Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen und Systematisierung industrieller Services
2.1 Strategische Bedeutung und Gründe für die Entwicklung industrieller Services
2.2 Begriffserklärungen und Einordnungen industrieller Services als Dienstleistung
2.2.1 Kriterien und Definition industrieller Services
2.2.2 Industrielle Services als Dienstleistungen
2.3 Nutzenpotentiale industrieller Services
2.4 Arten industrieller Services
2.4.1 Differenzierungskriterien industrieller Services
2.4.2 Pre-Sales-, At-Sales- und After-Sales Services
2.4.3 Performance Contracting
3 Going International – Die Internationalisierung industrieller Services
3.1 Gründe, Ziele und Funktionen der Internationalisierung im Dienstleistungsbereich
3.2 Downstream-Management – Treiber der Internationalisierung industrieller Services
3.3 Herausforderungen bei der internationalen Vermarktung industrieller Services
3.3.1 Herausforderungen im interkulturellen Kontext
3.3.2 Herausforderungen im internationalen Kontext
4 Internationalisierungsstrategien industrieller Services
4.1 Begriffliche Abgrenzungen
4.2 Umwelt- und unternehmensbezogene Einflussfaktoren
4.3 Internationale Markteintrittsformen industrieller Services
4.3.1 Bewertungskriterien der Internationalisierungsformen
4.3.2 Markteintrittsformen und Bewertung
4.3.2.1 Service-Exporte
4.3.2.2 Direktinvestitionen im Gastland
4.3.2.3 Vertragliche Arrangements
4.3.2.4 Kooperative Markteintrittsformen
4.4 Internationale Servicestandardisierung
5 Kritische Würdigung der Internationalisierungsstrategien
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien für die Internationalisierung industrieller Dienstleistungen durch Investitionsgüterhersteller. Ziel ist es, auf Basis einer fundierten Systematisierung industrieller Services sowie deren Internationalisierungsgründe, einen Überblick über geeignete Markteintrittsstrategien zu geben und diese unter Berücksichtigung spezifischer Dienstleistungsmerkmale kritisch zu bewerten.
4.3.2.1 Service-Exporte
Unter dem Export industrieller Services versteht man den Absatz der im Heimatland erstellten Serviceleistungen in einem fremden Wirtschaftraum, d.h. über die Landesgrenzen hinweg. Die dauerhafte Präsenz im Gastland ist daher nicht notwendig. Der Informationsaustausch zwischen dem Kunden im Gastland und dem Anbieter des industriellen Services im Heimatland, der für die Erstellung einer Dienstleistung elementar ist, erfolgt dabei meist über moderne Informationstechnologien. Handelbare Serviceleistungen können über Datennetze oder physische Speichermedien ins Gastland gelangen (z.B. Schulungsunterlagen oder Dokumentationssoftware für eine Produktionsanlage). Ein nicht handelbarer Service ist nicht exportierbar, da er durch die Immaterialität der Leistung nicht lagerfähig ist und daher die Leistungserstellung und -verwertung im Gastland simultan erfolgt, wie beispielsweise Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten eines Maschinenparks.
Der Export einer Serviceleistung kann direkt oder indirekt erfolgen. Der indirekte Export des industriellen Services resultiert aus der Einschaltung von Handelsmittlern im Heimatland oder Gastland. Der Anbieter überlässt dem Handelsmittler alle operativen Funktionen, die mit dem Auslandsgeschäft verbunden sind. Vorteilhaft sind dabei die geringe Ressourcenbindung und die geringen Risiken beim Markteintritt. Ein bedeutender Nachteil ist die Notwendigkeit der Kompetenz für die Ausführung der Serviceleistung beim Kunden im Gastland. Die Serviceleistungen beziehen sich meist auf hochkomplexe technische Maschinen und Anlagen, wodurch ein entsprechendes Know-how und Produktkenntnis des betreffenden Serviceobjektes bei der Leistungserbringung erforderlich ist. Für industrielle Services kommt daher der indirekte Export tendenziell weniger in Betracht, da die zwischengeschalteten Absatzorgane diese spezifische Leistung nicht erbringen können.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung industrieller Services zur Wettbewerbssicherung ein und definiert das Ziel, einen Überblick über Internationalisierungsstrategien in diesem Kontext zu geben.
2 Grundlagen und Systematisierung industrieller Services: Das Kapitel erläutert die strategische Relevanz, Nutzenpotentiale sowie die Einordnung und Typisierung industrieller Dienstleistungen als Grundlage für die nachfolgende Analyse.
3 Going International – Die Internationalisierung industrieller Services: Hier werden die Gründe, Ziele und Herausforderungen der Internationalisierung im Dienstleistungsbereich beleuchtet, inklusive der Rolle des Downstream-Managements als Treiber.
4 Internationalisierungsstrategien industrieller Services: Dieses zentrale Kapitel analysiert verschiedene Markteintrittsformen, wie Exporte, Direktinvestitionen und Kooperationen, unter Einbeziehung von Einflussfaktoren und bewertet diese kritisch.
5 Kritische Würdigung der Internationalisierungsstrategien: Das Kapitel liefert einen übergreifenden Vergleich der betrachteten Strategien und bewertet deren praktische Anwendbarkeit auf industrielle Services.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die kooperative Markteintrittsformen als besonders geeignet hervorhebt, und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Industrielle Services, Internationalisierung, Investitionsgütermarketing, Markteintrittsstrategien, Dienstleistungsmanagement, Downstream-Management, Kooperative Markteintrittsformen, Serviceexport, Direktinvestition, Joint Venture, Strategische Allianz, Servicestandardisierung, Kundenintegration, Wettbewerbsvorteile, Problemlösungskompetenz
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen im Bereich industrieller Güter ihre ergänzenden Serviceleistungen erfolgreich auf internationalen Märkten anbieten können.
Die Arbeit befasst sich mit der Systematisierung industrieller Services, den Gründen für deren Internationalisierung sowie der Analyse und Bewertung verschiedener Strategien zum Markteintritt im Ausland.
Das Ziel ist ein fundierter Überblick über die zur Wahl stehenden Markteintrittsstrategien für industrielle Services unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an diese Dienstleistungen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und theoretische Ableitung, die durch die kritische Würdigung der Markteintrittsformen auf Basis service-spezifischer Kriterien methodisch untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Typisierung industrieller Services, die Diskussion von Internationalisierungsgründen (inkl. Downstream-Management) sowie eine detaillierte Prüfung von Markteintrittsformen wie Export, Direktinvestition und kooperativen Modellen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie industrielle Services, internationale Markteintrittsstrategien, Kooperationen und die Herausforderungen der Dienstleistungsintegration geprägt.
Aufgrund der oft hohen Immaterialität und der Notwendigkeit einer simultanen Leistungserbringung beim Kunden im Gastland (Kundenintegration) sind viele dieser Services nicht lager- oder transportfähig.
Die Arbeit identifiziert kooperative Formen, insbesondere Joint Ventures und strategische Allianzen, als am besten geeignet, da sie Synergieeffekte nutzen, Markteintrittsbarrieren überwinden und eine stärkere lokale Kundenpräsenz ermöglichen.
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