Diplomarbeit, 2006
74 Seiten, Note: 1,7
1 Transparenz schafft Vertrauen: das Reporting – eine unternehmerische Herausforderung und Chance
1.1 Die wachsende Bedeutung des Reportings für Unternehmen
1.2 Aufbau und Zielsetzung dieser Arbeit
2 Die verschiedenen Berichtsformen – das Fundament des Reportings
2.1 Das Reporting im Überblick
2.1.1 Informationsasymmetrien als theoretische Grundlage für das Reporting
2.1.2 Der Zusammenhang von Unternehmenspublizität, Reporting und Berichten
2.2 Monetäre Berichte
2.2.1 Gesetzliche Vorschriften: die Basis monetärer Berichte
2.2.2 Monetäre Berichte im Überblick
2.2.3 Darstellung ausgewählter monetärer Berichte
2.2.3.1 Geschäftsberichte und Jahresberichte
2.2.3.2 Zwischenberichte und Quartalsberichte
2.3 Nicht-monetäre Berichte
2.3.1 Normen und Richtlinien: die Basis nicht-monetärer Berichte
2.3.2 Nicht-monetäre Berichte im Überblick
2.3.3 Darstellung ausgewählter nicht-monetärer Berichte
2.3.3.1 Umweltbericht
2.3.3.2 Umwelterklärung
2.3.3.3 Corporate Social Responsibility-Bericht
2.3.3.4 Nachhaltigkeitsbericht
3 Studie zu den nicht-monetären Berichten der DAX- und M-DAX-Unternehmen
3.1 Methodik
3.1.1 Ausgewählte Kennzahlen der monetären Berichte als Grundlage der nicht-monetären Berichtsform-Wahl
3.1.2 Normen und Richtlinien als Orientierungshilfe für die Gestaltung der verschiedenen nicht-monetären Berichte
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Ausgewählte Kennzahlen der monetären Berichte als Grundlage der nicht-monetären Berichtsform-Wahl
3.2.1.1 Übersicht über die nicht-monetäre Berichterstattung im Marktsegment DAX und M-DAX
3.2.1.2 Branchenzugehörigkeit
3.2.1.3 Unternehmensalter und „Börsenalter“ der Unternehmen
3.2.1.4 Mitarbeiterzahl
3.2.1.5 Bilanzsumme
3.2.1.6 Eigenkapital- und Fremdkapitalquote
3.2.1.7 Rating
3.2.1.8 Gesamtumsatz und europäischer Umsatzanteil
3.2.1.9 Cash Flow aus Investitionstätigkeit
3.2.1.10 Unverwässertes Ergebnis je Aktie
3.2.1.11 Beta-Faktor
3.2.2 Normen und Richtlinien als Orientierungshilfe für die Gestaltung der verschiedenen nicht-monetären Berichte
3.2.2.1 Übersicht über die angewendeten Normen und Richtlinien im Marktsegment DAX und M-DAX
3.2.2.2 Umweltbericht
3.2.2.3 Umwelterklärung
3.2.2.4 Corporate Social Responsibility-Bericht
3.2.2.5 Nachhaltigkeitsbericht
4 Entwicklung eines computerbasierten Instruments zur unternehmensindividuellen Auswahl und zum Aufbau eines nicht-monetären Berichts
4.1 Methodik
4.2 Darstellung des IT-gestützten Werkzeugs A.E.B.
4.2.1 Die unternehmensindividuelle A.E.B.-Empfehlung zur Wahl einer angemessenen nicht-monetären Berichtsform
4.2.2 Der A.E.B. als Orientierungshilfe zur Erstellung einzelner nicht-monetärer Berichte
4.2.2.1 Umweltbericht
4.2.2.2 Umwelterklärung
4.2.2.3 Corporate Social Responsibility-Bericht
4.2.2.4 Nachhaltigkeitsbericht
4.3 Kritische Aspekte des A.E.B.
5 Nicht-monetäres Reporting – eine wissenschaftliche und unternehmerische Chance und Herausforderung
5.1 Zusammenfassung der Theorie und der Ergebnisse der Studie
5.2 Fazit: Nicht-monetäres Reporting – eine Chance zum Ergreifen
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs, das Unternehmen bei der Auswahl und Erstellung eines für sie angemessenen, nicht-monetären Berichts unterstützt. Die Arbeit adressiert das Problem der fehlenden Standardisierung nicht-monetärer Berichtsformen und leitet aus einer empirischen Studie bei DAX- und M-DAX-Unternehmen Entscheidungshilfen für die Praxis ab.
2.1.1 Informationsasymmetrien als theoretische Grundlage für das Reporting
Nach dem Verständnis der Neoklassik gibt es keine Daseins-Berechtigung für das Reporting. Dies ist im vollkommen informationseffizienten Markt begründet, in dem alle Marktteilnehmer zu allen Informationen kostenlos und gleichzeitig Zugang haben. Diese Annahme impliziert jedoch eine Abstraktion von den überall gegenwärtigen Informations- und Unsicherheitsproblemen sowie der bestehenden asymmetrischen Informationsverteilung seitens der Neoklassik.
