Examensarbeit, 2006
93 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die rechtsextreme Szene in der BRD, ein Überblick
2.1 Begriffsklärungen
2.2 Die rechtsextreme Jugendszene
2.2.1 Rechtsextreme Jugendorganisationen
2.2.2 Ursachen für den Beitritt in eine rechtsextreme Jugendorganisation
3. Verbot der rechtsextremen Jugendorganisationen versus Präventionsmaßnahmen
3.1 Das Verbot von rechtsextremen Jugendorganisationen
3.2 Grundlagen der Präventionsdidaktik
4. Das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik
5. Das Theaterstück „Hallo Nazi!“ als didaktisches Konzept
5.1 Der Inhalt
5.2 Die Personen
5.3. Bühnenbild und Ausstattung
5.4 Das didaktische Konzept
5.4.1 Bedingungsfeldanalyse
5.4.2 Das Projekt „Wir machen ‚Theater’ gegen Rechts“
5.4.2.1 Säule 1: Die Vorbereitung
5.4.2.2 Säule 2: Der Theaterbesuch
5.4.3.3 Säule 3. Die Transferleistung
6. Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein didaktisches Konzept für den Sozialkundeunterricht zu entwickeln, das das Medium Theater nutzt, um Jugendliche gegen rechtsextreme Tendenzen zu sensibilisieren und sie zu politisch mündigen Bürgern zu erziehen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob Theater als Grundelement einer Präventionsmaßnahme gegen Rechtsextremismus fungieren kann und welche Bedeutung die didaktische Vor- und Nachbereitung für den Lernerfolg hat.
5.2 Die Personen
Um als Pädagoge mit einem Theaterstück arbeiten zu können, ist es nicht nur wichtig, den Inhalt zu kennen, sondern auch grundlegend, die Figuren zu durchschauen. Gerade ein Stück wie „Hallo Nazi!“, welches nicht durch seine dramatische und aufwändige Handlung lebt oder durch schillernde Kostüme und eine detailverliebte Bühnenausstattung den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann, existiert einzig und allein durch die Figuren. Aus diesem Grund ist es von zentraler Bedeutung, diese genau zu kennen, um das gesamte Potential auszuschöpfen, welches dem Zuschauer zur Verfügung gestellt wird.
Da dieses Stück lediglich von drei Personen getragen wird, von denen zwei die gesamte Zeit auf der Bühne stehen, halte ich es für besonders wichtig, ihre Entwicklung darzustellen, da sich daran die Handlung orientiert. Die Figuren des Stückes besitzen eine unheimlich starke Präsenz und Persönlichkeitsstruktur, die es wert wäre, analysiert zu werden, da jeder noch so kurze Satz eine Bedeutung hat. Jedoch würde das den Rahmen dieser Arbeit sprengen und so beschränke ich mich auf die wesentlichen Merkmale, um einen kurzen Einblick zu geben und die Arbeit mit dem Stück zu erleichtern.
1. Einleitung: Vorstellung der Problematik des Rechtsextremismus unter Jugendlichen und Darlegung der Zielsetzung, ein theaterpädagogisches Präventionskonzept zu entwickeln.
2. Die rechtsextreme Szene in der BRD, ein Überblick: Definition des Begriffs Rechtsextremismus und Darstellung der verschiedenen Strömungen wie Neonazis und Skinheads sowie deren Anziehungskraft auf Jugendliche.
3. Verbot der rechtsextremen Jugendorganisationen versus Präventionsmaßnahmen: Kritische Auseinandersetzung mit Verbotsstrategien und Plädoyer für langfristige pädagogische Ansätze zur Ursachenbekämpfung.
4. Das Theater als Ansatz einer Präventionsdidaktik: Untersuchung des Potenzials des Theaters als Medium der politischen Bildung und Abgrenzung zu herkömmlichen Unterrichtsformen.
5. Das Theaterstück „Hallo Nazi!“ als didaktisches Konzept: Detaillierte Analyse des Stückinhalts, der Rollen und Entwicklung eines konkreten dreisäuligen Projekts für den Unterricht.
6. Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts: Reflexion über die Reichweite der Präventionsarbeit, die Grenzen des pädagogischen Einflusses und die Notwendigkeit einer dauerhaften politischen Bildung.
Rechtsextremismus, politische Bildung, Theaterpädagogik, Prävention, Jugendliche, Neonazismus, Skinheadszene, Sozialkundeunterricht, Demokratieerziehung, Urteilsfähigkeit, Handlungskompetenz, Medienkompetenz, Identitätsbildung, Alltagsrassismus, Projektarbeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines theaterpädagogischen Präventionskonzepts gegen Rechtsextremismus im Sozialkundeunterricht.
Im Fokus stehen die Analyse der rechtsextremen Jugendszene, die Grenzen staatlicher Verbotsstrategien sowie die Möglichkeiten, die das Medium Theater als Mittel der politischen Bildung bietet.
Das Ziel ist es, zu zeigen, wie Theater als aktives Element genutzt werden kann, um Jugendliche zu politisch mündigen Bürgern zu erziehen, die sich gegen rechtsextreme Tendenzen behaupten können.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der Sachlage mit einem handlungsorientierten didaktischen Konzept, das auf der Projektarbeit rund um das Theaterstück „Hallo Nazi!“ basiert.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten inhaltlichen und didaktischen Ausarbeitung eines Projekts in drei Säulen: Wissensvermittlung, Theaterbesuch und Transferleistung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Rechtsextremismusprävention, Theaterpädagogik, Politische Bildung, Mündigkeit und Handlungsorientierung definieren.
Das Stück bietet durch seine klaren, konfrontativen Charaktere und den Bezug zur Lebenswelt Jugendlicher ein hohes Identifikations- und Diskussionspotenzial, das zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten anregt.
Durch die Konfrontation mit der eigenen Kategorisierungsneigung sollen die Schüler für unbewusste Vorurteile sensibilisiert und für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema motiviert werden.
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