Masterarbeit, 2006
122 Seiten, Note: 1,7
1 Herausforderungen im Bankgeschäft mit privaten Kunden
1.1 Herausforderungen des Marktes
1.1.1 Umfeldbedingungen des Bankensektors
1.1.2 Verändertes Kundenverhalten
1.1.3 Die veränderte Wettbewerbsposition der Kreditinstitute
1.2 Herausforderungen in der heutigen Banksteuerung - Gründe für eine Balanced Scorecard
2 Die Balanced Scorecard
2.1 Das Konzept der Balanced Scoercard
2.1.1 Finanzielle Perspektive
2.1.2 Kundenperspektive
2.1.3 Interne Geschäftsprozessperspektive
2.1.4 Lern- und Entwicklungsperspektive
2.2 Bedeutung der Kennzahlen
2.2.1 Ergebnisgrößen und Treibergrößen
2.2.2 Interne und externe Kennzahlen
2.2.3 Die Balance der Kennzahlen
2.2.4 Verknüpfung der Kennzahlen mit der Unternehmensstrategie
2.3 Die Kausalität von Ursache und Wirkung der Steuerungsgrößen
3 Die Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem
3.1 Überführung der Balanced Scorecard von einem operativen zu einem strategischen Steuerungsinstrument
3.2 Klärung und Übersetzung der Vision und Strategie
3.3 Kommunikation und Verbindung von strategischen Zielen und Maßnahmen
3.4 Die Planung und Zielfestlegung – Definition strategischer Initiativen
3.5 Strategisches Feedback und Lernen
4 Die Balanced Scorecard als Instrument zur Steuerung von Retailbanken
4.1 Einordnung des Begriffs Retailbanking
4.2 Strategien im Retailbanking
4.2.1 Kostenführer: Streben nach Kostenführerschaft
4.2.2 Differenzierer/ Fokussierer: Optimierung nach Kundennähe
4.2.3 Diversifizierer: Allfinanzangebot - filialzentrierte Multikanalbank
4.3 Strategische Ziele und Kennzahlen einer Balanced Scorecard
4.3.1 Strategische Ziele für die Lern- und Entwicklungsperspektive
4.3.2 Strategische Ziele für die interne Perspektive
4.3.3 Strategische Ziele für die Kundenperspektive
4.3.4 Strategische Ziele für die Finanzperspektive
4.3.5 Kennzahlen für die verschiedenen Perspektiven
4.4 Beispielhafte Balanced Scorecard eines Kreditinstituts
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung der Balanced Scorecard (BSC) als strategisches Steuerungsinstrument im Retailbanking in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des BSC-Konzepts zur Bewältigung der aktuellen Marktherausforderungen, wie zunehmenden Wettbewerbsdruck und verändertes Kundenverhalten, theoretisch zu fundieren und empirisch zu belegen.
2.3 Die Kausalität von Ursache und Wirkung der Steuerungsgrößen
Die Ursache-Wirkungs-Beziehung schafft die Voraussetzung für die Strategieausrichtung des Balanced Scorecards-Konzeptes. In diesem Zusammenhang wird unter dem Begriff Strategie ein System von Hypothesen über Ursache und Wirkung101 im Sinne von Zweckbeziehungen verstanden. So wird durch die Identifikation von strategischen Stellhebeln sowie die Aufnahme von Leistungstreibern über eine vergangenheitsorientierte Betrachtungsweise hinausgegangen und eine Einschätzung möglicher Wachstumspotentiale gewährt.102
Durch die Verbindung der empfohlenen Perspektiven des Balanced Scorecards-Konzeptes anhand der Ursache-Wirkungs-Beziehung, wird eine Förderung der Zielerreichung sowie der Strategieorientierung erreicht. So hängt ein vorangestelltes Ziel einer Perspektive von den Variablen der vorangegangenen Perspektiven (positiv oder negativ) ab.103
1 Herausforderungen im Bankgeschäft mit privaten Kunden: Analysiert den Strukturwandel und die zunehmende Marktkomplexität, die Banken zu einer stringenteren strategischen Ausrichtung zwingen.
2 Die Balanced Scorecard: Erläutert das theoretische Konzept der BSC als mehrdimensionales Kennzahlensystem und dessen methodischen Aufbau.
3 Die Balanced Scorecard als strategisches Managementsystem: Beschreibt den Prozess der Strategieimplementierung und wie die BSC von einem reinen Messinstrument zu einem System für Feedback und Lernen transformiert wird.
4 Die Balanced Scorecard als Instrument zur Steuerung von Retailbanken: Wendet die theoretischen Grundlagen auf das spezifische Geschäftsfeld des Retailbankings an und leitet strategische Ziele und Kennzahlen ab.
Balanced Scorecard, Retailbanking, Strategische Steuerung, Bankmanagement, Ursache-Wirkungs-Beziehung, Key Performance Indicator, Strategieimplementierung, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Wettbewerbsfähigkeit, Benchmarking, Performance Measurement.
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung der Balanced Scorecard zur strategischen Steuerung im deutschen Retailbanking-Sektor.
Zu den Kernpunkten zählen die theoretische Einbettung der BSC in das Bankmanagement, die Anpassung der Strategie an ein dynamisches Marktumfeld sowie die empirische Untersuchung von Praxisbeispielen.
Es wird untersucht, ob und wie die Balanced Scorecard Retailbanken dabei unterstützt, ihre Strategie operativ umzusetzen und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse zur Theorie der BSC führt der Autor eine empirische Marktstudie unter den 500 größten deutschen Retailbanken durch.
Der Hauptteil erstreckt sich von der methodischen Herleitung der BSC bis hin zur praktischen Anwendung und Strategieableitung für unterschiedliche Retailbanking-Geschäftsmodelle.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strategische Steuerung, Retailbanking, BSC-Konzept, Kennzahlensystem und Ursache-Wirkungsketten definiert.
Klassische Systeme konzentrieren sich primär auf rückwärtsgewandte Finanzkennzahlen, während die BSC durch den Einbezug nicht-finanzieller Perspektiven auch zukünftige Leistungstreiber und strategische Ziele berücksichtigt.
Sie dienen dazu, den logischen Zusammenhang zwischen operativen Handlungen (z.B. Qualifizierung der Mitarbeiter) und strategischen Zielen (z.B. Ertragswachstum) transparent und messbar zu machen.
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