Genau an diesen Problemen setzt die Theorie der Neuen Institutionenökonomie an. Sie lässt unvollkommene Märkte und Informationen sowie Unsicherheit explizit zu und thematisiert dies in ihren ökonomischen Analysen. Unterteilt wird diese Theorie nochmals in die verschiedenen Ansätze der „Property-Rights-Theorie“, „Principal-Agent-Theorie“ und „Transaktionskostentheorie“. Von großer Relevanz in Bezug auf das Reporting sind jedoch nur die zwei letztgenannten Theorien.
Die „Principal-Agent-Theorie“ beleuchtet die Problematik der Unsicherheit des Prinzipals (Stakeholder) in Bezug auf das Verhalten des Agenten (Unternehmen). Diese Unsicherheit besteht zu verschiedenen Zeitpunkten des Vertragsabschlusses bzw. der Interaktion sowohl ex-ante als auch ex-post.
Vor Vertragsabschluss sind dem Prinzipal die Qualitätseigenschaften des Agenten unbekannt bzw. nicht sicher überprüfbar. Diese „hidden characteristics“ führen zu einer negativen Auslese, der Adverse Selection. Vereinfacht dargestellt bedeutet dies, dass sich die „besseren Agenten“ vom Markt zurückziehen und nur noch „schlechtere Agenten“ dem Markt zur Verfügung stehen, da der Prinzipal nicht zwischen besseren und schlechteren Agenten differenzieren kann und somit für beide Eigenschaften denselben Preis zahlt. Dies hat zur Folge, dass nur noch „schlechte Agenten“ auf dem Markt sind, da die „guten Agenten“ nicht angemessen bezahlt werden. Dieses Problem kann beispielsweise mittels Signalling, also auch Reporting, beseitigt werden. Durch Berichte signalisiert ein „guter Agent“ dem Prinzipal seine guten Eigenschaften und Qualitäten. Dieser differenziert sich so von den „schlechten Agenten“ und kann eine höhere Entlohnung verlangen.
1 Transparenz schafft Vertrauen: das Reporting – eine unternehmerische Herausforderung und Chance: Das Kapitel führt in die Bedeutung des Reportings als Mittel zur Schaffung von Transparenz und Vertrauen in einem komplexen Wettbewerbsumfeld ein und definiert den Zweck der Arbeit.
2 Die verschiedenen Berichtsformen – das Fundament des Reportings: Hier werden theoretische Grundlagen des Reportings erörtert sowie eine Abgrenzung zwischen gesetzlich vorgeschriebenen monetären Berichten und freiwilligen, nicht-monetären Berichten vorgenommen.
3 Studie zu den nicht-monetären Berichten der DAX- und M-DAX-Unternehmen: Dieses Kapitel präsentiert die Methodik und Ergebnisse einer empirischen Studie, welche die nicht-monetäre Berichterstattung der größten deutschen Unternehmen im Hinblick auf Kennzahlen, Normen und Richtlinien untersucht.
4 Entwicklung eines computerbasierten Instruments zur unternehmensindividuellen Auswahl und zum Aufbau eines nicht-monetären Berichts: Das Kapitel beschreibt das entwickelte IT-Werkzeug (A.E.B.), das Unternehmen dabei unterstützt, basierend auf spezifischen Kennzahlen eine passende Berichtsform auszuwählen und strukturiert aufzubauen.
5 Nicht-monetäres Reporting – eine wissenschaftliche und unternehmerische Chance und Herausforderung: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Reporting als Chance für Unternehmen zur Wettbewerbsdifferenzierung sowie für die Wissenschaft als relevantes Forschungsfeld.
Nicht-monetäres Reporting, Unternehmenspublizität, Transparenz, Stakeholder, Principal-Agent-Theorie, Nachhaltigkeitsbericht, Corporate Social Responsibility, CSR, Umweltbericht, Umwelterklärung, IT-gestütztes Werkzeug, DAX, M-DAX, Kennzahlen, Unternehmensführung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines IT-gestützten Werkzeugs für die Unternehmenspraxis, das bei der Auswahl und dem Aufbau von nicht-monetären Berichten unterstützt.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Theorien zum Reporting mit einer empirischen Analyse der Berichterstattungspraxis deutscher Großunternehmen und der Entwicklung einer praktischen Lösung.
Das Ziel ist es, Unternehmen ein computerbasiertes Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie unternehmensindividuell die angemessene Form eines nicht-monetären Berichts bestimmen und eine Anleitung für dessen Erstellung erhalten können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer empirischen deskriptiven Studie der DAX- und M-DAX-Unternehmen zur Ermittlung von Korrelationen zwischen Unternehmenskennzahlen und Berichtsformen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die empirische Studie sowie die Konzeption und Darstellung des IT-gestützten Werkzeugs A.E.B.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nicht-monetäres Reporting, Transparenz, Nachhaltigkeit, CSR und IT-gestützte Entscheidungshilfen charakterisiert.
Der Umweltbericht ist ein freiwilliges, weitgehend nicht standardisiertes Instrument, während die Umwelterklärung an die validierungspflichtige EMAS-Verordnung gebunden und damit standardisierter ist.
Die Studie deutet darauf hin, dass länger börsennotierte Unternehmen aufgrund umfassenderer Publizitätspflichten und gewachsener Stakeholder-Beziehungen eher gewillt sind, nicht-monetäre Berichte zu veröffentlichen.
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