Examensarbeit, 2006
32 Seiten, Note: 1,0
0. zur Textabgrenzung
1. Übersetzung
1.1. Text
1.2. zur Übersetzung
2. Exegese
2.1. Textkritik
2.2. Kontext
2.3. Gliederung
2.4. Historischer Kontext
2.5. Einzelbeobachtungen
3. persönliche Assoziationen
4. Dogmatische Besinnung
4.1. Prolegomena
4.2. Dogmatische Themen des Predigttextes
5. Die Menschen heute
5.1. in Deutschland und der Welt
5.2. in meiner Gemeinde
6. Liturgische Besinnung
6.1. Kirchenjahr
6.2. Raum
6.3. Gottesdienst
7. Die Predigt
7.1. Zwischengedanken
7.2. Text
Diese Arbeit widmet sich der homiletischen Aufarbeitung von 2. Korinther 12,1-10 und untersucht, wie die paulinische Theologie von Stärke in der Schwachheit in einer modernen Kirchengemeinde vermittelt werden kann, ohne dabei in die Falle einer falschen Selbstdarstellung oder unreflektierten Rhetorik zu tappen.
1.1. Text
1 Sich rühmen ist nötig, nicht nützlich zwar, aber ich werde zu den Erschei nungen und Offenbarungen des Herrn kommen.
2 Ich kenne einen Menschen in Christus, der vor vierzehn Jahren – ob im Leib, weiß ich nicht, ob außerhalb des Leibes, weiß ich nicht, Gott weiß es – ent rückt wurde in den dritten Himmel.
3 Und ich weiß von demselben Menschen – ob im Leib, ob ohne den Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es –,
4 dass er entrückt wurde in das Paradies, und unsagbare Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht freisteht.
5 Für diesen werde ich mich rühmen, für mich selber aber werde ich mich nicht rühmen, außer betreffs der Schwachheiten.
6 Wenn ich mich nämlich rühmen wollte, wird es nicht sinnlos sein, ich würde nämlich Wahrheit sagen; ich enthalte mich aber, damit nicht jemand auf mich <etwas> halte über <das hinaus>, was er an mir sieht oder von mir hört.
7 Und darum, dass ich mich wegen des Übermaßes der Offenbarungen nicht überhebe, ist mir ein Spitzpfahl ins Fleisch gegeben, ein Engel des Satans, damit er mich prügle, damit ich mich nicht überhebe.
8 Über diesen flehte ich dreimal zum Herrn, dass er von mir weiche.
0. zur Textabgrenzung: Der Autor begründet die Entscheidung, den Predigttext auf die Verse 1-10 des 12. Kapitels zu begrenzen, um den Umfang der Lesung an die Hörgewohnheiten der Gemeinde anzupassen.
1. Übersetzung: Neben der eigenen Übersetzung des griechischen Urtextes findet eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Übersetzungsvarianten und der Zeichensetzung statt.
2. Exegese: Dieser Teil beleuchtet textkritische Fragen, den historischen Hintergrund der Narrenrede in Korinth sowie die exegetischen Einzelbeobachtungen zu zentralen Begriffen wie "Schwachheit" (astheneia) und "Gnade" (charis).
3. persönliche Assoziationen: Der Verfasser reflektiert seine eigene Betroffenheit durch den Text und die Schwierigkeit, als Prediger persönliche geistliche Erfahrungen authentisch und demütig in der Gemeinde zu kommunizieren.
4. Dogmatische Besinnung: Es werden die theologischen Axiome des Autors dargelegt, wobei der Fokus auf dem Verständnis der Bibel als Wort Gottes und dem Fokus auf die paulinische Leidenserfahrung liegt.
5. Die Menschen heute: Eine Analyse des gesellschaftlichen und gemeindespezifischen Kontextes in Wöhrden, um zu verstehen, wie das Thema "Sich-Rühmen" und "Schwachsein" in der heutigen Lebenswelt verortet ist.
6. Liturgische Besinnung: Dieser Abschnitt ordnet den Predigttext in das Kirchenjahr am Sonntag Sexagesimae ein und beleuchtet die räumlichen sowie liturgischen Bedingungen für die Gestaltung des Gottesdienstes.
7. Die Predigt: Den Abschluss bildet der Entwurf der eigentlichen Predigt, eingebettet in methodische Zwischenüberlegungen zur spontanen Gestaltung während des Predigens.
Paulus, 2. Korintherbrief, Narrenrede, Schwachheit, Gnade, Apostolat, Predigtvorbereitung, Exegese, Korinth, Wöhrden, Gottesdienst, Leidenserfahrung, Selbstruhm, Theologie, Spiritualität.
Die Arbeit ist ein Predigtentwurf mit dazugehörigen exegetischen und homiletischen Vorarbeiten zu 2. Korinther 12,1-10 für den Gottesdienst am Sonntag Sexagesimae.
Die zentralen Themen sind das richtige Maß des Rühmens, die Theologie der Schwachheit des Apostels Paulus und die Vermittlung von göttlicher Gnade in einer modernen Kirchengemeinde.
Das Ziel ist eine fundierte Vorbereitung einer Examenspredigt, die sowohl exegetisch präzise als auch seelsorgerlich relevant für die spezifische Situation der Gemeinde in Wöhrden ist.
Der Autor nutzt die historisch-kritische Exegese in Verbindung mit hermeneutischen Überlegungen zur homiletischen Praxis und dogmatischen Reflexion.
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte Auslegung des Textes, persönliche Reflexionen zur Rolle des Predigers, eine dogmatische Einordnung sowie eine Analyse des soziokulturellen Kontextes der Hörer.
Die wichtigsten Schlagworte sind Paulus, Schwachheit, Gnade, Korintherbrief und homiletische Reflexion.
Aufgrund der Hörgewohnheiten der Gemeinde in Wöhrden, für die zehn Verse bereits die Grenze der Aufnahmefähigkeit darstellen, wird der Text bewusst auf Kapitel 12,1-10 begrenzt.
Trotz der anfänglichen Bedenken hinsichtlich einer autoritären Wirkung entscheidet sich der Autor für die Kanzel, da sie eine bessere Verständlichkeit bietet und eine klare räumliche Distanz schafft, die den KonfirmandInnen signalisiert, dass ein besonderer Teil des Gottesdienstes beginnt.
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