3-Sektoren-Modells einer Regionalwirtschaft 48
Teil B: Empirische Regionalforschung
B.1 Einleitung zum empirischen Teil 50
B.2 Problemorientierte Raumanalyse – Regionalisierung (räumliche Marktabgrenzung) 51
B.2.1 Modell zur Auswahl eines Abgrenzungskriteriums 51
B.2.2 Operationalisierung – Konkrete Abgrenzungen 53
B.3 Objektanalyse – Datenbasis und Datenaufbereitung 57
B.3.1 Operationalisierung der Eigenheimwerte (abhängige Variable) 58
B.3.2 Operationalisierung des Wirtschaftswachstums (unabhängige Variable) 60
B.3.3 Sonstige Variablen und Datenaufbereitung 61
B.4 Problemanalyse – Synopsis der Untersuchungsergebnisse (Datenanalyse) 64
B.4.1 Univariate deskriptive Datenanalyse 64
B.4.1.1 Synopsis der Querschnittanalysen 65
B.4.1.2 Synopsis der Längsschnittanalysen 67
B.4.2 Bivariate konfirmative Datenanalyse 69
B.4.2.1 Explorative Datenanalyse 70
B.4.2.2 Korrelationsanalysen 72
B.4.2.2.1 Tests der Nebenhypothesen 72
B.4.2.2.2 Tests der Haupthypothese 73
B.4.2.3 Regressionsanalyse 74
B.5 Resümee und kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse 75
Ziel dieser Arbeit ist die empirische Prüfung, inwieweit ein Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung von Eigenheimen und der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in ausgewählten westdeutschen Regionen besteht. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf die nachfrageseitigen Einflüsse und nutzt ein komparativ-statisches 3-Sektoren-Modell zur theoretischen Fundierung.
A.2.1 Der mikro- und makroökonomische Ansatz und das Problem der Ortsgebundenheit von Immobilien
Analog zur gängigen Einteilung der Volkswirtschaftslehre in die Teildisziplinen Mikro und Makroökonomie läßt sich auch immobilienwirtschaftlich eine Mikro- und eine Makrotheorie unterscheiden (DiPasquale/Wheaton 1996, 22-34). Dabei befaßt sich die immobilienwirtschaftliche Mikroökonomie unter starkem Rückgriff auf die Literatur der klassischen Stadtökonomie vor allem mit den Fragen der Preisbildung, Nutzungsart und -intensität von Boden an einzelnen Standorten eines lokalen oder regionalen Marktes sowie mit den einzelwirtschaftlichen (Standort-)Entscheidungen der Haushalte und Unternehmen. Bei der Theoriebildung und Erklärung des Funktionierens städtischer Grundstücksmärkte und ihrer räumlichen Strukturen steht die explizite Betrachtung des Raumes i.S. einzelner Lagen (Standorte) im Vordergrund.
Dagegen abstrahiert die immobilienwirtschaftliche Makroökonomie von der räumlichen i.S. intraregionaler und stellt vielmehr auf die zeitliche Dimension ab. Sie richtet das Augenmerk auf solche Faktoren, die alle Immobilien einer Region unabhängig von ihrer Lage beeinflussen und ständigen Veränderungen im Zeitablauf unterworfen sind, wodurch kurzfristige Marktbewegungen und zeitweilige Ungleichgewichte entstehen können. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die wirtschaftlichen Determinanten kurzfristiger zyklischer Entwicklungen und langfristigen Wachstums von Regionalwirtschaften.
Einführung und die Besonderheitenlehre: Diese Einleitung beleuchtet die ökonomische Bedeutung der Immobilienwirtschaft und führt in die spezifischen Besonderheitenlehre der Märkte ein.
Ziel und Gang der Arbeit: Das Kapitel definiert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Argumentation.
Teil A: Theoretische Grundlagen: Dieser Teil legt die theoretischen Basismodelle des Immobilienmarktes und der regionalen Wirtschaftsentwicklung dar, um den Zusammenhang beider Sphären zu begründen.
Teil B: Empirische Regionalforschung: Hier wird der empirische Teil der Untersuchung beschrieben, inklusive der Operationalisierung der Daten und der statistischen Datenanalyse zur Überprüfung der Hypothesen.
Immobilienwirtschaft, Eigenheimmarkt, regionale Wirtschaftsentwicklung, Wertentwicklung, Wohnimmobilien, Marktabgrenzung, Regionalökonomie, Immobilienpreise, ökonomische Werttheorie, Standorttheorie, 3-Sektoren-Modell, Regressionsanalyse, Korrelationsanalyse, Wirtschaftsgeographie, regionale Disparitäten.
Die Arbeit untersucht den theoretischen und empirischen Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung von Eigenheimen und der regionalen Wirtschaftsentwicklung in ausgewählten westdeutschen Stadtregionen.
Die Arbeit verknüpft immobilienökonomische Fragestellungen mit Theorien der Regionalökonomie, insbesondere unter Berücksichtigung von Ortsgebundenheit und Heterogenität der Immobilien.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob sich ein positiver Zusammenhang zwischen regionalem Wirtschaftswachstum und der Preisentwicklung von Wohneigentum empirisch nachweisen lässt.
Die Arbeit nutzt ein komparativ-statisches 3-Sektoren-Modell zur Theoriebildung sowie Korrelations- und Regressionsanalysen zur empirischen Überprüfung der formulierten Hypothesen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil A, der Marktmodelle und regionale Wachstumstheorien erläutert, und einen empirischen Teil B, der sich der Datenauswahl, Regionalisierung und statistischen Analyse widmet.
Die wichtigsten Begriffe sind Immobilienmarkt, Eigenheimmarkt, regionale Disparitäten, Wirtschaftswachstum, Standorttheorie und Immobilienpreise.
Dieser Markt gilt als geeigneter Untersuchungsgegenstand, da er weitgehend marktwirtschaftlich organisiert ist und weniger durch staatliche Regulierungen verzerrt ist als der Mietwohnungsmarkt.
Zeitliche Verzögerungen (Time-lags) zwischen ökonomischen Impulsen und Marktreaktionen sind wesentlich für das Verständnis des dynamischen Bestandsanpassungsprozesses auf Wohnungsmärkten.
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