Diplomarbeit, 2006
100 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung - Problemstellung und Ziel der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Umweltmanagement und Umweltmanagementsysteme
2.2 Kleine und mittlere Unternehmen
2.3 DIN EN ISO 14000ff. und EMAS
2.3.1 DIN EN ISO 14000ff.
2.3.2 EMAS
3 Stand der Einordnung von Umweltmanagementsystemen
3.1 DIN EN ISO 14001
3.1.1 Kernnormen und Struktur der DIN EN ISO 14000ff.:2004
3.1.2 Modell des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001
3.1.3 Neue Aspekte der DIN EN ISO 14001
3.1.4 Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001
3.1.5 Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001
3.2 EMAS
3.2.1 Neue Aspekte der EMAS II
3.2.2 Validierung und Registrierung nach EMAS II
3.2.3 EMAS II im Vergleich zu DIN EN ISO 14001
3.3 Sonderformen
4 Analyse der Einsatzbedingungen der Umweltmanagementsysteme in kleinen und mittleren Unternehmen
4.1 Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung
4.2 Gestaltungsfelder für Umweltmanagementsysteme
4.3 Entwicklungsstand der Realisierung von Umweltmanagementsystemen
5 Vorschlag zur Systematisierung von Umweltmanagementsystemen in kleinen und mittleren Unternehmen auf modularer Basis
5.1 Problemlösungsverfahren zur Nachhaltigkeitsentwicklung
5.2 Vorschlag für ein modulares System zur Klassifizierung und Systematisierung von Umweltmanagementsystemen
5.2.1 Grundsätze zur Klassifizierung und Systematisierung
5.2.2 Darstellung einer modularen Systematik
5.3 Empfehlungen für die weitere Entwicklung
6 Schlussbemerkung und Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit zielt darauf ab, eine Systematik zur Einheit von Umwelt, Produktion und Mensch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu entwickeln. Dabei wird analysiert, wie Produktionsprozesse unter gleichzeitiger Vermeidung von Umweltverschmutzung realisiert werden können, wobei ein flexibles, modulares System angestrebt wird, das allgemeine Kriterien mit branchenspezifischen Lösungen verbindet.
1 Einleitung – Problemstellung und Ziel der Arbeit
Die Globalisierung der Märkte, der Wertewandel der Gesellschaft und die Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie haben dazu geführt, dass der Wettbewerbsdruck auf die kleinen und mittleren Unternehmen zugenommen hat. Von einem erfolgreichen Unternehmen wird verlangt, dass es innovativ neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt und diese kostengünstig auf den Weltmärkten anbietet. Das veränderte Anspruchsdenken der Kunden und die verschärfte Gesetzeslage im Bereich der Produkt- und Umwelthaftung erhöhen den Innovations- und Kostendruck. Als Folge dieser fortschreitenden Entwicklung gewinnt das Umweltbewusstsein und damit die Entwicklung von Umweltmanagementsystemen immer mehr an Bedeutung. „Umweltmanagementsysteme sind auf eine kontinuierliche Verbesserung der umweltorientierten Leistung ausgerichtet. Dabei ist ein zentraler Punkt die Eigenverantwortung der Unternehmen für die Minimierung und Bewältigung der Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeiten.“ Insbesondere geht es um die Vermeidung der Verwendung toxischer und schädlicher Stoffe. „Integrierter Umweltschutz, von der Technologie über das Managementsystem bis hin zum Mitarbeiter, wird für die Unternehmen zunehmend zu einem betriebswirtschaftlichen Erfolgsfaktor.“ Ein Umweltmanagementsystem hilft, die Kundenbindung zu erhöhen, die internationale Marktposition sowie das Unternehmensimage in der Öffentlichkeit zu verbessern. In vielen Bereichen wird ein dokumentiertes Umweltmanagementsystem eine Voraussetzung für die Auftragsvergabe. Die Betriebsabläufe können durch konsequente Fehlervermeidung und Systematisierung bestehender Umweltmaßnahmen ständig verbessert werden. Treten dennoch Fehlerquellen auf, müssen diese ermittelt und beseitigt werden, so dass die Umweltkosten des unterlassenen Umweltschutzes minimiert werden. Betriebsabläufe müssen beschrieben, Verantwortlichkeiten festgelegt und delegiert werden, denn auch Mitarbeiter wollen in die Regelung von Abläufen einbezogen sein. Daraus leitet sich ab, dass Umweltmanagementsysteme ein breites Umfeld und somit ein kompliziertes Handling haben. Das ist ein entscheidender Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer bzw. zur Erweiterung bestehender Umweltmanagementsysteme. Diese sollen sich durch eine klare verständliche Sprache und leichte Anwendbarkeit auszeichnen. Durch Prozessorientierung, Berücksichtigung des Konzeptes der ständigen Verbesserung sowie der Integration und ganzheitlichen Betrachtung mit anderen Managementsystemen werden die Umweltnormen für alle Branchen immer mehr nutzbar.
1 Einleitung - Problemstellung und Ziel der Arbeit: Das Kapitel erläutert den steigenden Wettbewerbsdruck auf KMU durch Globalisierung und ökologische Anforderungen und definiert das Ziel der Arbeit, ein modulares System für Umweltmanagement zu entwickeln.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Umweltmanagement, Umweltmanagementsysteme (UMS) und KMU definiert sowie die Normenreihen DIN EN ISO 14000ff. und EMAS vorgestellt.
3 Stand der Einordnung von Umweltmanagementsystemen: Dieses Kapitel detailliert die Anforderungen, Modelle und Zertifizierungsverfahren nach DIN EN ISO 14001 und EMAS II sowie verschiedene Sonderformen und alternative Systeme.
4 Analyse der Einsatzbedingungen der Umweltmanagementsysteme in kleinen und mittleren Unternehmen: Es werden die Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung untersucht, Gestaltungsfelder für UMS definiert und praktische Erfahrungen sowie Kriterien zur Akzeptanz in verschiedenen Branchen ausgewertet.
5 Vorschlag zur Systematisierung von Umweltmanagementsystemen in kleinen und mittleren Unternehmen auf modularer Basis: Das Kapitel präsentiert ein modulares System zur Klassifizierung, stellt Problemlösungsverfahren vor und gibt Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Systematik.
6 Schlussbemerkung und Fazit: Die Arbeit fasst ihre Ergebnisse zusammen, bestätigt die Hypothesen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung hin zu einem weltweit anerkannten modularen System.
Umweltmanagement, Umweltmanagementsysteme, kleine und mittlere Unternehmen, KMU, DIN EN ISO 14001, EMAS, Nachhaltige Entwicklung, Ökobilanz, Modulares System, Zertifizierung, Umweltpolitik, Prozessorientierung, Umweltleistung, Stoffstromanalyse, Standortprüfung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Systematisierung von Umweltmanagementsystemen und den spezifischen Einsatzbedingungen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Zentrale Themen sind der Aufbau von UMS nach DIN EN ISO 14001 und EMAS II, die Herausforderungen der Nachhaltigkeit, die Bewertung von Chancen und Risiken in KMU sowie der Vorschlag einer modularen Systematik.
Das Ziel ist die Entwicklung eines flexiblen, modularen Systems zur Klassifizierung und Systematisierung von Umweltmanagementsystemen, um deren Anwendbarkeit in KMU zu erleichtern.
Neben einer umfangreichen Literaturrecherche umfasst die Arbeit eine praktische Untersuchung an 31 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, deren Ergebnisse nach einer 7-stufigen Skala ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, den Stand der Einordnung gängiger Normen, die Analyse der Einsatzbedingungen in KMU sowie den Entwurf eines eigenen, modularen Klassifizierungskonzepts.
Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von theoretischem Wissen mit branchenspezifischen Daten, die Fokussierung auf KMU-Besonderheiten und den Vorschlag praxisnaher, modularer Lösungskonzepte aus.
KMU sind oft durch begrenzte Ressourcen (Zeit, Finanzen) eingeschränkt. Ein modulares System erlaubt es ihnen, passgenaue Kriterien für ihre Unternehmensgröße und Branche auszuwählen, anstatt starre Großunternehmensstrukturen übernehmen zu müssen.
Die Auswertung zeigt, dass der Tourismus die meisten Vorteile durch UMS erzielt, insbesondere bei der Reduzierung von Umweltbelastungen und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, während produzierende Unternehmen oft größere Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Organisationsvorgaben haben.
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